Rollei Digibase CR 200

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    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Ich glaube, der Film wurde einfach ein bis zwei Blenden überbelichtet. Hattest du noch irgendeinen Filter (Skylight, oder so) drauf? Ich kann mich daran erinnern, dass ich beim Umstieg von Agfa auf Kodak anders belichten lernen musste.
      Beim Agfa konnte (sollte) man, wie bei Farbfilm, einfach (gnadenlos) auf die Lichter messen, beim Kodak (und Fuji) musste ich lernen eher auf die Schatten zu gehen.
      Wenn man beim Agfa schöne kräftige Farben haben wollte, hat man einfach kräftig unterbelichtet, was bei Fuji und Kodak zu dunkler unscanbarer Soße führen würde, machte beim Agfa schöne satte Farben.

      Ich habe deine Scans mal nachbearbeitet und die Sättigung etwas hochgedreht. Wenn ich die Gradation so hindrehe, das die Schatten und Mitteltöne stimmen, dann kommen auch die Farben zum leuchten, aber die Lichter brennen aus, was meinen Verdacht der Überbelichtung bestätigt.
      Vielleicht bringt es was, wenn du die nächsten Filme einfach sparsamer belichtest.

      Die letzten Agfa (als Perutz Chrome 100 verpackt) habe ich in Marokko verschossen. Im Gegensatz zu den Kodaks, die ich paralell verschossen habe, war dieser Film in den Farben und Kontrasten sehr, sehr zurück haltend. Natürlichkeit war die Philosophie hinter diesen Filmen, was ich damals sehr geschätzt habe, heute aber mit meinen jetzigen Sehgewohnheiten als flau und unspektakulär empfinden würde. Wahrscheinlich ging man bei Agfa davon aus, das sich der Fotograf mit Pol- und Skylight- und sonstigen Filtern den Lichtverhältnissen anpasst und lieferte dazu möglichst neutrales Material.

      Die Leute wollten und wollen in der Reisereportage bei Diavorträgen Postkartenfarben und Kontraste sehen. Mit ooohhs und aaahhs, wie bei einem Feuerwerk. Velvia eben. Wer mit Agfa auf die Reise ging, brachte nüchternen Realismus auf die Leinwand, wer mit Fuji oder Kodak unterwegs war "Träume"


      Gruss Micha
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    • Re: Rollei Digibase CR 200

      "Thomas Michel" schrieb:

      Verzeiht den unkonstruktiven Beitrag, aber manche Lomographen würden für so einen Farbstich über Leichen gehen ;) Für die Motive vielleicht nicht optimal, aber irgendwie hat dieser Retro-Look was. Dafür wäre so ziemlich alles von Fuji angemessener gewesen. Ich habe schon einiges durchprobiert und hatte da immer realistische, wenn auch etwas kühle, Ergebnisse.


      TlOlT TlOlT TlOlT
      sorry Thomas , aber ich weiß nicht ob das mehr Retro ist, aber Look garantiert nicht, ich würde es - na das schreibe ich jetzt lieber nicht - bezeichnen!
      lg Hans
      Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut. Peter Ustinov
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Hallo Hartmut
      ich habe mit dem CR200 die selben Ergebnisse bekommen wie du. Zum Glück hatte ich nur 2 Stück zum Ausprobieren gekauft. Einen Entwicklungsfehler kannst du ausschliessen, da ich meine beiden CR200 zusammen mit einem Sensia bei allcop habe entwickeln lassen. Der Sensia war einwandfrei.
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Hallo in die Runde,

      Ich benutze den CR200 jetzt schon über ein Jahr. Er ist quasi zu meinem Standard Dia Film geworden. Solche Ergebnisse wie sie hier gezeigt wurden sind mir aber noch nicht unter gekommen. Es stimmt schon das der CR200 eine ehr Warme Farbwidergabe besitzt. Aber das hat ihm aus meiner Sicht heraus bei den meisten Bildsituationen mehr zum Vorteil als zum Nachteil gereicht .

      Meine Filme stammen aber noch von Anfang 2011. Da habe ich eine Größere Menge der CR200 erstanden. Ich Verarbeite die Filme allerdings auch selbst. Dazu benutze ich das Tetenal E6 Dreibad-Kit. Damit hatte ich bislang keine Probleme und immer hervorragende Ergebnisse.
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      Fotogruppe der Ford-Werke Saarlouis
      [Blockierte Grafik: http://www.ford-fotogruppe.de/logo1.jpg]
      ford-fotogruppe.de
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Dank noch an Michael für die Bearbeitung der Bilder, zeigt es doch, dass sich etwas retten lässt. Werde ich halt vom Analogen abschweifen und zusehen müssen, eine halbwegs objektive Transformation zu finden, am liebsten wäre mir ja ein script mit ImageMagick.

      Um einen halbwegs neutralen Eindruck abseits meines Filmscanners zu dokumentieren, hier der Unterschied zwischen dem Digibase und dem Provia nochmal mit meiner kleinen Ixus direkt vom Lichttisch weg. Das Motiv war schwierig zu belichten, und der Provia hat mir die Unterbelichtung wirklich nicht gedankt. Denke also nicht, dass ich den Digibase gravierend überbelichtet habe, meine alte Regel 'im Zweifel etwas unterbelichten' war hier beim Provia eher kontraproduktiv - wie von Michael schon beschrieben, der Digibase sieht da bzgl. der Kontraste eher ausgewogen aus - wenn der grün-braune Himmel nicht so grausam wäre.

      Mit Ergebnissen wie im Beispiel von Thomas wäre ich zufrieden gewesen.
      Es sind gerade die übersteigerten Kontraste, denen man nach dem ersten Staunen schnell überdrüssig wird.

      Danke auch für die Bestätigung von Alex - diese Filme habe ich Mitte September 2011 gekauft, allerdings nicht direkt bei maco.

      Gruß - Hartmut
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    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Gibt es hier eigentlich mittlerweile etwas Neues zu berichten?

      Nach aktueller Lage stehe ich vor der Entscheidung, den Rollei CR200 aufzugeben. Ich habe den ersten Film mit einigen Fujis zusammen über Rossmann nach Fuji Eurocolor geben und eine extrem gelbstichige Entwicklung zurück erhalten, während die Fujis vollkommen in Ordnung waren.

      Um dem Film eine zweite Chance zu geben habe ich eine weitere Rolle zusammen mit mehreren Fujis im Urlaub verschossen. Diesmal habe ich alle Filme nach Photo Studio 13 geschickt. Das Ergebnis ist identisch mit dem vorherigen, wieder völlig gelbstichig. Dieser Gelbstich läßt sich auch nicht durch eine einfache Farbtemperaturkorrektur in Lightroom beheben. Vom projizieren mal ganz zu schweigen.

      Da ich den Film eigentlich wegen seines schwachen Kontrastes gerne nutzen würde hatte ich mich vor einigen Tagen mit einer entsprechenden Anfrage an Maco gewandt. Leider habe ich bis heute keine Antwort erhalten.

      Im internationalen apug Forum hat jemand korrekte Ergebnisse durch Verlängerung der Entwicklungszeiten des Farbentwicklers beim Tetenal 3-Bad Kit erreicht. Das scheint sich mit dem Erfahrungen von Thomas hier im Forum zu decken, der bei Verwendung des Kits ebenfalls Erfolg gehabt zu haben scheint. Die Eigenentwicklung kommt aber vorerst noch nicht in Frage. Es muss doch möglich sein, den Film zur Entwicklung geben zu können. Es wird doch auch kein anders lautender Hinweis seitens des Herstellers gegeben.

      Gruß
      Christian
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Für mich hat sich jegliche Diskussion um diesen Film erledigt.
      Aus meiner Sicht wird hier überlagerter Ausschuß verkauft, der nicht ansatzweise mit dem alten RSX vergleichbar ist, aber als solcher beworben wird. Und es ist schade um jedes Bild und jede qualifizierte Laborarbeit - vom Geld ganz abgesehen.

      Habe nochmals ein Doppelpack, diesmal bei maco-direkt gekauft (einzeln gibts die leider nicht), aber nur um ein IT8-target zu belichten, mit der Absicht die gescannten Dias mit einem Profil zu retten. Das Resultat ist ähnlich schlecht, leider scheint es dennoch eine andere Charge zu sein, was man schon an der Beschriftung sieht. Wenn ich zu einem befriedigenden Ergebnis kommen sollte, gebe ich das Profil gern weiter, und wenn sich noch jemand 36 Bilder verderben möchte, verschenke ich gern den zweiten Film der noch im Kühlschrank liegt - portofrei!
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Das mit dem Abfotografieren eines IT8 Targets ist eigentlich eine gute Idee. Zumindest könnten so die bisherigen Filme eventuell gerettet werden. Ich habe zwar mit der Tonwertkorrektur in Photoshop bisher einigermaßen Abhilfe schaffen können. Aber das ist natürlich nur ein recht grobes Werkzeug.

      Ist trotzdem verdammt schade um die vertane Möglichkeit, den übersichtlich gewordenen Diafilmmarkt um eine weitere Option zu bereichern. Auch das Stillschweigen Macos empfinde ich als unangebracht und werde daraus meine persönlichen Konsequenzen ziehen.

      Gruß
      Christian
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Hallo Hartmut,
      ich melde mich hier und jetzt, weil ich es war, der -neben anderen- diesen Film vor einigen Jahren am Markt eingeführt hatte.

      Bei diesem Film handelt es sich um eine RSX200 Emulsion, die auf einer glasklaren synthetischen Film-Unterlage begossen wurde.
      Hergestellt bei der Agfa in Leverkusen.
      Diejenigen, die sich mit den Tätigkeiten der deutschen Produktionsstätte während der Insolvenz auskennen, werden bestätigen,
      dass die Agfa noch Millionen von Quadtratmetern Film in exzellenter Qualität begossen hatte.

      Es handelte sich neben Farbpapieren vor allem um Farbemulsionen der Sorten C41 und E6 für das Werk in Antwerpen/Mortsel, Belgien.
      Diese Filme wurden später in Belgien eingefroren und -wie auch seit Jahrzehnten zuvor- von dort aus dem Markt für Luftbildfilme zur
      Verfügung gestellt.
      Nachteilig für die belgische Agfa war:
      Vor allem Diafilm-Emulsionen vom Typ E6 wurden aufgrund technologischer Veränderungen bei den institutionellen Anwendern nicht mehr in
      dem bedeutenden Umfang wie zuvor nachgefragt.

      Hier kamen meine Aktivitäten in´s Spiel.
      Da die Agfa daran interessiert war, neue Abnehmerkreise zu gewinnen, war man daran interessiert, für die RSX 200 Luftbild- Emulsionstechnik
      neue Abnehmerkreise zu gewinnen.
      Es boten sich finanzstarke Handelspartner an, die selbst in der Lage waren, die 35mm und 60mm Filme auf eigene Rechnung abpacken zu lassen.

      Soweit ich informiert bin, kauften dann die Firma Lomography in Wien, sowie das Haus, in dem ich seinerzeit die Verantwortung für fotografische
      Produkte hatte, -neben anderen- bei der Agfa aus deren Bestand.

      Man wird wohl verstehen, dass ich hier und jetzt keine detaillierten Mengenangaben machen werde, aber, ich möchte doch sagen, dass für
      die Anfertigung mehrerer Millionen Einzelfilme durch die Agfa an die Handelspartner verkauft worden sind.

      Bei Lomography wurden und werden diese Agfa-Filme als 200er Pro Diafilme seit Jahren sehr erfolgreich verkauft.
      Unter meiner Regie als Digibase CR 200, vor allem jedoch für den asiatischen Raum, als Crossbird.

      Das Internet ist voll von ansprechenden Resultaten, die mit diesen Filmen erzielt worden sind.
      Daher:
      Auch im Nachhinein gesehen, war die Entscheidung, die RSX 200 Luftbildfilme dem Amateurmarkt zugänglich zu machen, richtig.

      Nachsatz:
      Ich bedaure dann doch etwas, dass die Kommunikation von Anbietern mit eigenverantwortlichem Produktionsrisiko in dem Aphog-Forum nicht
      mehr mit dem früheren Enthusiasmus betrieben wird.

      Will sagen: Alles hat eben seine Zeit.

      Tschüs, Hartmuth
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Hallo Hartmuth,

      Danke für den Einblick in den Hintergrund, den der Film hat. Ich halte es ebenfalls für eine gute Entscheidung, mit einem Film Diafilm das doch recht übersichtlich gewordene Produktsortiment des Marktes zu erweitern, auch wenn er in technischer Hinsicht in einigen Punkten dem aktuellen Stand der Technik hinterher hinkt.

      Mir ginge es nur darum zu erfahren, was der Grund für die Ergebnisse ist, die nicht nur ich, sondern auch einige andere erhalten. Ich möchte nicht einmal ausschließen, dass der Film zu einwandfreien Ergebnissen führt. Aber dann muss ich wissen, was dafür getan werden muss, um diese auch zu erhalten. Die übliche Abgabe zur Entwicklung in ein Labor, wo mit Verfahren gearbeitet wird, welche bei Fuji und Kodak Filmen zu einwandfreien Ergebnissen führen, scheint halt nicht zu reichen. Und hier ist es halt ärgerlich, dass man doch sehr im Stich gelassen wird seitens des Vertriebsunternehmens.

      Gruß
      Christian
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Christian,
      hast Du schon mal aufs Ablaufdatum des Films geguckt?
      Ich würde auch meinen das der Film falsch gelagert wurde.
      Ich habe vor Jahren den Film benutzt,habe aber keine Probleme damit gehabt (Farbstiche etc.)
      Der Film hat eine eigene Farbcharkteristik (keine plakative Farbgebung) und er ist auch etwas grobkörniger
      als ein Elite Chrome von Kodak.

      Gruss
      Walter
    • Re: Rollei Digibase CR 200

      Christian,
      ich vermute,wir sprechen da von 2 andersartigen Filmtypen.
      Beim 1 Posting gings um den 200er Dia Film von Rollei "Digibase CR 200"!!!!!!!
      In der Antwort auf meine Frage nach dem MHD scheibst Du aber von den
      "Lomography X-Pro 200". Diese sind .E. NICHT ident mit dem Digibase-Film.
      Der x-Pro 200 weist in der Tat eine "juicy" Farbcharakteristik auf.
      Details hier;
      shop.lomography.com/us/lomography-xpro-200-iso-35mm-3-pack

      Gruss
      Walter