Angepinnt Zeigt doch mal... Teil 2

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    • Maximilian Eggert schrieb:

      Peter Jenik schrieb:

      [...] Für die Balgen zeichnet Sandeha Lynch verantwortlich [...]
      Hallo Peter,
      hast du die wunderschönen Balgen selber eingesetzt oder einsetzen lassen?

      Gruß,
      Max
      Hallo Maximilian,

      zu meinem großen Glück habe ich das Einsetzen Sandeha überlassen. Wie kam das? Ursprünglich hatte der Meister der Balgen gemeint, dass 4 Nieten bei einer hinteren Trägerbühne ausgebohrt werden müssten. Das war dann genau der Punkt an dem ich Sandeha Lynch gebeten habe es doch an meiner statt zu machen. Später hat sich dann herausgestellt, dass die Filmbühne gar nicht mit dem Balgen verbunden war. Vielmehr war der Balgen ans Gehäuse angeklebt. Daher hat Sandeha den alten Balgen an der Kamera herausgeschnitten und den neuen an den verbliebenen Steg angeklebt. 143 £ für beide Kameras inklusive Material, Arbeit und Porto sind es mir mehr als wert gewesen.

      Man darf eben nicht vergessen, dass die Agfa Billy ein Billigprodukt für einen (relativen) Massenmarkt gewesen ist, gerade ein wenig "besser" als die Box Tengor (12 RM für die Box 55/2 und 25 RM für die Agfa Billy). Da war nichts zum Schrauben, alles genietet und im Blech geklemmt. Reparierbarkeit war den Konstrukteuren kein Anliegen, bemerkenswert "fortschrittlich" :( für die 40-er Jahre.

      Sobald sich ein kleines Zeitfenster auftut werde ich die Kameras ausführen, ich freu mich schon.
      Gruß
      Peter
    • Hallo Peter,

      vielen Dank für die sehr hilfreiche Information!

      Ich möchte auch den Balgen einer alten Kamera ersetzen lassen.
      Wenn ich mir den Balgen genau ansehe, verstehe ich die Konstruktion der jeweiligen Befestigungspunkte nicht.
      Auf Sandehas Internetseite steht, dass er eine Einbauanleitung beilegt.
      Bei meiner Kamera handelt es sich um ein besonderes Erinnerungsstück.
      Ich möchte da nichts kaputt machen.
      Dann weiß ich bescheid und lass' die Arbeit komplett von Sandeha machen!
      Nochmals danke!

      Gruß,
      Max
      ______________________________

      Altes bewahren - Neues prüfen
    • Stephan Brechbuehl schrieb:



      Links das Meyer Görlitz Trioplan 15cm 1:3.5 und rechts ein Voigtländer Heliar 15cm 1:4.5

      Beide sind ungefähr 90 Jahre alt. Beim Trioplan funktioniert sogar der Verschluss in allen Zeiten. Einen Service hat er trotzdem nötig.
      Das Heliar kenne ich doch von irgendwo her ?(
      Schön das es in guten Händen ist.

      Habe heute auch ein Objektiv an meine Wista 45D adaptiert, war nicht ganz einfach weil der Compound IV schon eine Beachtliche Größe hat.
      Das Objektiv zählt aber zu den echten Zeiss Raritäten, es sollen davon nur extrem wenige gebaut und verkauft worden sein.

      Das Carl Zeiss Jena 2,8/165mm Biotessar, gerechnet von Willy Merthé, ist ein unsymmetrischer Sechslinser mit beauchtlicher Lichtstärke, dieses wurde 1929 gebaut.

      Ich bekam es in einer Einstellfassung für eine 6x6 Meister Korelle.

      Meistens wurden sie mit der Zeiss Ikon Miroflex verkauft die einen Schltzverschluss hatte daher sind die Biotessare so gut wie nie mit Verschluss zu finden.

      Deswegen habe ich das jetzt selber erledigt, die Panzerkrabbe ist stabil genug dafür und mal wieder freue ich mich das ich mir keine Holzkamera zugelegt habe, die wären damit überfordert.

      Meine ersten Ergebnisse mit dem 2,8/135mm Biotessar haben mich überzeugt das Geld für eine 165mm Variante auszugeben.

      Bei Interesse: Carl Zeiss Miroflex 6x9cm

      Bin mal gespannt was ich damit zustande bekomme.

      Biotessar 165.jpg
      Unsere Ruinen werden nicht so schön sein wie die vergangener Generationen
    • Maximilian Eggert schrieb:

      Hallo Peter,

      vielen Dank für die sehr hilfreiche Information!

      Ich möchte auch den Balgen einer alten Kamera ersetzen lassen.
      Wenn ich mir den Balgen genau ansehe, verstehe ich die Konstruktion der jeweiligen Befestigungspunkte nicht.
      Auf Sandehas Internetseite steht, dass er eine Einbauanleitung beilegt.
      Bei meiner Kamera handelt es sich um ein besonderes Erinnerungsstück.
      Ich möchte da nichts kaputt machen.
      Dann weiß ich bescheid und lass' die Arbeit komplett von Sandeha machen!
      Nochmals danke!

      Gruß,
      Max
      Ich habe bei meiner Record II den Balgen selbst eingesetzt und ich muss sagen, meine klitzekleine Sattlererfahrung kam mir zu Hilfe. Ich wage zu behaupten, wer da nicht mit Ruhe und kühlem Kopf dran gehen kann, der sollte es lieber machen lassen.
      Das Problem liegt hier nicht an der Objektivstandarte, die noch relativ leicht zu montieren ist mittels der Objektivplatine, sondern hinten an der Filmebene. Hier muss der Balgen so angeklebt werden, dass er sich beim Zusammenfalten richtig einlegt. Schlampt man hier, hat man schnell den Wurm drin.
      Bei der Record II ist das ganze zum Glück geschraubt und selbst ich habe ein paar Anläufe gebraucht, bis es richtig gesessen hat.
      Ich würde es jederzeit wieder selbst machen, auch weil mir solche Herausforderungen Spaß machen, ich würde aber jedem, der sich beim Gedanken schon schüttelt, empfehlen, das nicht zu tun.
      Sandeha Lynch macht da sowohl beim Balgen, als auch bei der Montage einen spitzen Job, ich kann seine Balgen nur empfehlen, das ist eine tolle Qualität, die auch schick aussieht.

      5F0AC3A7-271C-49CE-978A-8E5658D0F0F0.jpeg
      Viele Grüße
      Philipp ^^

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    • Teil 2:

      Die zweite ist eine Leica I von 1930. Ich bin mir nicht sicher, wie sie ursprünglich ausgestattet war. Vielleicht eine Kamera mit festem Objektiv. Ich kaufte sie mit einem Hektor ebenfalls von 1930. Gehäuse und Objektiv sind auf Null abgestimmt und das Hektor hat Entfernungsmesserkupplung.
      Am Gehäuse sind viele Änderungen vorgenommen wurden. Vergleicht man sie mit den Angaben im Vidom Spezial 110/2010, ergibt sich folgendes Bild:
      1. In der Kammer vor dem Verschluß ist ein kleines Lichtschutzblech.
      2. Der Zeiteinstellknopf ist klein und mit "20 - 1" graviert.
      3. Der Bodendeckel hat das Rähmchen mit Filmeinlegehinweisen
      4. Der Aufhängestift ist bereits groß
      5. Das Außengehäuse hat bereits den Messingring unter dem Objektivanschraubring, demzufolge fehlt das Justierloch auf der Rückseite
      6. Es ist schon eine moderne Filmandruckplatte verbaut
      7. Die Zubehörklemme ist rechteckig
      8. Die Verschlußbremse mit Feder ist verbaut und die Justiermuttern für den Verschluß haben sechs Kerben
      9. Jedoch ist der A/R Hebel noch ohne Kamm für die interne Verschlußauslösung
      Das läßt darauf schließen, daß die Kamera nach 1934, aber vor 1936 umgebaut wurde.
      L1002466.JPG
      L1002467.JPG
      L1002468.JPG
      L1002469.JPG
      L1002470.JPG
    • Philipp Mittelstaedt schrieb:

      Maximilian Eggert schrieb:

      Hallo Peter,

      vielen Dank für die sehr hilfreiche Information!

      Ich möchte auch den Balgen einer alten Kamera ersetzen lassen.
      Wenn ich mir den Balgen genau ansehe, verstehe ich die Konstruktion der jeweiligen Befestigungspunkte nicht.
      Auf Sandehas Internetseite steht, dass er eine Einbauanleitung beilegt.
      Bei meiner Kamera handelt es sich um ein besonderes Erinnerungsstück.
      Ich möchte da nichts kaputt machen.
      Dann weiß ich bescheid und lass' die Arbeit komplett von Sandeha machen!
      Nochmals danke!

      Gruß,
      Max
      Ich habe bei meiner Record II den Balgen selbst eingesetzt und ich muss sagen, meine klitzekleine Sattlererfahrung kam mir zu Hilfe. Ich wage zu behaupten, wer da nicht mit Ruhe und kühlem Kopf dran gehen kann, der sollte es lieber machen lassen.Das Problem liegt hier nicht an der Objektivstandarte, die noch relativ leicht zu montieren ist mittels der Objektivplatine, sondern hinten an der Filmebene. Hier muss der Balgen so angeklebt werden, dass er sich beim Zusammenfalten richtig einlegt. Schlampt man hier, hat man schnell den Wurm drin.
      Bei der Record II ist das ganze zum Glück geschraubt und selbst ich habe ein paar Anläufe gebraucht, bis es richtig gesessen hat.
      Ich würde es jederzeit wieder selbst machen, auch weil mir solche Herausforderungen Spaß machen, ich würde aber jedem, der sich beim Gedanken schon schüttelt, empfehlen, das nicht zu tun.
      Sandeha Lynch macht da sowohl beim Balgen, als auch bei der Montage einen spitzen Job, ich kann seine Balgen nur empfehlen, das ist eine tolle Qualität, die auch schick aussieht.

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      Huch... 8o


      Hallo Philipp,

      ich habe deinen Beitrag erst jetzt gesehen!

      Vielen Dank auch dir für die sehr hilfreichen Informationen und das schöne Foto!
      Ich werde die Arbeiten komplett von Sandeha Lynch machen lassen (#7667).

      Ich habe selber noch keinen Balgen gewechselt. Es geht mir nicht um die Herausforderung.
      Bei besonderen Erinnerungsstücken lasse ich die Arbeit lieber von jemandem machen, der sich damit bereits genau auskennt.

      Nochmals vielen Dank für deine Hinweise!

      Gruß,
      Max
      ______________________________

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