Zeigt her eure Dunkelkammer

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    • Ich hab meine Dunkelkammer vor ungefähr zehn Jahren schonmal gezeigt. Das ist aber alles inzwischen weg. Anlässlich der Wiederinbetriebnahme nach einigen Jahren Pause und des vorläufigen Abschlusses einiger notwendiger Änderungen dachte ich mir, ich zeig die nochmal.
      Ich hatte früher einen Unterschrank unter dem Vergrößerer, der leider die Luftzirkulation an der Kelleraußenwand behindert hat, mit entsprechenden Folgen und der deshalb entfernt werden musste. Außerdem benutze ich das Fotolabor mittlerweile nicht mehr exklusiv, es hat sich auch ideal als Futterküche für die Portionierung des Rohfutters für unsere Hunde erwiesen. Das Stauproblem, das sich daraus ergab hab ich mit einigen Hängeschränken mit Glasschiebetüren gelöst (ich hasse Staub in der Duka). Außerdem hab ich die Küchenarbeitsplatte unter dem Vergrößerer durch eine entsprechend dicke Multiplex aus Buche ersetzt, weil das Gewicht des Vergrößerers die alte Platte überfordert hat, nachdem der Unterschrank weg war. Wo ich schonmal dabei war hab ich auch gleich dem Vergrößerer ein größeres Grundbrett spendiert, damit jetzt die Versamask-Grundplatte endlich ohne Verrenkungen drauf passt. Die Füße sind verstellbar, so dass ich da auch den letzten Rest in Waage justieren kann. Ansonsten hat sich nichts geändert. Die Konstruktion über dem grauen Beckentisch ist eine Exhauster-Anlage, die Arbeiten mit Tonern schädliche Dämpfe von meiner Nase fernhalten soll. Hat sich bei Arbeiten mit rohem Fleisch aber auch schon bewährt. Der dicke Rohrabschnitt ist ein Schalldämpfer. Wenn die auf kleiner Stufe läuft, hört man die nicht. Auf der höchsten Stufe ist die etwa so laut wie eine Absaugung in der Küche auf Stufe 1. Kann dann aber jemandem das Toupet von der Glatze ziehen.

      Ulrich
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    • Nachdem hier alles so wunderbar aufgeräumt erscheint,
      wage ich mal, mit etwas weniger Fleiß ein "unaufgeräumtes" Bild einzustellen:


      DSC_0084-BBB.jpgDSC_0086-BBB.jpg



      Übrigens habe ich heute wieder mal vergrößert: 23 recht schöne Motive von 4x5-Planfilmen auf Ilford MG-IV und RC-Warmtone, 24x30cm in Bromophen; und die wurden recht gut.


      Euch beim Vergrößern in diesen feuchtigkeitsreichen und kühlen Tagen viel Spaß und Freude!!
      Jan-Peter
    • Danke, Ernst;

      für Deinen guten Zuspruch! - Normalerweise habe ich eine mit weißem Photo-Karton beklebte Hartfaserplatte mit Markierungen für 50x50 und 50x60cm Formate auf der Bildbühne liegen; die fehlt hier.

      Außerdem habe ich die ganze Elektrik aus dem Grundbrett entfernt, die mir etwas obskur vorkam; mir reicht der direkte Anschluss an der Opallampe an die Zeitschaltuhr, der aber auf diesem Bild nicht mit der Uhr verbunden, sondern am oberen Säuöenteil hängt; meistens ist Alles angeschlossen, da die Zeitschaltuhr und, wie man erkennen kann, der Stecker für die Zeitschaltuhr jeweils einen eigenen Ein/Aus-Kipp-Schalter hat - so, wie ich das aus England für die früheren tea kettle kenne/kannte.


      Grüße in Deutschlands Norden!
      Jan-Peter
    • Rolf Eilert schrieb:

      Ja genau, Marwan, erzähl mal mehr über "die richtige Duka-Beleuchtung" Das würde mich auch interessieren, war ich doch der Meinung, da geht gar nichts mehr, weil ich es mit einer Osram ausprobiert hatte und beim Schleiertest so schlechte Erfahrungen gemacht hatte.
      Nr. 5
      fotoimpex.de/shop/fotolabor/he…mpe-fuer-colorpapier.html :)

      oder
      fotoimpex.de/shop/fotolabor/he…r-rotlicht-und-color.html
    • Tobias Gronemeyer schrieb:

      Ist die Heiland LED wirklich absolut sicher für Farbe?
      Das "absolut sicher" gibt es weder bei Farbe noch bei SW. Jede Lampe wird irgendwann zu Schleier führen. Speziell RA4 Papiere haben bei 590 nm keine Lücke sondern eine signifikante Sensibilitätsschwäche.Wichtig ist hier, neben der der korrekten Filterung vor allem der Abstand und wie direkt die Leuchte den Arbeitsplatz beleuchtet.

      Wir haben den Dimregler der Heiland LED Leuchte ca. auf 11 Uhr Stellung stehen. Nach kurzer Anpassungszeit des Auges wirkt es wirklich hell im Labor. Nach fast 4 Minuten Schleier Test (Schere lag auf Papier) war nach der Entwicklung nichts zu sehen. Wenn man arbeitet ist nach unserer Erfahrung das Papier maximal unter 2 Minuten dem DUKA Licht ausgesetzt.

      Rolf Eilert schrieb:

      Ja genau, Marwan, erzähl mal mehr über "die richtige Duka-Beleuchtung"
      Bevor wir die Leuchte installiert haben, haben wir Jürgen Heiland ausgibig befragt. Die LED Lampe hängt auch in profesionellen Laboren. Jede einzelne verbaute LED ist genau auf 590nm ausgemessen. Es ist wirklich ein problemloses Arbeiten möglich.

      Rolf Eilert schrieb:

      da geht gar nichts mehr, weil ich es mit einer Osram ausprobiert hatte
      Wir haben auch die Lampen von Osram und Jobo Maxilight wie auch Kaiser LED da. Ich plane in nächster Zeit mal einen kleinen Testbericht auf unserem silvergrainclassics.com Blog dazu. Alle anderen Lampen sind aber auch so ohne Test schon extrem schwach. Die Heiland Leuchte ist hier eine angenehme Ausnahme.

      Wir wollen demnächst mitten in der Woche ein paar Schnupper Duka Treffen nach Feierabend zum Thema Farbe anbieten. Da kann jeder gerne bei Interesse sich selber ein Bild darüber machen wie gut die Lampe ist. Oder wenn ihr mal in Bad Nauheim seit meldet euch einfach mal, wir zeigen euch das gerne mal live.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Danke für die ausführliche Antwort, Marwan!

      Marwan El-Mozayen schrieb:

      Die LED Lampe hängt auch in profesionellen Laboren. Jede einzelne verbaute LED ist genau auf 590nm ausgemessen. Es ist wirklich ein problemloses Arbeiten möglich.
      Das ist diese lange? Dann wird mir der Preis klar, wenn die da so einen Aufwand mit treiben.

      Mit der Osram habe ich aber auch einen Test mit vorbelichtetem Papier gemacht und mit mehreren Münzen im Minutenabstand. Auf der unbelichteten Stelle war tatsächlich nix, aber die vorbelichtete war grünlich, auch in den Münzschatten. Davon der abgedeckte Teil war eher Cappuccino, so wie gedacht.

      Abstand der Lampe ca. 1,50 Meter und gegen die Wand und einmal auf 1/4, einmal ganz abgedimmt, man hatte dadurch praktisch keine Hilfe, sondern sah nur den Schimmer. Bei 1/4 kam schon nach 1 Minute eine Verschleierung, bei ganz abgedimmt nach 4 Minuten. Daraufhin hab ich gedacht, dann kann ich besser ohne das Ding arbeiten, das bringt ja nix. Wahrscheinlich hält die Lampe die 590nm nicht oder hat doch ein leicht breiteres Spektrum.

      Daher schön zu hören, dass es doch was brauchbares gibt! Das wäre dann vielleicht etwas, das ich mir zu Weihnachten wünschen könnte :)

      Grüße
      Rolf
    • Rolf Eilert schrieb:

      Wahrscheinlich hält die Lampe die 590nm nicht oder hat doch ein leicht breiteres Spektrum.
      Hm schwierig zu sagen, technisch sind diese Lampen sehr gut denn Kalter Natriumdampf strahlt fast ausschließlich Licht der Wellenlängen 589,00 nm und 589,59 nm ab. Möglicherweise spielen Alterserscheinungen eine Rolle. Wit testen das demnächst mal.

      Ich könnte mir aber auch vorstellen das der Abstand von 1,5m zu knapp ist.

      Wir haben bewusst nicht in Natriumdampflampen investiert da die Ersatzleuchtmittel sehr schwer zu bekommen sind und wenn auch nicht wirklich preisgünstig. Das Rote Licht der LED ist dann bei uns ja wegen SW meistens im Gebrauch. Auch das ist sehr angenehm.

      Hinzu kommt auch das wir die Lampe aufgrund der Niedervoltspannung problemos am Nassbereich nutzen können.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Ja Marwan,

      wenn ihr bei euren Tests mal ein paar Empfehlungen über Standorte, Helligkeit usw. ermitteln könntet, das wäre toll. Man tappt da ja weitestgehend im Dunkeln, will aber auch nicht immer das Rad neu erfinden. Vielleicht auch ein paar sichere Messmethoden usw.

      Was du sagst über die Natriumdampflampe, macht mir Hoffnung, es einfach nochmal zu versuchen. Schließlich hab ich die ja hier, das Leuchtmittel ist auch noch relativ unverbraucht... Aber ein paar Tipps zu evtl. Fehlerquellen wären toll.

      Grüße
      Rolf