APS zu Kleinbild

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    • Volker Trinler schrieb:

      um es zusammenzufassen: wie ich vermutete, gab es keine Filme für Selbstverarbeiter. Deswegen wir es auch keine passenden Entwicklungs-Spulen für uns Amateure gegeben haben.
      Doch von Jobo gab es die notwendigen Gerätschaften für APS-Film wie auch für Disk-Film. Das ganze war nur sehr sehr teuer. Der Film wurde ja nicht von der Patrone getrennt sondern wurde ja in selbiger aufbewahrt. Es gab auch Werkzeuge mit denen man an der Patrone einstellen konnte das der Film entwickelt ist.

      Ich hatte mich damals gewundert das die industrie diesen Weg einschlägt. Und doch wurde es mehrere Jahre ganz gut gekauft. Es gab auch ganz interessante Kameras.
      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)
    • Volker Trinler schrieb:

      Hallo,

      zu Thorstens Frage kann ich leider nichts Komktetes beitragen.

      Ich kann mich aber gut daran erinnern, dass das APS-Format damals, als es lanciert wurde, damit beworben wurde, dass die Filme besser und feinkörniger seien, als das entsprechende KB-Material. Die Filmhersteller wären wohl schlecht beraten gewesen, diesen Qualitätssprung, so er denn tatsächlich bestanden hat, "später" nicht auch anderen Filmformaten zukommen zu lassen.

      Da ich seinerzeit hauptsächlich im 6x6-Format unterwegs war, habe ich mich aber nicht mehr um diese Sache gekümmert.

      Gruß

      Volker

      Hallo Volker,

      das ist korrekt. Als APS eingeführt wurde, wurden dafür tatsächlich auch neue, verbesserte Emulsionen eingeführt. Die fanden dann jedoch auch ruck-zuck den Weg in die größeren Formate. Insofern hat es hinsichtlich der Emulsionsqualität letztendlich keinen APS-Vorteil gegeben.
      In den 90er Jahren wurde ohnehin generell extrem viel geforscht und neue Emulsionen entwickelt. Die Fotofilm Nachfrage stieg in diesem Jahrzehnt auch noch einmal sehr stark an (globaler Absatzrekord dann in 1999 / 2000 mit 3 Mrd. Stück Fotofilm). Und 35mm / KB war das mit Abstand populärste Format. Sehr, sehr weit vor APS (in der zweiten Hälfte der 90er; APS wurde 1996 eingeführt).

      Ein nachhaltiger Erfolg war dem APS-System nicht beschieden. Und inzwischen ist das System de-facto tot. Es ist auch eher unwahrscheinlich, dass da in der Richtung noch mal wieder etwas kommt. Denn das System braucht auch seine eigene Produktionsinfrastruktur (z.B. Magnetstreifen am Film, spezielle Patronen). Diese Produktionsinfrastruktur ist inzwischen weitgehend weggebrochen. Und ein Neuaufbau wäre zu kostenintensiv.
      Auch ist die Zielgruppe für das Format praktisch nicht mehr da:
      Gedacht war APS hauptsächlich für die "Knipser". Leute, die schon selbst bei dem einfachen Einlegen eines KB-Films bei Kameras mit motorischem Filmtransport und Einspulautomatik ihre Schwierigkeiten hatten.... ;) . APS sollte ja noch "idiotensicherer" sein.
      Diese Klientel knipst heute mit dem Smartphone.

      Beste Grüße,
      Henning