Durst RCP-20 und Baryt?

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    • Durst RCP-20 und Baryt?

      Ich weiß dass rollenmaschinen eigentlich nur pe-papier gefahrlos durchziehen, im forum fand ich eine ausdrückliche warnung aber nur bezogen auf termaphot.
      Ist das risiko von papierstau bei allen gleich? Hat es schonmal jemand in der RCP versucht?
      Ein user schrieb es ginge nicht ohne "Träger-Papier oder -Folie".. Was könnte man als träger oder unterlage verwenden? Und bleiben die beieinander?
      Mal ganz abgesehen von der uU unpassenden durchlaufzeit pro bad. Meine rcp ist nicht umgebaut und das entspricht glaube ich 2-3 min pro bad..
      Wäre ein experiment. Allerdings will ich kein dickes baryt blatt in den rollen feststecken haben, sonst lass ichs lieber..
      Gruß, martinreg
    • Das geht in keiner Walzentransportmaschine, egal welcher Hersteller, nasses Baryt ist einfach zu schlabberig. Theoretisch als Unterlage eine feste Folie als Sandwich und zusammen durch aber wenns daneben geht hat man Papierbrei in den Racks und das wird kein Spaß das wieder rauszuholen.
      Ich habe mich das nicht getraut zu versuchen, schon festsitzendes RC Papier ist nicht ganz trivial da wieder raus zu puhlen.
    • Hallo Martin,

      selbst wenn das Papier dem Parcours in der Maschine folgt, wird viel mehr Chemie aus den Racks verschleppt. Die Standzeit von Stopp- und Fixierbad wäre stark verkürzt und Entwickler müsste öfter nachgefüllt werden.

      Aber Deine Überlegungen hatte ich auch mal angestellt.

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Danke für eure einschätzung, ich hab heute meine ersten baryt abzüge im reanimierten fotokeller gemacht (nach geschätzt 30 jahren..) Und dieses papier ist ja wirklich papier! Also trotz kartonstärke richtig labberig... Mal sehen ob ich irgendwann mal einen test durchlauf mir unterlage mache, mit offener maschine und eine hand am ausschalter..

      Jetzt hab ich ein ganz anderes problem: ich mag den gedämpften glanz von glossy baryt, wenn es ohne hochglanzplatte gegen das leinwandtuch in der trockenpresse getrocknet wird.
      Die oberfläche, der glanz, entspricht auch meinen erwartungen bzw erinnerungen, ein "natürlicher" glanz, ohne das plastik feeling von PE papier.
      Nur leider wirds wellig und gebogen!
      Sollte man irgendein löschpapier zwischen fotoseite und spann-tuch legen?
      Oder besser kalt pressen mit solchem löschpapier?

      Ist eigentlich ein anderes thema, ich weiß...
      Gruß martinreg
    • Mit der methode kann man allerdings nicht sehr viele auf einmal bzw nacheinander trocknen...
      Aber ich hatte auch schon an temperatur und zeit gedacht!

      Meine große trockenpresse (ca 50x60) hat einen thermostat, aber ich hatte mir extra zwei kleinere besorgt
      Und die (24x30) lassen sich beide nicht regeln.
      Laut anleitung der einen dauert es ca 30 min bis sie eine temperatur von ca 100-110 grad erreicht hat. Heißer wird sie wohl nicht mehr, aber das ist vermutlich schon sehr viel, eventuell zu heiß.

      Deshalb meine nächste Frage: Kann man trockenpressen "dimmen"?
      Also die temperatur senken, indem man einen dimmer in das netzkabel montiert?
    • Ich schließe hier mal eine weitere Frage zur RCP an, zur Verwendung von aktuellem schwarzweiß PE-Papier

      Es gibt ja eine Anleitung zum Umbau des Antriebs, damit sie nicht mehr 140-145 sek entwickelt und bleichfixiert, sondern nur noch 45-50 sek, also RA4 kompatibel. Dazu werden die beiden Zahnradscheiben und der Riemen ausgetauscht, damit die Papier-Transportrollen entsprechend schneller laufen.
      Das passt dann wohl bei der richtigen Temperatur zum RA4 Prozess.
      Meine Frage:
      - Passen die kürzeren Zeiten der modifizierten RCP nicht auch zur Schwarzweiß Papier-Entwicklung von PE-Papier?
      Bei aktuellen Papierentwicklern las ich schon was von unter 1min, Stop und Fixierbad sind eventuell ebenso schnell..oder nicht?
      Denn wenn ich schon kein Baryt in der Maschhine entwickeln kann, dann könnte PE Papier wenigstens schneller durchlaufen...
      Hat jemand Erfahrungen mit schwarzweiß in "beschleunigter" RCP20..?.. mit welchem Material genau..?

      LG, Martin

      Umbau Durst RCP 20 von EP2 auf RA 4
      vogelstimmen-wehr.de/rcp.htm
    • Hallo Martin,

      die Maschine kann beschleunigt werden. Passende Zahnriemenscheiben gibt es bei Conrad. Leider komme ich nicht mehr an meine alte Beschreibung mit Bildern (Forumsupdate?). Nach dem Umbau hatte ich etwa 80 Sekunden Durchlaufzeit im Entwickler, bei SW ging es bestens Farbe habe ich (glaube ich) nicht probiert. Zur Zeit ist die Maschine außer Betrieb und tropen- und sturmfest verpackt auf dem Dachboden eingelagert. Falls die Umrechnung des Übersetzungsverhältnisses beim Zahnriementrieb zu problematisch sein sollte melde Dich einfach per PM. Dann mache ich eine neue Umbauanleitung, dauert allerdings etwas. Ansonsten: Bodenplatte abschrauben, der Rest ist selbsterklärend.

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Hallo Gerhard,
      mit 80 sek hast du vermutlich andere Riemenscheiben benutzt, als in der verlinkten Anleitung von der "Vogelstimmen" Webseite angegeben werden.
      Die beiden Scheiben/Zahnräder mit den Durchmessern 24mm und 54mm sowie den Zahnriemen mit 65 Zähnen und 33cm Länge hab ich schon bestellt. Die Artikelnummern sind bei Conrad verwendbar (vom Autor 2004 aktualisiert, der Artikel selbst ist von 1990).
      Der schwierigste Punkt scheint laut "Vogelstimmen" das Abziehen / Abdrehen (?) der alten und Montieren der neuen Riemenscheiben zu sein... Wie war das bei dir? Kannst du dich erinnern? Und hast du jemals wieder die ursprüngliche Version "zurück gebaut"?
      Und waren die 80sek Durchlaufzeit pro Rack von dir geplant? Das ist mmerhin fast das das doppelte der anvisierten 45-50sek
    • Zu meiner letzten Frage fällt mir jetzt ein, dass das größere Zahnrad (54mm) den daneben liegenden Lüfter stört, welcher aus diesem Grunde beschnitten werden muss (siehe Foto bei Vogelstimmen).
      Hat deine Übersetzung eventuell den Vorteil, dass das größere Zahnrad (rechts im Foto) weniger groß ist, sodass das Lüfterrad nicht beschnitten weerden muss?
    • Hallo Martin,

      morgen sehe ich nach und gebe Dir eine genaue Beschreibung. Ich erinnere mich nicht daran, das Lüfterrad geändert zu haben, bin aber nicht sicher. Der Umbau liegt bereits einige Jahre zurück. "Vogelstimmen" war für mich mehr ein Denkanstoß, kein 1:1-Nachbau. Einen Rückbau hatte ich nicht geplant, Ausbauteile habe ich damals vermutlich verschrottet. Die Wellen für die Riemenscheiben brauchte ich nicht bearbeiten, genaueres folgt.

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.