Durst RCP-20 und Baryt?

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    • Hallo Martin,

      ich habe die Maschine hergekramt und nachgesehen. Gewechselt habe ich nur die Zahnriemenscheibe am Getriebeausgang der Antriebseinheit. Um Änderungen am Lüfterrad zu vermeiden habe ich eine Riemenscheibe mit 25 Zähnen eingebaut. Der Zahnriemen brauchte nicht gegen einen längeren ausgetauscht werden, da sich der verringerte Achsabstand zur Königswelle durch Verschieben der Antriebseinheit in den Langlöchern erreichen ließ. Die Ausgangswelle der Antriebseiheit hat 9mm Durchmesser, deshalb war es notwendig die Riemenscheibenbohrung entsprechend aufzubohren.

      Meine Notizen zum Umbau finde ich nicht mehr, deshalb sollte heute noch ein Probelauf erfolgen um die genaue Durchlaufzeit zu ermitteln. Leider ist eine der Walzen hinüber (klebrig). Muss wohl erneuert werden. Aber der Zettel mit dem Hinweis "Neutol WA/30°C" lag noch im Einzugsfach.

      Bilder von dem Umbau habe ich auch, muss noch mit dem Verkleinerer üben.

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Hallo Gerd,

      danke fürs Kramen, ich war jetzt auch im Fotokeller und hab reingeschaut.
      Überraschung:
      da hat offenbar schon vor mir jemand am Antrieb gebastelt, das Blech neben der Motorwelle ist gehebelt worden.
      Jetzt weiß ich auch warum diie Maschine rhythmisch knackt, offenbar hat der Antrieb etwas Spiel bekommen bzw die Welle.
      Da ich nicht weiß was genau gemacht worden ist, hier drei Fotos

      Die große Scheibe hat einen Außendurchmesser von 53mm, das entspricht genau dem Umbau von "Vogelstimmen", wenn tatsächlich dieser und nicht der weiter innen liegende Durchmesser gemeint ist, wo der Riemen aufliegt (der beträgt geschätzt nur 40mm)
      Ebenso die kleine Scheibe: außen ca 23mm, innen ca 15mm

      rcp20-antrieb_01.jpgrcp20-antrieb_02-rad1_54-40mm.jpgrcp20-antrieb_04-radB_ca23-15mm.jpg

      Es kann also sein dass ich bereits eine beschleunigte Version habe.

      Aber wie misst man die durchlaufgeschwindgkeit eines Bads?

      - von rechter Anfangskante REIN bis rechte Anfangskante RAUS: ca 50 sek (= Vogelstimmen Umbau RA4)
      . von rechter Anfangskante REIN bis linke Endkante RAUS: bedeutet für 15cm Blattbreite ca. 80 sek.

      Da die Zeitberechnung im zweiten Fall von der Papierlänge abhängt, denke ich mal, die erste Berechnung ist die "korrekte"

      Jedenfalls werde ich die Maschine erstmal "wie sie ist" ausprobieren... glücklicherweise sind die Rollen okay, sogar die Schaumstoffrolle. Ich hatte einige erneuert, bevor das Labor vor ca 20 Jahren in die Digital-Pause ging.

      Martin
    • Hallo Martin,

      die Bilder von Deiner Maschine zeigen den Zustand nach einem Umbau. Ganz sicher. Das Lüfterrad ist wegen der größeren Zahnriemenscheibe (vermutlich z=60) abgedreht. Das kleine Zahnriemenrad auf der Königswelle scheint noch das ursprüglich verbaute zu sein. Das Knacken kann ich nicht sicher erklären, sollte es im Gleichtakt zur großen Riemenscheibe auftreten, könnte Kippspiel in der Wellenverbindung ursächlich sein. Aber vom Motorlager über das Zahnradgetriebe bis zu den Racks sind auch genügend Geräuschquellen denkbar. Oder tritt das Knacken nur im Trockenlauf auf? Das mag die Entwickler-Umwälzpumpe nun gar nicht so gern.

      Die Durchlaufzeit habe ich seinerzeit wie folgt bestimmt: Maschinenabdeckung abnehmen - Papier bis zur ersten Walze zuführen (=Entwicklungzeitstart) - Papieranfang erreicht Stoppbad (=Entwicklungzeitende). Das entspricht ungefähr Deiner 50s-Messung. Bei mir dauert es wegen der Riemenscheibe mit 25 Zähnen länger.

      Zur Schaumstoffrolle: Hast Du noch Ersatzteile bekommen oder improvisiert (womit)?

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Dann hat also der Vorbesitzer meinen Plan längst umgesetzt... und ich hab mir nie Gedanken gemacht über die für S/W relativ kurzen Zeiten..

      Das Knacken kann man sehen, bei jeder Umdrehung bewegt sich die Motorwelle leicht "aus der Fassung" und springt dann laut knackend zurück. Der Umbauer hat wohl die Motorbefestigung etwas gelockert oder das Rad "eiert" auf der Welle.
      Ich weiß nicht ob ich die Zahnräder eleganter ab und anmontiert hätte, also bin ich zufrieden dass sie läuft.

      Wegen trocken laufen lassen, das hab ich jetzt beim untersuchen bestimmt ein paar Minuten lang gemacht - was passiert da Schlimmes mit der Pumpe? Ich dachte es reicht das die Heizung aus bleibt...

      Und ja - ich hab noch Ersatzrollen bekommen, aber das war vor meiner "digitalen Laborpause", also vor rund 25 Jahren...
    • Die Bewegung der Motorwelle lässt darauf schließen, dass die Demontage der alten Zahnriemenscheibe vermutlich mit etwas zu viel Gewalt erfolgt ist (Madenschraube übersehen und nicht gelöst). Was genau im Getriebe hakelt kann ich an meiner Maschine nicht nachvollziehen, da ich eine Version mit geschlosenem Gehäuse habe. Eine Komplettzerlegung aus purer Neugierde möchte ich nicht machen.

      Die Lagerung in der Umwälzpumpe wird mit dem Entwickler im Dauerbetrieb geschmiert und gekühlt. Klingt komisch, ist aber so (frei nach der Sendung mit der Maus).

      Na ja, zu den Rollen fällt mir auch noch was ein. Wenn nicht jetzt, dann eben später.
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Gerhard Krüger schrieb:

      Hallo Martin,

      ich habe die Maschine hergekramt und nachgesehen. Gewechselt habe ich nur die Zahnriemenscheibe am Getriebeausgang der Antriebseinheit. Um Änderungen am Lüfterrad zu vermeiden habe ich eine Riemenscheibe mit 25 Zähnen eingebaut. Der Zahnriemen brauchte nicht gegen einen längeren ausgetauscht werden, da sich der verringerte Achsabstand zur Königswelle durch Verschieben der Antriebseinheit in den Langlöchern erreichen ließ. Die Ausgangswelle der Antriebseiheit hat 9mm Durchmesser, deshalb war es notwendig die Riemenscheibenbohrung entsprechend aufzubohren.

      Meine Notizen zum Umbau finde ich nicht mehr, deshalb sollte heute noch ein Probelauf erfolgen um die genaue Durchlaufzeit zu ermitteln. Leider ist eine der Walzen hinüber (klebrig). Muss wohl erneuert werden. Aber der Zettel mit dem Hinweis "Neutol WA/30°C" lag noch im Einzugsfach.

      Bilder von dem Umbau habe ich auch, muss noch mit dem Verkleinerer üben.

      Gruß
      Gerhard

      Ist ein alter Thread, aber das Zitat erklärt meine Frage:
      - mit welchem Entwickler bei welcher Temperatur enwickelt man S/W PE-Papier in einer für RA-4 modifizierten RCP20?
      Denn die Durchlaufzeit im Entwicklerbad beträgt statt original über 120sek nur noch 45sek, ebenso im Fixieerbad

      @Gerhard Krüger, dein Zettel verweist auf Neutol WA bei 30grad (von Agfa? WA = weich arbeitend?) .

      Welche Entwickler haltet ihr außerdem für geeignet?

      - Er sollte sehr schnell entwickeln, dafür entsprechend wenig verdünnt (?) und/oder aufgeheizt werden können.
      - Außerdem möglichst haltbar auch als Gebrauchslösung, damit er eventuell auch mal 2 oder 3 Tage in der Maschine durchhält

      Oder macht der RA-4 Umbau die RCP für Schwarzweiß tendenziell ungeeignet?
    • Hallo Martin,

      - Neutol WA ergibt einen WArmen Bildton, den ich persönlich vorziehe. Bei zeitlich überzogener Fixierung wird der Bildeffekt allerdings wieder abgeschwächt.
      - Alle Bäder habe ich nach Herstellerempfehlung für Schalenentwicklung angesetzt und in einer Sitzung mit 30°C Badtemperatur "verbraucht".
      - Farbe habe ich dann nicht mehr weiter verfolgt und die Maschine inzwischen für unbestimmte Zeit eingemottet.

      Andere Entwickler habe ich nicht ausprobiert. Papier war Agfa Brovia und Tetenal Work - also ist schon lange her.

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Hallo Martin,

      Neutol ist absolut nicht zwingend. Nimm doch erst einmal, was Du vielleicht schon im Hause hast und sieh Dir die Ergebnisse an. Genauso habe ich es eben mit Neutol WA gemacht, das ich zuvor in der Schale genutzt hatte. Optimierungen gemäß hoffentlich nicht zu wiederschrüchlicher Empfehlungen hier im Forum sind dann immer noch drin.

      Gruß
      Gerhard
      Spontaneität will wohlüberlegt sein.
    • Mir ist klar, dass die sichtbaren Unterschiede in der Papierentwicklung gering sind, aber wenn die Durchlaufzeit nicht veränderbar ist, bleibt nur der Entwicklertyp und die Temperatur um einigermaßen ausentwickelte Abzüge zu bekommen.

      Und nach weiterer Recherche scheint Warmton Entwickler generell langsamer zu arbeiten .. wieder was gelernt.

      Ich werds mit Adotol ("N113-Rezeptur") oder Dektol probieren, die kosten auch nicht viel und sind als Pulver jahrelang haltbar.


      Markus Czekalla schrieb:

      Hi
      N113 bei 30 Grad und 45 sec sollte mit PE Papier gehen (wie in meiner RCP40 und Metoform).
      Da ich davon ausgehe, dass auch das Fixierbad nur 45sek dauert:
      - womit fixierst du in der RCP?
    • Ilford 2000 RT würde passen, Enwickler und Fixierer, aber die Gebinde sind mir zu groß

      Nachdem ich meinen Bestand durchgesehen habe, fiel mir Neutol eco in die Hände.
      Und der passt offenbar besser zur Durchlaufmaschine als ich dachte, weil er scneller ist als Neutol ohne "eco", nicht langsamer....


      PS: noch ein Tipp zur Erneuerung einer zerbröselten Schaumstoffrolle in der RCP:
      Eine Schaumstoffröhre für Fahrradlenker!

      Die hat den Vorteil gegenüber einer Lackier Rolle, dass sie nicht mühsam abgeknibbelt werden muss