Rodagon vs. APO Rodagon-N

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    • Rodagon vs. APO Rodagon-N

      Dass das APO für Farbvergrößerungen die bessere Wahl ist, leuchtet mir sofort ein. Aber macht es bei SW auch einen Unterschied oder ist:


      Rodenstock schrieb:

      The advantages are clearly visible in both color and black andwhite enlargements. The Apo-Rodagon-N is therefore the amateur’sand professional’s first choice whenever the very highestreproduction quality is required.

      ...nur Marketing Bla?

      Hat jemand Erfahrung?

      Danke!
    • Ich denke, man wird Mühe haben, überhaupt einen Unterschied zu sehen. "Clearly visible" halte ich für schwer übertrieben, selbst bei Farbe.

      Ich habe die normalen Rodagone in 50 und 80 mm. Wenn man dies zwei Stufen abblendet, dann ist alles bis in die Ecken scharf, auch bei Großabzügen. Am einfachsten lässt sich das am Korn sehen, was man mit einer Lupe ansieht. Vielleicht kann man der Meinung sein, dass das Korn ganz in den Ecken ein klein wenig matschiger abgebildet ist als im Zentrum. Und vielleicht kann dies die Apo-Optik besser. Und möglicherweise braucht man dort nur eine Stufe abzublenden.

      Aber wir reden hier immer noch vom Korn und nicht von den wirklichen Bild-Details.

      Letztlich: Was nutzt ein APo-Vergrößerungsobjektiv, wenn man kein Apo-Aufnahmeobjektiv hat??
    • Es geht ja dabei um die unterschiedliche Brechung in Abhängigkeit von der Wellenlänge.
      Am Korn wird man man es nicht bemerken, nur dann, wenn die drei Farben an Kanten gleichzeitig auftreten und der Kontras genügend stark ist.
      In SW wird nur die Randschärfe etwas geringer sein. Korn bleibt Korn, nur eventuell leicht verschoben in verschiedenen Farben.

      APO ist auf drei Wellenlängen optimiert, das andere nur auf zwei.
      Wenn die dritte Wellenlänge im Bild nicht auftaucht, wird man keinen Unterschied sehen.
      In Schwarz-Weiß sieht man keinen Unterschied, wenn das Photopapier im Wesentlichen nur für kurze Wellenlängen empfindlich ist. Dann tritt die rote ja gar nicht erst auf.
    • Vielen Dank fürs Feedback! Also wie's aussieht, ist eine Investition für reine SW Vergrößerungen sinnbefreit. Gut, Geld gesparrt :)

      Bernd_Hutschenreuther schrieb:

      In Schwarz-Weiß sieht man keinen Unterschied, wenn das Photopapier im Wesentlichen nur für kurze Wellenlängen empfindlich ist. Dann tritt die rote ja gar nicht erst auf.

      Danke für die Erklärung! Ja mein Papier reagiert nicht auf Rot; gut so :)
    • Man hat früher auch Farbfilter genommen, um Unschärfen durch chromatische Aberration zu verhindern.

      Kritisch könnte zum Beispiel sein, wenn zu viel UV durchkommt und das Fotopapier zu UV-Empfindlich ist.
      Sollte das auftreten, könnte ein UV-Sperrfilter helfen. Bei Glühlampen dürfte das aber kaum auftreten.

      Wenn man von Farbfilm SW-Aufnahmen macht, wird gegebenenfalls alles sehr komplex.

      Probiert habe ich das nicht, aber mir nochmal den Optikunterricht vom Studium und spätere Erkenntnisse ins Gedächtnis gerufen.

      Ich selbst verwende ja oft die chromatische Aberration als Gestaltungsmittel.
    • Hallo,

      ich habe beide 50er, bin aber zu faul Vergleichstest durchzuführen. Derzeit kämpfe ich mit offentsichtlicher ötrlicher Unschärfe. Erst wenn ich diesen Kampf gewonnen habe, bin ich willens zu testen.

      Theoretisch gebe ich aber folgendes zu bedenken. Hersteller neigten schon immer dazu, bessere Objektive Apo zu nennen, egal ob diese für alle drei Farben korrigiert sind. Und Objektive haben viele Eigenschaften, nicht nur das Vorhandensein einer chromatischen Aberration. Und viele von denen sind auch in der Dunkelkammer wichtig.
      Mir fallen da Focus Shift, Verzeichnung, Konstanz der Blendenlamellen, usw. ein.

      Ob ein Apo Rodagen-N nun sein muss, ist sicherlich nicht ganz so einfach zu entscheiden und natürlich auch eine Frage der persönlichen Präferenzen. Es aber durch eine theoretische Betrachtung abzutun, vielleicht etwas voreilig.

      Rainer
    • Der Vorteil der APOs bei SW ist, dass man mit offener Blende arbeiten kann und scharfe Bilder bekommt. Mein APO Rodagon-N 80mm kann mit offener Blende Negative von 6x7 cm scharf vergrößern. Die einfachen 6-Linser schaffen das nur mit stark geschlossener Blende oder auch gar nicht.

      Da die Schärfe aller Objektive durch die Beugung an der Blende begrenzt wird, ist es wichtig bei Vergleichtests immer die gewählte Blende anzugeben. Ansonsten ist der Vergleich nicht aussagekräftig.

      Viele Grüße

      Runhild