Chemiepreise explodieren ja

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    • Ich weiss nicht, wo ihr diese Preise herholt. Ich habe zuletzt für Tetenal Eukobrom AC Liquid 1000ml Konzentrat 14,19€ bezahlt und es soll heute beim selben Lieferanten 16,90€ kosten. Das ist eine Preiserhöhung um knapp 20%. Das ist zwar auch nicht grade bescheiden, aber doch lange keine Verdoppelung des Preises.
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      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Alle Achtung, Hans, die haben aber in der Tat kräftig zugelangt. Sollten die verbliebenen Versender auf die gleichen Preise einsteigen, ist für mich so allmählich das Ende der Fahnenstange erreicht. Hobby hin oder her, abzocken lasse ich mich dafür nun auch nicht. Passiert das selbe mit den Filmentwicklern, schwenke ich auf meine alten Tage noch auf Kaffee um.
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      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Ganz schlimm sind die Preise beim Farbfilmen in Super 8. Da kostet eine Kassette Kodak Ektachrome 100D knapp 55.-€ - ohne Entwicklung. Bei einer deutschen Firma kommt diese Super 8-Kassette incl. Entwicklung und Versand auf 82.-€ -und das für etwas mehr als 3 Minuten Spieldauer.
      Ich bin da jetzt zwar etwas am Hauptthema vorbei, aber es geht auch hier darum, ob man sich so etwas leisten kann. Ich ganz bestimmt nicht, dazu ist meine Rente zu klein. Deshalb bleibe ich beim Schwarzweissfilm, den ich direkt aus Tschechien beziehe und selber entwickle.
      Als Erst- und Zweitentwickler verwende ich Tetenal Dokumol, der preislich mit knapp 20.-€ ziemlich gleich geblieben ist, aber es geht auch mit dem in Pulverform erhältlichen Fomatol P von FOMA . Eine Packung ist für 2.5 lt. fertige Lösung und kostet 2.80€.
    • Endlich mal User die auch merken ,das Hobby nicht alles ist. Die Preise sind in meinen Augen unverhältnissmäßig hoch gestiegen ,das ich mein Hobby einstellen werde. Wie hier schon jemand geschrieben hat nicht jeder hat so viel Geld für das Hobby übrig.

      Nur mal ein paar Links
      nordfoto.de/analoge-fotografie…1-kit-rapid-2-bad-1-liter
      macodirect.de/chemie/farbchemi…c-c-41-kit-fuer-2-5l?c=28

      photo-lang.de/analog_fotografi…r_1_liter_i222_3274_0.htm


      usw.
    • Hans Wöhl schrieb:

      @Peter: Ich finde solche Vergleiche unpassend, wenn man nicht weiß, in welchen Verhältnissen der Fragesteller lebt. Es gibt genügend, die schon Wasser trinken, obwohl sie gerne Wein hätten, oder gar ganz auf einen Restaurantbesuch mit Freunden verzichten müssen, weil sie mit einer kleinen Rente/Einkommen haushalten müssen. Und von einem Auto nur träumen können und froh sind, dass sie immerhin einen Zuschuss zum ÖPNV-Ticket bekommen. Da schmerzt dann schon, wenn die Preise sowohl für Filme wie auch für die Chemie deutlich steigen.

      Ich gebe dir recht! Und mir ist durchaus bewusst, dass es viele Menschen gibt, die mit sehr wenig auskommen müssen. Und wo kein Geld ist, ist jeder Cent zuviel, den man mehr ausgeben muss.

      Ich bezog mich auch nicht auf auf Rene persönlich! Sollte das so rübergekommen sein, möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen, war nicht meine Absicht!

      Was ich vielmehr zum Ausdruck bringen wollte, ist die Tatsache (zumindest bei denen von uns, die es sich leisten können), häufig über recht geringe Beträge gejammert wird und im nächsten Moment größere Beträge gedankenlos ausgegeben werden. Der Kaffee ist inzwischen zu teuer, da wird am Trinkgeld gespart, aber unter einem Q5 geht nix.

      Es stimmt, ich weiß nicht um die finanzielle Lage der Forumsmitglieder, aber wenn man in in "Zeig doch mal" reinschaut, dann ist die Anzahl hochwertiger Systeme doch in der Überzahl.
    • Peter Pissulla schrieb:

      Es stimmt, ich weiß nicht um die finanzielle Lage der Forumsmitglieder, aber wenn man in in "Zeig doch mal" reinschaut, dann ist die Anzahl hochwertiger Systeme doch in der Überzahl.

      Der Grund dafür ist recht einfach:

      Man hatte das ganze Zeugs schon, als man noch reich war, oder man hat es sich zusammengekauft, als analoges Gerät plötzlich spottbillig wurde, wegen des analogen Ausverkaufs zugunsten der Digitaltechnik. Dieser Ausverkaufstsunami ist mittlerweile arg versiegt und die Preise für die Kameras sind schon wieder, z.T. exorbitant, gestiegen.

      Will damit sagen, dass man von hochwertigem Fotogeraffel nicht unbedingt auf Hochverdiener schließen kann.
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      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Ernst Kluger schrieb:

      Hobby hin oder her, abzocken lasse ich mich dafür nun auch nicht.
      "Abzocken" meint ja, dass da irgendwer am anderen Ende der Verwertungskette Geld einstreicht, ohne eine adäquate Gegenleistung zu kassieren. Bei Tetenal würde ich mal unterstellen, dass die Preiserhöhungen den Erfahrungen der letzten Insolvenz geschuldet sind. Ich glaube kaum, dass die Kohle bei irgendwelchen Hedgefonds landet, um möglichst viel Rendite zu machen.

      Bei fast allen Projekten im kleineren Maßstab sieht man doch seit Jahren, dass die ehemaligen Preise unter den Bedingungen einer Massenproduktion im kleineren Maßstab nicht zu halten sind. Zumindest nicht wenn seriös gewirtschaftet wird.
    • Das ist immer ein ständiges Abwägen zwischen Kosten, Gewinnmarge und Kundenerwartungen. Das ist bei uns auch so, ich kenne das. Viele kleine Dinge bietet man eher unter Preis an, damit man gegenüber dem Wettbewerb nicht zu teuer ist und in der Hoffnung, es gleicht sich dann aus, wenn die Kunden die großen Aufträge erteilen. Gerade gestern hatte ich mit meinem Schwager noch ein Gespräch darüber und wie weit man den Kunden entgegenkommen sollte bzw. wann Preiserhöhungen angebracht sind.

      Wenn die Chemie im Einkauf ständig teurer wird, die Mitarbeiter ordentlich bezahlt werden wollen und man nach Steuern noch irgendeinen Gewinn übrigbehalten will, muss man schon mit ganz schön spitzem Bleistift rechnen. Mein Schwager hatte neulich einen Kunden, der sich beschwerte, dass die Preise im Vergleich zu 2008 doch "ziemlich überteuert" wären :)

      So ist das bei mir, dass wir unsere Preise eigentlich um 30 % erhöhen müssten. Wir haben durch die Wirtschaftskrise eine Art Erhöhungsstau, und das wird es bei Tetenal auch gewesen sein. Im Gegensatz zu denen haben wir das bis jetzt durch Zurückfahren der Fixkosten einigermaßen im Griff behalten, wir sind halt nur ein kleiner Familienbetrieb. Wenn ich die Preise jetzt aber um 20 - 30 % anheben würde, würden keine Kunden mehr bleiben, also versuche ich, das anders zu schaffen. Noch geht es, aber wie auch bei meinem Schwager werde ich bald nicht mehr um eine Angleichung herumkommen.

      Wir haben also unsere Preise gehalten über die letzten 10, 12 Jahre hinweg (weiß ich nicht genau) und haben trotzdem immer Stöhner von den Kunden gehört. Dieses Jahr war das erste, wo ich wieder ohne rot zu werden die Preise nennen konnte. Es kam maximal ein "ja, ist ja nicht ganz billig...", aber es ist keiner mehr zusammengezuckt. Wir sind also auf dem Weg dahin, dass die Kunden das als "immer noch bezahlbar" einordnen, die Frage ist also, wann fängt man an, die Preise wieder ganz vorsichtig anzuheben (so jedes Jahr ein bisschen).

      Ich bin sicher, dieselbe Frage hat sich Tetenal gestellt. Die werden gedacht haben, mal sehen, wer das noch kauft, wenn es zu realen Preisen verkauft wird. Einstellen können wir die Produktlinie immer noch, wenn die Käufer wegbleiben. Oder notfalls wieder etwas runtergehen im Preis...

      Grüße
      Rolf
    • Rolf, das glaube ich dir auch alles.

      Ich weiß, dass es grauslig klingt, aber dem privaten Endverbraucher sind die Gründe für eine Preiserhöhung völlig gleichgültig. Für eine drastische sowieso. Da kann es Erläuterungen, Begründungen ohne Ende geben, für den Endverbraucher zählt letztlich der Preis und die Qualität, die er dafür bekommt. Und man darf, gerade dem privaten Endverbraucher, die Gleichgültigkeit und auch die Skepsis nicht übelnehmen.

      Er ist durch "Investoren", Begriffe wie "Gewinnmaximierung" (diese bei meist gleichzeitiger Qualitätsminderung), durch die verlogene Politik der "Arbeitsplatzsicherung" als Argument für das Ende von Lohnerhöhungen, Streichungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeldern, bei gleichzeitiger Steigerung der Vermögen von Vorständen und anderen Firmenleitungen, in den letzten 1,5 Jahrzehnten einfach nur verarscht worden.
      Da unterscheidet der Mann auf der Straße, und dazu gehören die meisten von uns ja auch, nicht, um welche Branche es sich handelt. Er sieht nur die Preisentwicklung der Waren, die er braucht oder konsumiert. Und, Hand aufs Herz, bei diesem oder jenem Artikel geht es doch jedem von uns so im Alltag.
      ernst-kluger.de

      Ich habe den Herrn um nichts gebeten und in seiner unendlichen Güte hat er mir auch nichts gegeben.
    • Jedes Steckenpferd kostet, da sind die Ausgaben für Fotomaterial im Vergleich noch unten angesiedelt. Das wird man feststellen dürfen ohne gleich zum Sozialignoranten gestraft zu werden. Soziale Verpflichtungen der Anbieter gibt es nicht, außer, es passt in ein schmuckes CSR-Programm.

      Ich kann mir auch vieles nicht mehr leisten wie einst und nehme es hin oder stelle mein Budget um. Oder suche mir neue Betätigungen - ein Hunderterpack bedrahtete Widerstände zum Beispiel kostet ein paar Euro. Ein Transistor 60 Cent.
      Gruß, Andreas
    • Marian Schreiber schrieb:

      Also bei rund 3€/Farbchemie/Film gebe ich meine Filme auch eher zu DM und Rossmann
      Lasst doch mal die Kirche im Dorf. Selbst im ungünstigsten Fall (das 1 Liter Kit von Tetenal) komme ich auf maximal (!) 2 Euro pro Film.

      Beim Digibase 5-Liter-Kit liegen die Kosten pro Film bei 70 ct/Film. Von den großen Kodak Flexicolor Kits fange ich jetzt erst mal gar nicht an.

      Klar, jetzt geht wieder das Gejammere los, dass man ja nicht genug fotografiert, damit sich ein 5-Liter-Kit lohnt.

      Dann muss man sich aber die Frage gefallen lassen: Wenn man ein Wenigknipser ist mit 10 bis 20 Filmen pro Jahr un eh nur ein Kit pro Jahr braucht und kauft, was kümmert es einen dann, ob das 20 oder 30 Euro kostet? Geben wir jetzt wegen einer Mehrausgabe von 10 Euro im Jahr das ganze Hobby auf? ?(