Welcher Diafilm für die Mikrofotografie

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    • Welcher Diafilm für die Mikrofotografie

      Hallo!

      Mittelfristig möchte ich auf meine Mikroskope nach einer mindestens zwanzigjährigen Digitalphase mal wieder Analogkameras montieren und ausprobieren, ob es noch klappt.
      'Früher' habe ich hierfür Diafilme mit mittlerer bis höherer Empfindlichkeit verwendet. Häufig waren Kodakfilme in den Kameras.
      Ich habe lange nicht mehr analog fotografiert und deshalb keine aktuellen Kenntnisse zum Diafilmmarkt.
      Kann mir jemand einen Tip geben, welcher Diafilm für die Mikrofotografie am besten geeignet wäre?

      Vielen Dank!

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      vorausschicken möchte ich, daß auch ich momentan keinen Überblick darüber habe, welche Diafilme überhaupt noch auf dem Markt sind. Ich fasse hier einige Fakten zusammen, die ich aus:
      Johann F. Bornhardt; Eine praktische Anleitung zu Mikrofotos mit Pfiff; Lindemanns Verlag, Stuttgart, 1998; ISBN 3-89506-177-8
      entnommen habe:
      Grundsätzlich wurden für die Mikrofotografie Kunstlicht-Diafilme bevorzugt. Das weitere Vorgehen richtete sich u.a. nach der am Mikroskopv vorhandenen Beleuchtung. Bei Halogenbeleuchtung konnte i.d.R. bei Nennspannung ohne zusätzliche Grundfilterung gearbeitet werden, bei Niedervolt-Glühlampen (z.B. 6 V/15 W; 12 V/30 W; 12 V/60 W) war eine blaue Korrekturfilterung CB 3 oder CB 6 erforderlich (bei Nennspannung). Zusätzlich wurde gelegentlich eine erhöhte Lampenspannung z.B. 7 V statt 6 V. empfohlen. Dadurch reduziert sich allerdings die Lebensdauer der ohnehin nur noch sehr schwer erhältlichen, teuren Leuchtmittel drastisch!
      Die Farbtemperatur der Beleuchtung ist generell sehr stark von der Spannung abhängig, die in der Mikroskopie früher übliche Regulierung der Bildhelligkeit am Regeltrafo führte zu einer nicht reproduzierbaren Farbwiedergabe.
      Bei Tageslicht Diafilmen war ein zusätzliches Konversionsfilter CB 12 oder KB 12 erforderlich, allerdings mit einem Verlängerungsfaktor von 3 x.
      Für die Mikroblitz-Fotografie verwendete man grundsätzlich Tageslicht Diafilme.
      An heutigen Mikroskopen ist die regelbare LED-Beleuchtung mit tageslichtähnlicher Farbtemperatur üblich, viele ältere Mikroskope (u.a. das sehr weit verbreitete Zeiss Standard) lassen sich umrüsten. Die Änderung der Helligkeit führt kaum zu einer Änderung der Farbtemperatur.

      Noch eine hier im Analog Forum ketzerische Anmerkung: Wenn man ein gutes Smartphone mit einer für ca. 15 € erhältlichen Halterung über dem Okular befestigt, bekommt man schon hervorragende Mikrofotos:
      mikroskopie-forum.de/index.php?topic=36075.0

      Ich hoffe, daß ich Dir einige verwertbare Anregungen geben konnte,

      Viele Grüße, Jochen.
    • Hallo Jochen !

      Vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde Deinen Hinweisen sorgfältig nachgehen.
      Die Umrüstung meiner Mikroskope auf LED-Beleuchtung steht wahrscheinlich ohnehin an und der Blitzbetrieb vermutlich auch. Mal sehn, was ich da hinbekomme.

      Als ich die Mikrofotografie beruflich betrieben habe, war es immer schwierig gewesen, DEN optimalen Film zu finden. Letztlich blieben als praktikabelste Lösung die Diafilme übrig und bei denen erinnere ich den Spagat zwischen Auflösung, Empfindlichkeit und Kontrastbewältigung. Farbrichtigkeit war bei unseren damaligen Motiven nicht so wichtig, eher die Bildinformationsverbesserung per Farbdifferenzierung.
      Nun habe ich 'ewig' nicht mehr analog fotografiert und reorganisiere seid einiger Zeit alles als schönes Hobby wieder, parallel zur SW-Fotografie auch die Mikroskopie, u.a. mit der analogen Fotografie zur Dokumentation.
      Ich denke, daß ich davon ausgehen muß, daß sich in den letzten zwanzig Jahren im Diafilmmarkt bezüglich Qualitäten und Verfügbarkeiten einiges getan hat, hoffentlich nicht zum Schlechten hin.
      Vielleicht gibt es in diesem Forum jemanden, der den für meine Zwecke 'besten' Diafilm nennen kann. In den Mikroskopieforen gibt es zwar noch einige wenige Unentwegte, die analog unterwegs sind, aber ich unterstelle mal, daß diese treuen Herzen nicht immer DIE Fotofachleute sind, die ich eher in diesem Forum vermute.
      Nochmals Dankeschön für Deine liebe Unterstützung!
      Gruß
      Wolfgang
    • Naaaaabend Wolfgang,

      Ich kann 2 Filme empfehlen Kodak und Futschi, mehr gibt es nicht mehr, oder noch nicht.
      Ich habe gute Erfahrung mit AGFA CT Precisa gemacht der jaein von Agfaphoto umgelabelter Futschi war.

      Es wäre schön wenn du ein wenig mehr über deine Mikrofotografie und dein Wqupment berichten würdest.
      Seit einiger Zeit beschäftige ich mich auch wieder mit der Mikroskopie und der Mikrofotografie.

      Siehe auch

      Mikrofotos gerne zum Mitmachen

      Mein Equipment Bresser Researcher und 3 Lomos mit Phako Dunkelfeld und Schräge Beleuchtungskondensor.
      Ein Auflicht Stereo ist per Post unterwegs.
      Analog habe ich dafür Praktica VLC mit Lupensucher Oly OM2 Und Rollei 3003 sowie eine OLY PM6 mit EMM7 für beide letzteren habe ich leider keine Bedienungsanleitung.

      Gruß Achim
      Das Leben ist wie eine Klobrille
      Man macht viel durch
    • Hallo Achim !

      Vielen Dank für deine Tipps.

      Wenn ich dich richtig verstehe, dann sollte ich mit einem Futschi-Diafilm starten.
      Ok. Sobald ich alles zusammen habe, teste ich den.
      Ich bin bespannt, ob ich das noch hinbekomme ;) .

      Bezüglich des reinen Mikroskopiethemas vermute ich, daß es die hier versammelten Foristen langweilt.
      Wollen wir per privater Mail weitermachen?

      Gruß
      Wolfgang
    • Hallo !
      Anfixen geht in Ordnung und interessant ist das Thema allemal.
      Nur ganz tiefe Mikroskopielöcher, speziell in biologischer Hinsicht, möchte ich hier nicht bohren, daß gehört m.E. in ein Mikroskopieforum, in denen ja jeder auch mitlesen darf.
      Bezüglich der Schnittmenge Analogfotografie/Mikroskopie berichte ich beizeiten im Forum gerne zu meinen Fortschritten (wenn sie denn eintreten) und Problemen (die werden auf jeden Fall dabei sein) bei Adaption und Anwendung. Vielleicht entdeckt ja ein Mitforent ein neues Anwendungsgebiet jenseits der Makroskopie für seine Kameras....
      Gruß
      Wolfgang