Canon 9000f vs. DSLR - mein Testergebnis

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    • Bernd Dohr schrieb:

      Bei mir ist es so, ich habe nicht die Möglichkeit zu vergrößern. Ich würde das sehr gerne tun, denn Ergebnisse die ich hier sehe sind beeindruckend. Reines analoges Vorgehen wäre meine erste Wahl. Scannen tue ich eigentlich nur um die Bilder dann in Fotobüchern zu verwenden oder für Einzeldrucke am Tintenstrahldrucker.
      Genau das ist der wesentliche Punkt.
      Früher hatte ich eine eigene Dunkelkammer und machte von KB bis 6x7 Vergrößerungen bis 50x60cm. Heute bin ich auf hybrides Arbeiten angewiesen, da ich meine Duka aufgegeben habe.
      Die Qualität von echten Silber-Prints ist dabei aber immer noch der Massstab und deshalb lege ich meine Scan-Ansprüche höher.
      Die ehemalige reine Analog-Arbeit ist leider wie ein lebenslanger Virus, den man dann im digitalen Zeitalter immer noch mit sich herumschleppt und dann muss halt eine ordentliche Qualität für Tinten-strahl-Prints wenigstens bis A4 oder A3 herauskommen.

      Viele Grüsse
      Rainer
    • Stephan Krypczyk schrieb:

      Wobei man natürlich fairerweise sagen muss, dass die Kamera und das Objektiv etwa das 15 fache an Neuwert haben wie der Scanner. Mit einem gut eingestellten Epson V700-850 sieht der Unterschied eventuell ganz anders aus. Wenn aber eine gute Digitalkamera und ein Makro Objektiv vorhanden sind ist das scheinbar eine deutlich bessere Lösung als sich einen günstigen Scanner zuzulegen.
      Es lässt sich aber auch "low-budget" exzellent digitalisieren, siehe mein obiges Foto, entstanden mit "Spezialobjektiv".
      Die DSLR ist mehr als zehn Jahre alt und das Objektiv einem mindestens 17 Jahre alten Filmscanner entnommen. :thumbsup:
      An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.
    • Alle entwickelten Filme, die Silber enthalten, können nicht mit ICE bearbeitet werden, da das Silber infrarotundurchlässig ist.

      In aller Regel sind das Farbfilme, In aller Regel können Farbfilme mit ICE bearbeitet werden, aber eben auch der vorgenannte Ilford, bzw. das Pendant von Kodak (BW 400 CN).
      Diese Filme enthalten nach der Entwicklung eben kein Silber mehr.

      Wenn man bei Farbfilmen aber das Bleichbad weglässt, was z.B. beim Kinofilm eine anerkannt eigene Ästhetik ergibt (Bleach-Bypass-Effekt) und deswegen ein immer wieder genutzes Verfahren ist, dann funktioniert ICE dort eben auch nicht mehr.
      Das nicht mit dem Bleichbad behandelte Silber kann mit dem nachfolgenden Fixierer nämlich nicht mehr entfernt werden und verbleibt im Film.
      Solch eine Sonderentwicklung kann man z.B. bei den Silbersalz 35 Filmen gleich mitbestellen.
      Beste Grüße
      Lutz

      RemJet Lab auf instagram
    • Stephan Krypczyk schrieb:

      [...] einem Bekannten eine Sony Alpha 7r IV mit Makroobjektiv ausgeliehen [...] daher konnte ich nicht die maximal möglichen 240MP nutzen, sondern "nur" 60MP.
      Das Bild mit dem Canon Scanner habe ich auf höchster Auflösung gescannt und dann auf die selben 60MP in Photoshop herunter gerechnet. [...]

      Die beiden Ausschnitte sind 100% Crops aus den Bildern und entsprechen ca 4,5x4,5mm aus dem Negativ. Der Film ist ein Portra 400, der 2 Blenden überbelichtet und normal im Fachlabor entwickelt wurde.


      100% Crop Canon Canoscan 8800f

      100% Crop Sony Alpha 7r IV
      Hallo Stephan,

      dann hast du aber irgendwo einen Prozessfehler drin. Die gezeigten "100% Crops" haben eine Auflösung von 444x444 Pixel. Bei einer Originalgröße von 4,5mm entspricht das einer Gesamtbildgröße von rund 3.600x2.400 Pixeln, was nur ca. 8MP sind. Dafür spricht auch, dass dies einer Scanauflösung von rund 2.500dpi entspricht und die zu sehende Korndarstellung des Portra 400 für diese Scanauflösung typisch ist. Ein 60MP Kleinbildscan erfordert ca. einen 6.700dpi Scan und dabei wird selbst ein Provia 100F in der 100% Ansicht recht grobkörnig, vom Portra 400 ganz zu schweigen.

      Gruß
      Christian
    • Christian Stromberg schrieb:

      Hallo Stephan,
      dann hast du aber irgendwo einen Prozessfehler drin. Die gezeigten "100% Crops" haben eine Auflösung von 444x444 Pixel. Bei einer Originalgröße von 4,5mm entspricht das einer Gesamtbildgröße von rund 3.600x2.400 Pixeln, was nur ca. 8MP sind. Dafür spricht auch, dass dies einer Scanauflösung von rund 2.500dpi entspricht und die zu sehende Korndarstellung des Portra 400 für diese Scanauflösung typisch ist. Ein 60MP Kleinbildscan erfordert ca. einen 6.700dpi Scan und dabei wird selbst ein Provia 100F in der 100% Ansicht recht grobkörnig, vom Portra 400 ganz zu schweigen.

      Gruß
      Christian

      Hallo Christian,

      du hast prinzipiell recht, ich hatte aber dummerweise vergessen in meinem Beitrag zu erwähnen, dass das Negativ aus meiner RB67 stammt und somit insgesamt 56x72mm misst. Damit liege ich bei der nominellen Auflösung bei etwa 39MP, die sich erstens durch die nicht 100%ige Ausnutzung der Sensorfläche in der Höhe und durch das unterschiedliche Bild/Sensorformat erklären lassen.
      Ich habe als illustation das Original unbeschnittene Bild angehängt, auf dem als kleiner roter Overlay der oben gezeigte 100% Crop markiert ist. Das Bild ist nicht wirklich farbkorregiert, sondern einfach in Photoshop invertiert und dann mit der schwarzwert Pipette auf den unbelichteten Filmabschnitt geklickt.
      01.jpg

      Viele Grüße

      Stephan