Canon 9000f vs. DSLR - mein Testergebnis

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    • Canon 9000f vs. DSLR - mein Testergebnis

      Hallo Forenten,

      die Beiträge hier zur Digitalisierung von Negativen mithilfe einer DSLR in der jüngeren Vergangenheit haben mich nun dazu animiert, dies auch einmal zu testen. :)

      Angetreten ist mein Scanner namens Canon 9000f gegen eine Pentax K30 mit 35er Limited Makro bei f8 und Abbildungsmaßstab 1:1, einem Tablet als Lichtquelle, Photoshop zur Verarbeitung, einer kleinen Wasserwaage, einem Stativ sowie zwei entspiegelten Glasscheiben, um die Planlage des Filmes zu gewährleisten.

      Das Negativ habe ich mit der maximalen Auflösung von 6.400 dpi gescannt. Um mit der DSLR auf die gleiche Pixelanzahl zu gelangen, habe ich mehrere Aufnahmen zusammengesetzt. 8)

      Als Vorlage diente eine Kb-Aufnahme auf FP4+, in ID 11 entwickelt und aufgenommen mit dem exzellenten 45er der Xpan. :thumbup:

      Ich bin überrascht, wie einfach sich gute Ergebnisse erzielen lassen.

      Was meint Ihr zu dazu? :)

      DSLR.jpg

      Scanner.jpg


      PS: Die Mühe, den Staub nachträglich noch zu entfernen, habe ich mir mangels Notwendigkeit für diesen Test nicht gemacht.
      An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.
    • Das sagt nicht allzuviel aus ! Es kann die Justierung beim Scanner nicht stimmen, z.B. Planlage, Schärfeebene etc.. Zudem ist der Canoscan 9000 nichtallzu gut einzuschätzen, vor allem nicht bei KB.
      Wenns nur um KB geht ist's wohl richtig: Lieber abfotografieren als minderwertig scannen. Wenn schon scannen, dann lieber KB-Filmscanner (Kostenpunkt 200-400 €). Makro-Objektive kosten meistens auch Geld. Es leben Apfel und auch Birnen.

      Mfg
    • Das schöne ist ja gerade, dass man DSLR und Makro vielleicht schon daheim hat. Ebenso Stativ und Leuchtplatte/Tablet. Vor allem für Farbe ist evtl. noch eine spezielle Software hilfreich. Beim Scanner ist meist schon was mehr oder weniger brauchbares dabei. Die Qualität die man mit der DSLR Lösung erhält muss ein 200-400€ KB Scanner erstmal schaffen und so sonderlich komfortabel mit Filmeinzug usw. sind die dann meist auch nicht.

      Man sieht hier jedenfalls, dass die Preise für die der 9000f aktuell gebraucht gehandelt wird absolut absurd sind. Hat man den Film in der Schärfeebene und macht vielleicht auch MF damit bekommt man sicher bessere Ergebnisse aber die aktuellen Gebrauchtpreise jenseits von 200€ ist er nicht wert (was hat der überhaupt mal neu gekostet?). Meinen habe ich zwar auch nicht verschenkt aber da war auch noch der Betterscanning Film Halter dabei. Glücklicherweise kann man ihn mit Geduld deutlich günstiger bekommen und dann ist es auch ein feines Gerät fürs Geld.

      @Julius Wagner Danke für den Vergleich. Es wäre aber tatsächlich nochmal interessant zu sehen was man aus dem 9000f z.B. durch unterlegen von Post-Its oder ähnlichem noch rausholen kann.
    • Daniel Schäffler schrieb:

      Rainer Hubertus schrieb:

      Das sagt nicht allzuviel aus ! Es kann die Justierung beim Scanner nicht stimmen, z.B. Planlage, Schärfeebene etc..
      Und wie willst du das (Justage) in der Praxis anstellen. Nach jedem mm in der Justage wieder scannen?
      So muss man sich langsam herantasten. Macht kein Spaß aber idealerweise muss man es nur einmal machen. Halbwegs gescheit geht es mit einem vernünftigen Filmhalter der eine entsprechende Einstellungsmöglichkeit hat. Es gibt definitiv schönere Beschäftigungen.
    • Christian Diehlmann schrieb:

      Daniel Schäffler schrieb:

      Rainer Hubertus schrieb:

      Das sagt nicht allzuviel aus ! Es kann die Justierung beim Scanner nicht stimmen, z.B. Planlage, Schärfeebene etc..
      Und wie willst du das (Justage) in der Praxis anstellen. Nach jedem mm in der Justage wieder scannen?
      So muss man sich langsam herantasten. Macht kein Spaß aber idealerweise muss man es nur einmal machen. Halbwegs gescheit geht es mit einem vernünftigen Filmhalter der eine entsprechende Einstellungsmöglichkeit hat. Es gibt definitiv schönere Beschäftigungen.
      Wenn ich die Negativhalter beim Epson 850 anschaue, so kann man die Distanz zum Glas verändern. Dazu hat es ca, 6 "Verstellknöpfe" Wie willst du alle 6 genau gleich verstellen? Und vor allem sind die beim nächsten scannen unter Umständen wieder verstellt.
      --
      Daniel
      :D


    • Also die von meinem V800 rasten in 5 oder 6 Postionen ein, verstellen sich leider grundsätzlich permanent und die Ausgangsstellung passt bei meinem Gerät sehr gut. Der 9000f bietet sowas nicht da müsste man basteln. Beim Betterscanning Halter ist das durch kleine Kunststoffschrauben gelöst was gut hält aber zum Einstellen recht frickelig geht.

      Es ist eine Lösung aber keine gute ein schöner Scanner mit AF und automatischem Einzug ist da schon was feines. Ein Coolscan 5000 mit dem Filmrolleneinzug oder vielleicht auch ein Reflecta PF 135 (da gibt's leider kaum Berichte zu).
    • Michael Jacobi schrieb:

      Von den nominellen 6400 dpi des Canon 9000f sind lt. Scannerinfo lediglich 1700 dpi effektiv nutzbar
      Um 1700 dpi effektiv zu erzielen, muss die Vorlage allerdings mit mindestens 4800 dpi gescannt werden.
      Ich wollte hier den sicheren Weg gehen, um jedes Quäntchen aus dem Canon herauszuholen. :)


      Christian Diehlmann schrieb:

      Das schöne ist ja gerade, dass man DSLR und Makro vielleicht schon daheim hat. Ebenso Stativ und Leuchtplatte/Tablet.
      Genau das hat mich dazu veranlasst, es selbst einmal auszuprobieren! :thumbup:


      Christian Diehlmann schrieb:

      Man sieht hier jedenfalls, dass die Preise für die der 9000f aktuell gebraucht gehandelt wird absolut absurd sind. Hat man den Film in der Schärfeebene und macht vielleicht auch MF damit bekommt man sicher bessere Ergebnisse aber die aktuellen Gebrauchtpreise jenseits von 200€ ist er nicht wert (was hat der überhaupt mal neu gekostet?)
      Ich war eben ganz verdutzt; dass die Preise für den Canon so angestiegen sind, war mir entgangen - vollkommen absurd! *green*
      Die Rechnung besitze ich zwar nicht mehr, ich meine mich aber entsinnen zu können, im Jahr 2011 etwa 200 € bezahlt zu haben. Mehr wollte ich damals als Schüler nicht investieren, um meine Negative digitalisieren und gleichzeitg die Option auf Mittelformat offenhalten zu können.


      Christian Diehlmann schrieb:

      @Julius Wagner Danke für den Vergleich. Es wäre aber tatsächlich nochmal interessant zu sehen was man aus dem 9000f z.B. durch unterlegen von Post-Its oder ähnlichem noch rausholen kann.
      Ich habe ziemlich viel ausprobiert, um den Canon zu "tunen", vom Scan direkt auf dem Auflageglas bis hin zu Einsetzen aus entspiegeltem Glas, besser ist das Resultat nie geworden.
      Nach meiner Einschätzung habe ich ein gut abgestimmtes Exemplar erhalten, die Bildqualität mutet oft besser an, als so mancher Beispielscan aus dem Internet. Trotzdem ist die Leistung nicht wirklich überzeugend. :D


      Das Abfotografieren von Negativen werde ich defintiv weiterverfolgen.
      Was sich allerdings schon jetzt als schwierig erweist, ist das Zusammensetzen von Negativen, die große homogene Flächen, wie etwa einen blauen Himmel ohne Wolken, aufweisen. Die Software kommt hier schnell an ihre Grenzen.
      Hat jemand eine Idee, wie man das umgehen könnte? :huh:

      Des Weiteren empfand ich es trotz guten Kugelkopfes und kleiner Kreuzwasserwaage als schwierig, die Kamera parallel zur Filmebene auszurichten. Habt ihr einen Tipp für mich, wie das vernünftig bzw. einfacher geht? :)
      An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.
    • Julius Wagner schrieb:



      Ich habe ziemlich viel ausprobiert, um den Canon zu "tunen", vom Scan direkt auf dem Auflageglas bis hin zu Einsetzen aus entspiegeltem Glas, besser ist das Resultat nie geworden.


      • Dies war auch meine Erfahrung. Das tunen hat nie wirklich etwas viel besseres gebracht. Bei meinem V850 war die Einstellung der Halter auf der untersten Stellung die idealste.

      Des Weiteren empfand ich es trotz guten Kugelkopfes und kleiner Kreuzwasserwaage als schwierig, die Kamera parallel zur Filmebene auszurichten. Habt ihr einen Tipp für mich, wie das vernünftig bzw. einfacher geht? :)
      Ich nehme dieses Teil. Da brauch ich nichts zu tun mit der Wasserwaage (Nikon ES-2)

      Bildschirmfoto 2020-04-25 um 10.09.06.jpg
      --
      Daniel
      :D


    • Julius Wagner schrieb:

      Um 1700 dpi effektiv zu erzielen, muss die Vorlage allerdings mit mindestens 4800 dpi gescannt werden.
      Ich wollte hier den sicheren Weg gehen, um jedes Quäntchen aus dem Canon herauszuholen.
      Schon klar, Julius. ich meinte das sozusagen 'andersrum': Wenn du mit Stitching arbeitest - wie viele Einzelbilder hattest du eigentlich? - sehe ich die K30 von vorneherein im Vorteil, was die Auflösung angeht.
      Aber ist ja auch egal - das Ergebnis zählt, und das kann sich wirklich sehen lassen (auch wenn der Aufwand nicht ganz ohne sein dürfte, oder?).
      „Ich bin Atheist, Gott sei Dank!“ (Dave Allen)
    • Julius,
      > Des Weiteren empfand ich es trotz guten Kugelkopfes und kleiner Kreuzwasserwaage als schwierig, die Kamera parallel zur Filmebene auszurichten. Habt ihr einen Tipp für mich, wie das vernünftig bzw. einfacher geht?

      Wenn Du Deine Abfotografiervorrichtung vertikal aufgebaut hast, kannst Du auf der Leuchtplatte/Filmebene einen kleinen Spiegel platzieren. Dann schaltest Du den Live-View Deiner DSLR ein und richtest die Kamera (oder die Leuchtplatte) so aus, dass die Blendenöffnung Deines Objektivs genau in der Bildmitte sitzt. Ggf. müssen beim Live-View die Rasterlinien eingeschaltet sein, es entsteht dann eine Art Fadenkreuz.

      Beste Grüße
      Carsten.
      Gott grüß die Kunst!