Entwicklung Wiedereinstieg - Welcher Film, welcher Entwickler

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    • Ich hab auch mit dem Adox FX39-II (und FP4plus Film) wiederangefangen und gelang auf Anhieb.
      Dann hatte ich den Moersch MZB ausprobiert aber gelang mir nicht. Das Datenblatt war für den APX 100 new nicht gepflegt und ich wurde damit auch beim HP5plus nicht warm.
      Aufgrund der langen Haltbarkeit und der leichten Verfügbarkeit bin ich aktuell beim ID-11 hängengeblieben.

      Viel Freude, mach einfach mal das was Du im Kopf hast zu tun, ohne Dich hier wirr machen zu lassen, ich glaube Du hast schon genug Planung und brauchst eher Reduzierung als noch weitere Anregungen.
      Reject the digital. Go analog.
    • Aus historischen Gründen hatte ich mit Rodinal wieder angefangen. Die Ergebnisse waren durchwachsen sag ich mal. Rodinal ist kein 'einfacher' Entwickler der geradlinig zu guten Ergebnissen führt, bei Rodinal muss man wissen was man tut und das ist/war gerade in der Wiedereinstiegsphase (bei mir) nicht immer der Fall. Zufrieden war ich hier nur mit den Kombinationen Pan-F und APX 100 new.

      Der Wechsel auf FX-39 II war da schon ein Aha-Erlebnis. Damit lassen sich auch (für mich) eher schwierige Filme (Foma) mit recht guten Ergebnissen entwickeln. (Sehr) Gute Ergebnisse erhalte ich hier z.B. mit FP4 und Delta 400. Klassische 400 Filme bisher nur in Rodinal waren nicht so mein Ding, i.d.R. zu körnig, fällt aber in die Rubrik oben, alles 135 Format.

      just my 2 cents, Heiko
    • Danke für die vielen Impulse, vor allem auch an Andreas für den kleinen aber entscheidenden Hinweis auf die Reduzierung. Die eigentliche Fragestellung des Threads müsste jetzt besser lauten: "Wiedereinstieg, wie am besten?"
      Was ich aus der Diskussion, den weiteren Recherchen und der erneuten Betrachtung meiner alten Aufnahmen mitnehme ist folgendes:

      Es ist unerlässlich, die Zusammenhänge zwischen Entwicklungszeit und Belichtung besser zu verstehen und das geht am besten durch ausprobieren mit möglichst wenigen gleichzeitig veränderten Prozessvariablen. Deshalb ein Film, ein Entwickler und Zeit, um Experimente zu machen. Das beste wird sein, wenn ich mich auf einen guten, heute noch gut verfügbaren Standardfilm (z.B. FP4+, gefallen hin oder her) konzentriere und dann mit einem Entwickler (z.B. doch Rodinal, weil ich den schon kenne und der etwas sensibler auf Prozessänderungen zu reagieren scheint) arbeite. In meinem Beruf habe ich zum Glück gelernt, Bedienereinflüsse durch Sorgfalt gering zu halten, was mir bei den angestrebten Parameterstudien wohl zu Gute kommt.

      Dann zwei möglichst ähnliche Kamera/Objektivkombinationen mit dem selben Film bestücken, Notizbuch einpacken und pro Motiv jeweils mit beiden das selbe Foto in Belichtungsreihen (-1, +0, +1 Blende) aufnehmen, dabei auf die Belichtungsmessung achten. Da ich ein Technikfetischist mit nachweisbarer ästhetischer Inkompetenz bin, habe ich ein paar Kameras in meinem Sammelsurium, was mir das ermöglicht. Ich dachte da an die Canon A-1 und die Canon T-70 beide mit jeweils dem 50/1.8er bestückt. Und dann beide Filme mit unterschiedlicher Zeit entwickeln. Danach Erbenisse sichten, bewerten, protokollieren und nochmal von vorn. Alles andere, wie Mittelformat, Großformat, Feinkornentwickler, Flachkristallfilme etc. kommt dann später.

      Meine ästhetische Inkompetenz werde ich wohl nie beseitigen können, aber das ist mir jetzt erstmal egal :P
    • Uwe Pilz schrieb:

      Foma harmoniert nicht mit Rodinal - er steilt auf.
      Sowas fällt mir z.B. noch gar nicht auf. Siehe Bild im Anhang. Das war Fomapan 100 in Rodinal 1+50 (Entwicklungszeit weiß ich leider nicht mehr). Die Abschattung oben kommt wahrscheinlich vom Shift des Objektivs nach oben.
      Dateien
    • Alexander Meyer schrieb:

      Mein erster Versuch der Selbstentwicklung daheim war vor 10 Jahren Ilford FP4 in Tetenal Ultrafin liqud --> Fand ich furchtbar, da viel zu grobkörnig. Vielleicht hab ich auch viel Falsch gemacht.


      Als Ultrafin dann alle war, bin ich auf R09 OneShot umgestiegen, mit dem ich zufriedener war, allerdings fand ich die Filme immer etwas grobkörnig.

      Ich habe auch mal D76 ausprobiert, wobei mir da gerade der T-Max gut gefallen hat.

      Alexander Meyer schrieb:

      Das beste wird sein, wenn ich mich auf einen guten, heute noch gut verfügbaren Standardfilm (z.B. FP4+, gefallen hin oder her) konzentriere und dann mit einem Entwickler (z.B. doch Rodinal, weil ich den schon kenne und der etwas sensibler auf Prozessänderungen zu reagieren scheint) arbeite.

      Ich wundere mich, dass du mit R09 und Fp4 einsteigen willst, die dir schon vor 10J. nicht so besonders gut gefielen. Dann nimm doch wenigstens D76 als Entwickler.

      Es stimmt, dass man sich nicht verzetteln darf, aber es geht auch nicht darum sich das Leben schwer zu machen, weil man sich beweisen will, dass man einen Film und Entwickler so in den Griff bekommt, dass die einem doch gefallen.
    • @Hans Wöhl: Danke für die Erläuterungen bzgl. Rollei-Filme.
      Maco/Rollei ist ja nur Vertrieb und solange überwiegend Agfa Aviphot-Filme vertrieben werden, Agfa selbst schon das Sortiment an Luftbild- bzw. Verkehrsüberwachungsfilmen eingeschränkt hat und auch in diesem Bereich die Digitalisierung voranschreitet, zweifle ich die Kontinuität eines Teils der Maco/Rollei-Produkte an. Das gilt jetzt nicht für die Kentmere-Filme die Maco als Rollei umlabelt. Aber wie lange bleiben sie diesen Filmen treu ? Vielleicht steckt nächstes Mal ein anderes Produkt in der Rollei-Schachtel.

      Für mich ist der Wehner-Entwickler vor allem gerade deshalb ein Spezial-Entwickler weil ich ihn nicht überall bekommen kann. Die Qualität ist unbestritten gut.

      Grüsse
      Rainer
    • Rainer Hubertus schrieb:


      Das gilt jetzt nicht für die Kentmere-Filme die Maco als Rollei umlabelt. Aber wie lange bleiben sie diesen Filmen treu ? Vielleicht steckt nächstes Mal ein anderes Produkt in der Rollei-Schachtel.
      Da gab es auch schon einen Wechsel. Der erste RPX400 war ein eigener Film, der wirklich sehr gut war. Der wurde leider nur einmal gegossen. Als der ausverkauft war, hat man sich entschieden den Kentmere 400 in die Schachteln zu packen.
    • Hans Wöhl schrieb:

      Rainer Hubertus schrieb:

      Das gilt jetzt nicht für die Kentmere-Filme die Maco als Rollei umlabelt. Aber wie lange bleiben sie diesen Filmen treu ? Vielleicht steckt nächstes Mal ein anderes Produkt in der Rollei-Schachtel.
      Da gab es auch schon einen Wechsel. Der erste RPX400 war ein eigener Film, der wirklich sehr gut war. Der wurde leider nur einmal gegossen. Als der ausverkauft war, hat man sich entschieden den Kentmere 400 in die Schachteln zu packen.
      Das ist natürlich nicht so schön und spricht nicht gerade für Rollei.

      Hans Wöhl schrieb:

      Ich wundere mich, dass du mit R09 und Fp4 einsteigen willst, die dir schon vor 10J. nicht so besonders gut gefielen. Dann nimm doch wenigstens D76 als Entwickler.

      Es stimmt, dass man sich nicht verzetteln darf, aber es geht auch nicht darum sich das Leben schwer zu machen, weil man sich beweisen will, dass man einen Film und Entwickler so in den Griff bekommt, dass die einem doch gefallen.
      Obs jetzt wirklich R09 oder doch was anderes wird, muss ich mir noch überlegen. Dem FP4+ würde ich dennoch gerne noch eine Chance geben, da ich in meinem ganzen Leben bisher nur einen einzigen ausprobiert habe und den auch noch bei meinem Erstversuch mir der Selbstentwicklung. Das was ich im Netz gefunden hab, sah gänzlich anders und gefällig aus. Unten mal ein Bild aus diesem allerersten Versuch aufgenommen auf Canon T70 mit FDn 50/1.8 und entwickelt in Ultrafin Liquid 1+10 für 8 Minuten.
      Dateien
    • So, nach längerer Zeit ein kurzer Zwischenstand. Hab im Moment nicht viel Zeit, deswegen verzögert sich alles:

      Nach einigem Einlesen ist es jetzt für meine ersten Versuche nach der Pause FP4+ mit FX-39II geworden. Den Wehner Entwickler habe ich zwar auch im Auge, hatte nur Bedenken, ob ich damit wirklich etwas dazu lerne, da er ja eine sehr gutmütige Zeit/Gamma Kurve hat. Probieren werde ich ihn irgendwann auf jeden Fall.

      Den ersten Film habe ich jetzt mit meiner EOS 50E und dem 24-105/4 er Canon belichtet, das ich von der Digiknipse her schon kenne. Dabei habe ich öfter 3er Belichtungsreihen mit einer Blende Abstand begonnen bei 22° DIN gemacht und dabei jeweils länger belichtet. Will heißen, weniger Licht als 22° DIN hab ich ihm nicht gegeben. Leider hat die EOS etwas unter der langen Liegezeit gelitten, weshalb die Belichtungsreihen nicht immer funktioniert haben. Irgendwas war in der Mechanik wohl schwergängig. Mittlerweile geht es aber wieder.

      Für die Entwicklung habe ich mich an die Vorgaben von Adox gehalten, also 1+9 (300ml) für 6 min bei 20 °C (gemessen mit Kodak Fotothermometer) und deren Kippempfehlung umgesetzt (erste 30s ständig, dann 10s lang jede volle Minute). Gestoppt habe ich diesmal nur mit Wasser (2x 1 min). Fixiert und gewässert nach Ilford, womit ich bisher gute Erfahrungen gemacht habe.

      Der Film trocknet gerade, morgen Abend werde ich ihn hoffentlich per Dia-Duplikator von Multiblitz und Macroobjektiv digitalisieren. Mein Scanner haut mich jetzt bei KB nicht wirklich vom Hocker.

      Der positiv Prozess steht noch auf meiner To-Do when Time Liste.
    • Hallo Alexander,

      FP4+ und FX-39II ist sicher erstmal eine gute Entscheidung. Der Entwickler erzeugt eine sehr gute Schärfe, ist mit verschiedenen Verdünnungen sehr variabel, nützt die fabrikatorische Filmempfindlichkeit gut aus und ist preiswert.
      Leider ist der FX-39II für mich nicht erste Wahl, da ich mit Filmscanner digitalisiere und da ist mir diese Kombi nicht feinkörnig genug. Die Haltbarkeit des Konzentrats ist leider auch suboptimal.

      Ich bin z.Zt. auch am pröbeln mit FP4+ bzw. Tmax100 und wage mich momentan an stainende Entwickler (wie Moersch Finol) heran. Diese sollen ja durch den Stain das Filmkorn beim Scannen visuell etwas vermindern.
      Ansonsten fand ich als Universalentwickler den Ilford DD-X in 1+6 Verdünnung für mich optimal. Das Entwickler-Konzentrat hält bei mir jetzt schon 2,5 Jahre und zeigt keinerlei Schwächen oder Verfärbungen, deshalb ist der hohe Preis einigermaßen gerechtfertigt. Verdünnung bis 1+9 ist auch möglich.
      Früher war der HC-110 mein Standard-Entwickler, aber jetzt ist es der DD-X.

      Viel Erfolg bei Deinen weiteren Versuchen !
      Gruss
      Rainer
    • Hallo zusammen,

      ich wollte nach den ersten 3 Filmen ein kurzes Zwischenfazit abgegen:

      Hab mich am Anfang viel zu sehr verrückt gemacht. Die bisherigen Ergebnisse sind durch die Bank besser, als die vor 10 Jahren vor meiner Pause. Der FX-39II ergibt für mich mit dem FP4 schöne Ergebnisse ohne, dass ich das Gefühl habe, noch viel rumprobieren zu müssen. Der Workflow mit dem Abfotografieren klappt auch ausgesprochen gut.

      Allen (Wieder-)Einsteigern möchte ich deshalb mitgeben: Nicht verrückt machen und einfach loslegen.

      Meine Feststellung, nachdem ich auch noch 2 Drogeriemarkt CN Filme durchgejubelt habe: Der FP4 ist, was die Auflösung angeht, um Welten besser.

      Bin gerade dabei, alte Motive wieder aufzusuchen und neu zu interpretieren. Auch ein Fotoshooting auf dem Modellflugplatz habe ich analog begleitet, wobei sich da noch ein alter, überlagerter Rollei Retro 100 eingeschmuggelt hat (erstes Bild):

      Film23-028.jpg

      Film24-019.jpg