Umstieg auf Mittelformat?

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    • Zu Jörg:

      Ja! - Weil ich die "dabei hatte" - und seit einiger Zeit auch öfters mit einem Einbein-Stativ, vor allem wegen des Tessars, CF-350mm.

      Und ein weiteres JA! - Die 4x5x6cm Negative, die mir der gute, alte BAntle mit der Zenza Bronica ETR auf einem Agfapan 25 "erlaubte", sind "knack-scharf"; da gibt's kein "Vertun"!

      Zu MArtin:

      Ein guter, heller Lichtschachtsucher, wie der bei der Hasselblad, ist schon ganz angenehm; da müsstest Du mal das Sucherbild einer Crown GRaphic ansehen - oder das der Sinar F-2; da stellst Du regelmäßig mit der Lupe ein - und oft auch mit einem alten Handtuch aus der Rumpelkammer, damit Du überhaupt etwas siehst - und das bei 28°C und 85% Luftfeuchtigkeit - und bist am Ende ganz glücklich, dass Du das Motiv so [ungefähr] aufs NEgativ "geschafft hast", wie Du es Dir vorgestellt hast!! - Da möchte Dich manchmal "der Affe lausen".


      Allen viel Spaß beim Photographieren!! - Und dem gelegtnlichen "Lausen der Affen".


      Jan-Peter
    • Vielleicht muss es ja nicht der komplette Umstieg auf Mittelformat sein, sondern nur eine Ergänzung.

      Als Einstiegsdroge in die analoge Fotografie habe ich mit Schwiegervaters alter Linhof Technika begonnen, 6x9 Aufnahmen zu machen. Die Verstellmöglichkeiten waren aber begrenzt, so dass ich Ausschau nach einer transportablen, aber leicht und weitgehend verstellbaren Kamera gesucht und mit einer Chamonix C45H-1 (mein eiziger Neukauf) schließlich auch gefunden habe. Zu meiner alten Kleinbild-Revueflex gesellten sich dann schnell noch eine Nikon FM2n und eine F5 und so hatte ich bald für jedes Format und jeden Zweck eine Kamera.
      Letztes Jahr bat mich dann noch eine sehr nette Mamyia RB67 im Schaufenster eines Stuttgarter Fotogeschäfts um Mitnahme, was ich ihr natürlich nicht abschlagen konnte.

      Langer Vorrede kurzer Sinn: mir macht gerade die Vielfalt dieser drei Formate den meisten Spaß:
      • Kleinbild, wenn es nicht auf die ganz große Vergrößerung ankommt, aber auf Schnelligkeit oder auf viele Bilder in kurzer Zeit.
      • Mittelformat, wenns noch tragbar sein soll (ich schleppe die Mamiya und 3 Objektive tatsächlich stundenlang freiwillig mit rum), aber die Bilder den typischen Charme großer Linsen haben sollen: knackscharf dort, wo die Leute hinsehen sollen und weich ins Unscharfe abgleitend, was den so wichtigen Rest des Bildes angeht.
      • Großformat, wenn ich was ganz bestimmtes im Kopf habe und viel viel Zeit zum Einstellen nehme. Nix für spontan, sondern immer mit einer Idee vorher, was es werden soll.
      Ich kann dich nur unterstützen, Erfahrungen mit Mittelformat zu machen, aber das Kleinbild dennoch nicht sein zu lassen. Nimm einfach dann, was du für das jeweilige Motiv an besten nutzen kannst. Genau das macht mir jedenfalls am meisten Spaß!
    • Einen kompletten Umstieg auf MF würde ich nicht machen, weil mir die Vorteile von KB ggg. MF fehlen würden. Allerdings eine Koexistenz ist was feines.
      Ich weiß nicht wie hoch dein Einstiegsbudget ist aber für 200 Euro erhältst du eine Kiev mit 80er Objektiv und kannst damit relativ günstig MF ausprobieren. Ich bevorzuge Wechselmagazine um SW und gleichzeitig Diafilm dabei zu haben.
      Die gängigen TLRs, ausser Rollei, liegen auch preislich so.

      Mein MF Einstieg war so: Kiev88 hier aus dem Forum und nach einem halben Jahr auf Hasselblad (auch aus dem Forum) umgestiegen.
      Die Hassi hat zwar das 6-fache einer Kiev88 gekostet -- aber für mich ist sie den Preis auch wert.
      Viele Grüße, Gerhard.
    • Gerhard Kaspar schrieb:

      Die Hassi hat zwar das 6-fache einer Kiev88 gekostet -- aber für mich ist sie den Preis auch wert.
      Wenn man den Anschaffungspreis für eine Hasselblad nicht "stemmen" kann/will, lohnt sich der Blick auf eine Bronica SQ-A(i) für 6x6.
      Ich denke die kommt der Hassi in Haptik, Systemkomponenten und Funktion am nächsten.
      Ist aber keine. ;)
      Grüße Jörg
    • Ändert aber rein garnichts daran, dass die Sache bei den allermeisten Kameras anders aussieht.
      Also nochmals, in leicht veränderter Form.

      Der Lichtschacht ist nur sinnvoll bei quadratischen Formaten. Bei 4,5x6 oder 6x7 im Hochformat ist das eine Qual und praktisch fast nicht machbar.

      Anders sieht das bei der RB 67 mit ihrem drehbaren Rückteil aus. ( und vorbeugend, vielleicht noch bei wenigen Anderen.)
    • Genau deshalb nehme ich die Mamiya645 nur mit Prismensucher und Handgriff/Motor.

      Aber damit geht es gut! Nur ist es kein Lichtschachtsucher mehr...

      Was ich beim Lichtschachtsucher gern mag, ist eigentlich der größte Nachteil: dass das Bild seitenverkehrt erscheint. Dadurch bekomme ich einen gewissen Abstand zum Motiv, das hat mich schon oft vor falschen Entscheidungen bewahrt, also Ausschnitt, Ausrichtung usw. Wegen der Brille nehme ich auch gern die Lupe, der Effekt bleibt aber.

      Grüße
      Rolf
    • Wolfgang Haller schrieb:

      Anders sieht das bei der RB 67 mit ihrem drehbaren Rückteil aus. ( und vorbeugend, vielleicht noch bei wenigen Anderen.)
      Genau. Bei der Fuji GX680 hast du einen 6x8 Lichtschacht und ein drehbares Rückteil.
      Dazu Makromöglichkeiten durch die Balgenfokussierung (hier gibts extension rails, welche den Balgenauszug nochmal verlängern).
      Achtung: ziemlich großes Gerät, so eine GX680. :D
      Aber will man nicht manchmal genau soetwas?
      Wo zwei Finger den Regler umfassen und nicht die Fingerkuppen auf Mikrotastern den "Druckpunkt" suchen?
      Wo die Blendenzahlen deutlich rasten und ohne Nahsichtgeräte ablesbar sind?
      Und zur Belohnung das Negativ/Dia in 6x8. ;)


      Rolf Eilert schrieb:

      Wegen der Brille nehme ich auch gern die Lupe
      Schön wenn man die Lupe in der passenden Dioptrienzahl montiert hat. ;)
      Grüße Jörg
    • Kiev/Arax ist zwar imagemäßig jetzt nicht so der Brüller, liegen aber gewichtsmäßig in der gleichen Liga wie die Hasselblad und es gibt verdammt gute Objektive für das P6 Bajonett. Auch Zeiss. Aber selbst das standardmäßihe 80/2.8 ist nicht zu verachten, auch wenn man es ungebraucht um €90 bekommt.
      Daß man einem Bild ansehen kann, mit welcher von den beiden es entstanden ist, wage ich zu bezweifeln, und darum geht es schließlich.

      Ja, KB hat auch seine Berechtigung. Selten halt, wenn es wirkich nicht anders geht. Vor einer Bühne zum Beispiel, wo Du mit MF einfach nicht mehr nachkommst. Sonst im Alltag sinkt einfach die Anzahl der Aufnahmen, was ein unschätzbarer Vorteil ist. Gerade in der DuKa.

      HP5 bei KB habe ich immer sehr geschätzt wegen seiner Bildwirkung und der relativ problemlosen pushbarkeit. Körner habe ich als Ausdrucksmittel akzeptiert. Ab MF ist das aber kein Thema mehr!

      Nicht zu unterschätzen ist auch, ein System zu haben, das Dir das Wechseln der Filmkassette erlaubt. Von einem Motiv zuerst eine SW-Aufnahme und dann gleich darauf eine mit Diafilm zu machen, reduziert sich auf wenige Handgriffe.
    • Joerg Offerhaus schrieb:

      Schön wenn man die Lupe in der passenden Dioptrienzahl montiert hat.
      Da hab ich immer wieder drüber nachgedacht, ob das für mich von Bedeutung ist:

      Ich bin kurzsichtig, kann also mein Motiv nur mit Brille vernünftig sehen. Wenn ich dann auf die Mattscheibe schaue, ist die unscharf, ich muss die Brille abnehmen. Wenn ich kann, mache ich das so, aber gleichzeitig sind die Linsen in den Augen schon so hart geworden, dass ich damit nicht mehr fokussieren kann. Zum Scharfstellen oder genauer Hinsehen kann ich mit meinen Augen nicht näher ran, da brauche ich eine Lupe. Und die klappe ich dann hoch und schaue mit einem Auge da durch (das ist tatsächlich ein Nachteil, denn mit einem Auge kann ich die Szene nicht so gut beurteilen, aber zum Scharfstellen reicht es).

      Die Dioptrienzahl, die da montiert ist, hat mich noch nie gestört, man schiebt die Lupe ein bisschen vor und zurück, das reicht.


      Ralph Heger schrieb:

      Nicht zu unterschätzen ist auch, ein System zu haben, das Dir das Wechseln der Filmkassette erlaubt. Von einem Motiv zuerst eine SW-Aufnahme und dann gleich darauf eine mit Diafilm zu machen, reduziert sich auf wenige Handgriffe.
      Kann ich nur unterstreichen, seit ich die beiden Mamiyas habe mit den Kassetten, mache ich das genau so. Andererseits - ohne Wechselmöglichkeit konzentriere ich mich besser auf das SW-Sehen bzw. Farbsehen oder auch das Finden der entsprechenden Motive.

      Grüße
      Rolf
    • Gut, wenn man nur kurz- oder weitsichtig ist.
      Schlecht, wenn man Astigmatismus hat. Da hilfts nix, man muss mit Brille ran.
      In der Hinsicht ist der Lichtschachtsucher mit Lupe mein liebstes. Bei KB ists der Mikroprismenring oder Schnittbildindikator.
      Mist, wenn man nicht die besten Augen, dafür aber super Ohren hat. Ein Arzt sagte zu mir, beides kann man nicht haben.
      Viele Grüße
      Philipp ^^

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