Umstieg auf Mittelformat?

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    • Rolf Eilert schrieb:


      Für mich wäre das schlagenste Argument die Optiken.
      Und die Tatsache, dass es sehr guten (inländischen) Service für die Gehäuse und Linsen gibt. Hier wird seit über einem Jahr in einem Forum eine Rollei SLX mit neu bestücktem Akku und 3 Objektiven sehr günstig angeboten. Aber wenn die reparaturbedürftig werden sollte, sieht es schlecht aus. Zumindest elektronikmässig. (Die Arax hingegen werden schon reparaturbedürftig ausgeliefert und das wird auch durch den Service nicht besser. Diese Sorge fällt also weg.)

      Dass die Hasselblads auch ihre Macken und Tücken haben, war mir übrigens weniger bekannt. Ich weiss auch nicht, ob ich dazu überhaupt näheres hören will. :D
      Da meine Finger seit Tagen über der "Enter"-Taste schwebt, ist das jetzt ein wenig so wie in den amerikanischen oder englischen Filmen, wenn gegen Ende der Hochzeitszeremonie Hochwürden fragt, ob jemand unter den Anwesenden etwas vorzubringen habe, was gegen diese Eheschließung spreche. Please speak now or forever hold your peace!
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      "Jede Chance ist eine Gelegenheit!" Matti Nykänen
    • Jake.Kukowski schrieb:

      Hier wird seit über einem Jahr in einem Forum eine Rollei SLX mit neu bestücktem Akku und 3 Objektiven sehr günstig angeboten.
      Wo, in Finnland? Und was ist günstig? Ich kenne nur Angebote, wo allein eine einzelne Linse so viel kostet wie mein ganzes Mamiya-Geraffel jeweils (Body + mehrere Objektive + Zubehör, einmal RB67 und einmal 645). Und dann muss man sich fragen, ist mir das Quäntchen Schärfe den Preis wert?

      Aber jetzt schlag ruhig zu, sonst kriegst du nachher noch Schlafentzug :) Was die Qualität angeht, ist das auf jeden Fall keine falsche Entscheidung.

      Grüße
      Rolf
    • Jake.Kukowski schrieb:

      Und was analoges Mittelformat betrifft, bin ich inzwischen widerwillig zu der Erkenntnis gelangt, dass es wohl doch Hasselblad sein muss.
      Hmm, nö, muss nicht, sondern kann... mit einer ist man zumindest eine Zeit lang zufrieden, bevor GAS wieder zuschlägt. Leider heilt das eine Hasselblad auch nicht, die Reise geht weiter und wenn man sich daran gewöhnt hat, ist was anderes doch wieder interessanter, um dann wieder zu merken, dass die neue auch nur die gleichen Bilder macht, die man halt macht. Das kann man aber nicht auf Hasselblad V alleine reduzieren, sondern geht mit allen so, wenn man so veranlagt ist.

      Rolf Eilert schrieb:

      Jake, wie kommst du zu der Einschätzung - und an welches Modell denkst du dabei?

      Für mich wäre das schlagenste Argument die Optiken. Die sind ja bekanntermaßen exzellent, den Effekt hab ich ja schon mit meiner Rollei SLX erlebt. Von daher wäre für mich zunächst das Gehäuse zweitrangig. Ich hab aber schon viel über klemmende Mechanismen und tückische Bedienung gelesen im Zusammenhang mit diversen Hassi-Modellen, dass ich mir sage, wenn ich darauf Lust habe, nehme ich meine RB67 :)

      Aber die Optik ist es, die eine Kamera zuallererst definiert, der Rest ist mehr oder weniger nur Halterung für Linse und Film.

      Oder wie siehst du das?

      Grüße
      Rolf
      Der berüchtigte Klemmer, ja, kommt vor. Tückische Bedienung ist mir aber neu. Die Hassi ist eigentlich ziemlich narrensicher. Genauso wie andere Kameras auch. Man darf nicht vergessen, die Hasselblad hat als einzige den Mythos Mond auf ihrer Seite, hat ein zeitlos schönes Design und funktioniert, wenn sie funktioniert, sehr lange. Die Toleranzen sind allerdings recht schmal und so langsam kommen sie in das Alter, überholt werden zu müssen. Mich hat es leider auch erwischt, mal sehen, was raus kommt. Trotzdem bleibt die Hassi ansich erstmal eine Box mit Trigger nach vorne zum Objektiv und nach hinten zum Magazin. Viel ist preislich auch einfach nur Hype und Name. Sie macht Spaß, aber das tun andere Kameras in dem Format auch. Eine Hasselblad heilt nicht vom Verlangen, andere Kameras haben zu wollen.
      Muss man sie haben? Nein! Will man sie haben? Möglicherweise! Aber das geht zumindest mir bei weitem nicht nur mit der Hasselblad so.
      UND man muss trotzdem fotografieren können, sonst wird's auch mit der Hassi nix.
      Viele Grüße
      Philipp ^^

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    • Philipp Mittelstaedt schrieb:


      Hmm, nö, muss nicht, sondern kann... mit einer ist man zumindest eine Zeit lang zufrieden, bevor GAS wieder zuschlägt. Leider heilt das eine Hasselblad auch nicht, die Reise geht weiter und wenn man sich daran gewöhnt hat, ist was anderes doch wieder interessanter, um dann wieder zu merken, dass die neue auch nur die gleichen Bilder macht, die man halt macht. Das kann man aber nicht auf Hasselblad V alleine reduzieren, sondern geht mit allen so, wenn man so veranlagt ist.
      Oh ja, volle Zustimmung. Irgendwann fragt man sich halt doch, ob 6x7 oder 6x9 vielleicht nicht das bessere Format wäre, MF-Meßsucher wie die Mamiya 6 & 7 oder die Fujis nicht kompakter und schnappschusstauglicher wären, eine Rolleiflex einfach eine schöne Kamera ist, die für vieles, was man mit der Hasselblad tut, auch mehr als gut genug wäre... und und und.

      Und dann kommt der Verstand, der einem sagt, dass man halt nicht alles gleichzeitig haben - und auch ausgiebig benutzen - kann, die Bildqualität nun wirkliche keine Wünsche offen lässt und man wohl auch nie wieder so günstig zu einer Hasselblad kommen würde wie vor ein paar Jahren, wenn man sich's wieder anders überlegt.

      "Das" Nonplusultra gibt es einfach nicht - wenn man von Kameras begeistert ist, gibt es immer Gründe, die für eine Neuanschaffung sprechen. Da muss man wohl doch eher an seiner Einstellung arbeiten...
    • An und für sich wäre ja auch bei mir die RB DIE perfekte Kamera. Aber leider fotografiere ich hauptsächlich unterwegs und da hat das System Grenzen. Hasselblad habe ich mir auch länger überlegt, aber ich finde die Preise wirklich völlig überzogen. Außerdem ist mir da zu viel "Fan"-Getue drumrum, ich habe schließlich auch kein IPhone, aus gutem Grund.
      Objectiv und Magazin jederzeit wechseln zu können, ist ein Muß, mechanischer Betrieb ebenso. Da bleibt jetzt aber nicht mehr viel ... erstaunlich, eigentlich. Wie auch immer, ich habe mit meiner Arax offenbar Glück, weil ich verwende sie einfach als Kamera und sie liefert mir Bilder. Selbst als alleiniges System im Urlaub. Und da ist schon entscheidend, daß ich gegenüber der Mamiya das halbe Packmaß habe.
    • Jake.Kukowski schrieb:

      Dass die Hasselblads auch ihre Macken und Tücken haben, war mir übrigens weniger bekannt.
      Ich kann nur sagen, meine funktioniert seit 20 Jahren wie am ersten Tag. Neu gekauft und sorgsam mit umgegangen, so wie man eine Kamera halt bedient. Nicht in Watte eingepackt, einfach lose über die Schulter getragen und benutzt.

      Ich will keine andere 6x6 und würde sie mir sofort wieder kaufen, wenn ich keine hätte.

      Das Quadrat ist genial, keine Überlegungen über Hoch- oder Querformat, einfach entspannend.

      Und das Geräusch beim Auslösen, einfach nur höhrenswert.
      Grüße Peter

      Meine Photos: fotocommunity.de/fotograf/ee-photo/2041583
    • . . . und so ganz spontan - nach unserem Aufenthalt am Comer See: Ja, Peter!! - Dreimnal Ja!! - Meine Hasselblad 500 CM habe ich im August 1985 erworben, damals mit dem Planar CF 80, dem Distagon CF 50 und dem Sonnar CF 150; viel später sind dazu gekommen: Distagon CF 30mm und Tessar CF 350mm; aus anfangs zwei Magazinen wurden dann sieben.

      Für Kleinbild habe ich ein umfassendes Contax-Yashica-System; "daneben" ein feines Vintage-Pentax-System mit M-42 Takumaren; fürs "Große Format die Graflex 4x5 und die Sinar 13x18cm mit neun Fujinonen; zuletzt von der Linhof Technika MAster gefolgt; eigentlich ein völlig überdimensionireter Superlativ, für den ich mich beinahe in die Ecke stellen möchte. - Und die habe ich nur, weil ich alle Formate recht beque,m mit dem LAborator 138 vergrößern kann; sonst wäre ich nicht darauf eingegangen.

      ABER: Fürs Mittelformat habe ich nur DIE Hasselblad 500 CM - und damit habe ich bisher von allen Systemen die allermeisten Aufnahmen gemacht!! - Zu Jake: Klar, meine Hasselblad kaufte ich damals nagelneu; heute eine "Gute" zu finden, mag schwierig sein; aber das ganze System ist schon sehr verlässlich und doch recht handlich und sehr, sehr kompatibel - vor allem auch analog; das heißt, ohne Elektronic, ohne BAtterie.

      Euch allen einen schönen Spätsommer-Abend!!

      Jan-Peter
    • Jan-Peter Raspe schrieb:

      Fürs Mittelformat habe ich nur DIE Hasselblad 500 CM - und damit habe ich bisher von allen Systemen die allermeisten Aufnahmen gemacht!! - Zu Jake: Klar, meine Hasselblad kaufte ich damals nagelneu; heute eine "Gute" zu finden, mag schwierig sein; aber das ganze System ist schon sehr verlässlich und doch recht handlich und sehr, sehr kompatibel - vor allem auch analog; das heißt, ohne Elektronic, ohne BAtterie.
      An die C/M hatte ich auch gedacht. Dienstag gehe ich mir unverbindlich eine anschauen. Wie gesagt: Unverbindlich.
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      "Jede Chance ist eine Gelegenheit!" Matti Nykänen
    • Jake.Kukowski schrieb:

      Und die Kamera stand drinnen im Schrank.
      Dann rechne damit, dass das Magazin eine neue Dichtung (beim Schieber) haben muss. Praktisch alle machen den Fehler und lassen den Schieber immer drin. Damit wird dich Dichtung (lahm) und bleibt, beim Schieber rausnehmen, "offen".

      Auch die Zeiten der Linse werden nicht mehr so stimmen, wie sie müssten.

      Normalerweise hat die 500C keine auswechselbare Mattscheibe wie die CM. Nur die letzten C's haben dies auch.

      Wie viel sollst du der Witwe entlöhnen?
      --
      Daniel
      :D