Drei Filme: Sechs Ergebnisse - Kodak TMax 100, Kodak TP 2415 und Rollei Ortho 25

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    • Drei Filme: Sechs Ergebnisse - Kodak TMax 100, Kodak TP 2415 und Rollei Ortho 25

      An dieser Stelle

      möchte ich endlich mein "Mai-Versprechen" an Uwe Pilz einlösen und meine "sechs" ergebnisse aus den "drei", ganz unterschiedlichen Filmen ein- und zur Diskussion stellen:

      Einen Kodak TMax 100, einen Kodak Technical Pan und einen Rollei Ortho 25: Ich beginne ganz einfach mit den Negativ-Scans:


      Zuerst der persönliche "Referenz-Film", der Kodak TMax 100:

      2020-Mai-No-G-310 (TMax) Die Neuravensburg - AAA.jpg


      Danach der alte, technische Kodak Technical Pan:

      2020-Mai-No-G-312 (TP) Die Neuravensburg - AAA.jpg


      Und nun der Rollei Ortho 25:


      2020-Mai-No-G-311 (RO-25) Die Neuravensburg - AAA.jpg



      Alle drei Negative sind scan vom Planfilm 4x5, jeweils mit der Crown Graphic 4x5 und einem Fujinon W 150mm aufgenommen. - Und hier beginnen auch schon meine Ungenauigkeiten:

      - a) Bei den Aufnahmen mit dem TMax 100 und dem Rollei ORtho 25 kam jeweils ein leichtes Gelbfilter zum Einsatz; beim Technical Pan ein Gelb-grün-Filter.

      - b) Alle drei scans habe ich mit Corel PS bearbeitet - und zwar: Die scans des TMax 100 und des Rollei Ortho 25 etwas "nachgedunkelt" - den Technical Pan ein ganz kleine wenig "aufgehellt".

      Nach der Anpassung der Helligkeit - wegen scheinbar besserer Vergleichbarkeit, hier im Forum - gab ich einen Hauch von Sepia-Tonung dazu - und verkleinerte alle drei scans auf die hier erlaubte "Mini-Größe". Allein diese digitalen Barbeitungen beeinflussen die hier sichtbaren Bilder doch schon sehr, wie ich finde. -

      Interessant ist,, dass die Original-Negative des TMax 100 und des Technical Pan sehr ausgewogen und vernünftig durhgezeichnet sind; der Rollei Orthto aber, trotz Enticklung im werkseitig empfohlenen RLC-Entwickler, etwas zu dunkel und sehr kontrastreich "daher-kommt". - Die scans allerdings liefern bereits "anbdere Bulder", als die Original-Negative!


      Warum nun "sechs" Ergebnisse"??

      Heute kam ich mal dazu, einige 24x30cm Vergrößerungen von diesen 4x5-Planfilmen zu machen; die Ergebnisse sehen "sehr traditionell" und ""erwartungsgemäß"" aus, nämlich:

      - das TMax 100 Negativ auf Ilford RC IV - PApier in BRomophen zeigt einen mittleren, bildschönen Wert; -

      - demgegenüber liefert das Technical Pan Negativ eine schöne kontrast- und bildwirksam gestigerte Vergrößerung, wobei das Wiesen-Grün "erwartungsgemäß" sichtbar dunkler kommt, als beim TMax 100;, die Blüten allerdings heller als beim TMax 100 bringt;

      - das Rollei Ortho 25 Negativ habe ich auf altem Orwo BN 112 Papier vergrößert, um das gewisserweise noch "sinnvoll zu verwerten". Das eigentliche Bild-Ergebnis liegt gewisserweise zwischen dem TMax 100 und dem Technical Pan, wirkt aber etwas "schmutzig" - weil schon das Negativ irgendwelche, ganz wenige "SChmutzpartikel" enthält, trotz gleich sauberer Verarbeitung, wie beim TMax 100 oder dem Technical Pan - übrigens auch in Rollei-RLC-Entwickler.

      Dieses Rollei-Ortho-25 Negativ erfordert aufgrund des exorbitanten Kontrastes, trotz Entwicklung nach Werksangaben, ein einigermaßen genaues, partielles Nachbelichten, vor allem der hellen Partien, die sonst verschwinden oder verschluckt würden. - Der besondere "flair" dieser "Kombination" von Rollei Ortho 25 und dem alten Orwo BN 112 Papier liegt in seinem einzigartigen "vintage"-Charakter, den man kaum anders "imitieren" kann - und ich meine auch nicht mal mit einem guten PS-Programm; da der "Zufall" der verarbeiteten Materialien, der etwas schmutzige, kontrastige Rollei Ortho 25 auf dem alten Orwo BN 112 Papier sich offensichtlich einer "digitalen PRognosis" entzieht - und damit digital weder interpolierbar, noch real realisierbar ist.



      Wie Ihr seht, geht diese Diskussion manchmal ins Detail. - Mein Fazit: Ein gutes oder auch ein nicht ganz so gutes NEgativ gibt nicht immer einen "gleich" scan - geschweige eine gute oder sehr gute - oder "charaktervolle" analoge Vergrößerung!


      Was meint Ihr?? - Oder ist das Alles hier zu "steil"??


      Für heute:
      Jan-Peter
    • So weit ch das beurteilen kann, sind die Negative - bezogen auf die Beleuchtungssituation - überentwickelt. Die Schattenzeichnung ist ganz gut, aber die Lichter sind ausgebrannt. Eigentlich sollte TMX das beste Ergebnis bringen, wiel es ein Algebrauchsfilm ohne Zicken ist. Hier ist aber der TP besser, aber auch nicht gut.
      Auffallend ist dieser Holzstempel rechts, der für ein ordentliches Bild Textur zeigen müßte. Nur im mittleren Bild ist das ansatzweise gegeben. Unschön ist auch, dass das Dach oder die Oberkante der alten Burg sowie deren linke Seite mit dem Himmel verschmilzt. Dies kommt im Ortho am besten, wohl ein Glücksumstand der Farbwiedergabe.
      Auch die Helligkeistwerte in dem Zweig lassen zu wünschen übrig, außer im TP-Bild: Hier ist das ganz ordentlich. Das gilt auch für die Büsche im Hintergrund.
      Das TP-Bild würde man in der Dunkelkammer vielleicht hinbekommen, wenn man sich um die Abgrenzung der Burg gegen den Himmel kümmern würde. Diese Burg ist der eigentliche Bildinhalt und muss klar, sauber im Bild stehen.
    • Ja, Jakob; und Uwe - und Peter;

      die hier eingestellten scans der drei NEgative haben mich wiederum dem scannen gegenüber skeptisch weden lassen; ich bin selbst auch nicht zufrieden damit!

      Mit Klaus Wehner einhergehend, nämlich immer ein gleichmäßiges, aber gut durchgezeichnetes NEgativ zu erzeugen, halte ich meine NEgative vom TMax 100 und dem Technical Pan für korrekt belichtet und entwickelt; die NEgative sind weder unter-oder über-belichtet, noch fehlerhaft entwickelt. - Ich hatte sie eigens vorhin nochmals in der Hand.

      Abweichend gilt das nicht vom Rollei Ortho 25. Den halte ich für ebenso recht genau belichtet - aber zu stark entwickelt! - Hier muss ich die allerletzten Plättchen nochmals zum ÜBen hernehmen - oder mal einen anderen Entwickler verwenden - vielleicht irgend etwas im Sinne von Uwe mit hochverdünntem Rodinal - und Kalt- oder Stand-Entwicllung??

      Ja, Erhard: Ich werde versuchen, morgen mal die Positive, die 24x30 Bilder mit dem cellphone zu photographieren - oder sogar zumindest größtenteils mit dem scanner einzuscannen. - Danach müsste ich mich aber wohl für ein paar Minuten freiwillig in die Ecke stellen, weil die sicherlich nicht so fein und exakt herausgearbeitet worden sind, wie es sich beispielsweise Uwe wünschen würde. - Buh-Rufe werde ich ganz einfach gegen mich gelten lassen!

      Umso mehr muss ich wirklich mal - mit besseren Ergebnissen - auf einen analogen workshop. - Leider höre ich augenblicklich auch nichts mehr von den LEuten in Winterthur; die sind wohl noch im Aufbau?!


      Vielleicht darf ich den großen Bogen zur Frage nach dem Mittelformat von Wolfgang Haller - und Peters Beitrag dort - spannen: Im Rückblick staune ich über einige saubere Vergrößerungen vom 4x5 Planfilm mit der Crown Graphic - und einigen Aufnahme auf 13x18cm Fomapan 100 mit der Sinar F-2. - Locker mithalten können aber auch viele Vergrößerungen vom Rollfilm mit der HAsselblad!


      Soeben sehe ich mir nochmals diese scan an - und was mich - neben den Lichtern der "Westseite" des Ruinenturms - ebenso irritiert, sind die fehlenden Auflösungen der schattzingen Bäume links im Bild; dort sieht man in den NEgativen noch viele Details - sogar beim Rollei Ortho 25.


      Soweit bis heute - Euch vielen Dank! - Natürlich auch für die Kritik!! - Die hilft mir, vor allem nochmals den Positiv-Prozess zu bessern; bzw. - für immer noch "kleine" Formtae, wie das 24x30, gebe ich mir zu wenig Mühe beim Ausarbeiten der Details aus dem Negativ. - Und an dieser Stelle würde ich mal auf einem workshop gerne nochmal Einiges dazu lernen.



      Euer
      Jan-Peter
    • Ich habe die Erfahrung gemacht, daß nur Scannen von analogen Filmen alleine nicht reicht. Um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen, ist eine digitale Nachbearbeitung, ich mache es mit Lightroom, absolut notwendig.

      Man kann extrem viel auf diesem Wege aus den Negativen herausholen, in der Dunkelkammer macht man es ja teilweise auch. Die Arbeitsweisen sind vom Grundgedanken ähnlich, nur die Ausführung ist grundverschieden.

      Ich halte es Hybrid wie Digital so, zeige nie ein unbearbeitetes Bild, es lohnt sich. Man muß es nicht übertreiben, aber optimieren darf und sollte man.
      Grüße Peter

      Meine Photos: fotocommunity.de/fotograf/ee-photo/2041583
    • Ja, das Scannen ist schon eine Sache in die man sich etwas einarbeiten muss, wobei das Einscannen von MF und größeren Negativen in meinen Augen recht unproblematisch ist.

      Alles größer als KB scanne ich mit dem Espson V800 und der original Epson-Software ein. Für gute Ergebnisse (diese sind dann aber richtig gut) muss man den Fokuspunkt einmal empirisch ermitteln - es dauert mind. 1 Stunde - und man braucht auch einen guten Filmhalter, die von betterscanning sind gut, manch einer verwendet auch selbstgemache Glasvorlagen. Die Negative müssen halt flach aufliegen. Dann passen aber die Ergebnisse und es sind nur minimale Anpassungen im LR/PS notwendig.

      Für Kleinbild sind die Consumer-Flattbetscanner m.E. völlig ungeeignet. Für Web möglicherweise ok; viele der Instagram-Bilder werden damit eingescannt, aber schön ist was anderes. Wenn man seine Bilder auch ausdruckt, muss man auf andere Techniken und Gerätschaften setzen. Bei den Scannern wird es schnell sehr teuer.

      Womit scannst Du Jan-Peter die Negative ein? Wie gesagt 4x5'' sind in der Beziehung unproblematisch
    • Ja, danke, Peter und Jakob;

      so wie Du sagst, Peter, sehe ich das egientlich auch; man muss eben ein Mehr oder Weniger im digitalen Prozess nacharbeiten. - Was mir dabei allerdings bisher nicht ganz klar ist, und worin ich nicht über systematische Erfahrungen verfüge, ist die Frage, ob ich die Korrekturenb bereits im scan-Programm vornehme- oder - postum - mit Adobe oder Corel nach dem scan?

      Sicherlich, wie JAkob sag, sollte ich mal den scan-Prozess optimieren, eventuell mit anderem Zubehör, als dem werkseitig mitgeliefertem. - Ich verwende einen Epson V 850 Pro mit der mitgelieferten Firmen-software. - Das mitgelieferte Silverfast-Programm erschien mir zu hermetisch und erbrachte keine verwertbaren Ergebnisse.

      Tatsächlich muss ich sogar sagen, dass ich meine, dass die früheren scans mit dem Canoscan 8800F - vor allem durch die glaslosen Bildhalter, mindestens ebenbürtig gewesen sind. - Da würde ich eventuell für KB- und MF-Filme wieder auf glaslose Filmhalter umsteigen - eine ÜBerlkegung, die ich hier schon mal geäußert hatte, - und dann - nach Jakob - den optischen Schärfepunkt genau ermittle.

      Das sollte ich dann aber auch mit einem "Zusatzglas" für die Planfime tun (??). - Den V 850 Pro habe ich eigentlich nur wegen der Plöanfilme in einem Sonderangebot gekauft; aber ich bin schon ganz froh, dass ich labor-unabhängig diese, wenn auch wenigen Color-Planfilme selbst einscannen kann. - Den Hinweisauf "betterscanning" werde ich mal ansehen.


      So - nun habe ich heute die Vergrößerungen eingescannt; die werde ich aber erst bis morgen auf web-Größe verkleinern und dann hier zum Vergleich einstellen.


      Euch bis hierher ganz vielen Dank!!

      Jan-PEter
    • Hallo Jan-Peter,

      versuchs mal mit der Software Vuescan. Die kostenlose Version haut dir Wasserzeichen ins Bild. Aber man kann damit sehr gut und professionell scannen.

      Wenn alles funktioniert bezahlt man den Obulus von 70 Euros, dann bekommt man immer wieder (monatlich) Updates und kann die Software bei allen Scannern, die man besitzt verwenden.

      Besser wie mit der Epson Software. Die verwende ich nur noch für den Flachbettmodus, für Filme immer nur Vuescan.

      Grüße
      Martin
    • Wenn man das Optionen-Menü aufklappt, dann sind die Möglichkeiten fast endlos.
      Vor allem kann man die Helligkeiten und Grauwertabstufungen im Menü Farbe sehr gut steuern.
      Ich gebe als Filmmarke meistens T-Max 100 ein und kann dann schon über die Voreinstellungen der Dichte
      das meiste festlegen. Funktioniert recht gut, finde ich.

      Grüße
      Martin
    • Die Epson-Software ist absolut tauglich, da stimme ich dem Peter zu. Alles abschalten, den vollen Helligkeitsumfang einstellen und den Rest im Postprocessing erledigen.

      Ich nutze Vuescan, aber nicht in Kombination mit dem Flachbett und nur deshalb weil die Software fast alle Scanner - auch die uralten - mit Treibern versorgt. Eine Ergebnisverbesserung mit dem V800 konnte ich nicht feststellen.

      Jan-Peter: die Negativhalter aus der 700er sind nicht schlecht, ziemlich fummelig leider, aber der 4x5” Halter ist tauglich, wenn der Fokuspunkt einmal ermittelt ist. Die Halter passen alle auf die 800er Serie und sind recht preiswert
    • DAnke, Peter und Jakob;

      Zu Jakob: Werden diese 700-er Negativ-Halter auch vom Epson-Programm für den V850-Pro erkannt - oder muss man da jedes einzelne NEgativ einzeln mit einem digitalen Rahmen im in der PRogramm-Vorschau versehen??


      Jedenfalls ist es zweckmäßiger, die Bildbearbeitung nach dem reinen scan-Prozess vorzunehmen?! - Ja, so mache ich ds meistens, es sei denn, ich habe stark fehlerhafte Vorlagen, die, wie ich meine, schon beim scannen, "eteas justieren" kann.


      Euch vielen Dank; nachher kommen die Print-scans der Ruine Neuravensburg.


      Jan-Peter