Drei Filme: Sechs Ergebnisse - Kodak TMax 100, Kodak TP 2415 und Rollei Ortho 25

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    • GAnz, ganz herzlichen Dank, Uwe;

      das ehrt mich ja nun wirklich - und da bin ich wirklich mal gspannt! - Das ist wie ein Fern-workshop! - Am Anfang habe ich auch "kontaktet"; dann habe ich allerdings stets 13x18cm Vergrößerungen fürs Album gemacht; - und die 24x30cm Vergrößerungen als durchgängige Serie; also: Jedes vernünftige Bild.

      Von ganz besonderen Aufnahmen vergrößere ich auf 50x60cm; so eine Serie in Arles von Weihnachten Neujahr 2014-2015. - Aber für diese Vergrößerungen müsste ich mich sicherlich schämen; die kann man sicherlich viel besser machen!!


      Auf Deine Ergebnisse bin ich mal gspannt! - Eine Frage dazu: Wie siehst Du die Entwicklungen der drtei Filme, die Dir ja nun im Original vorliegen? - DA bin ich auch mal gespannt!

      Nochmals ganz vielen Dank!!
      Jan-PEter
    • Die Abzüge sind fertig, aber noch nicht trocken.
      TMX und TP ließen sich gut verarbeiten. Der TP war ca. 1 Blende unterbelichtet, das ließ sich aber im Labor gut abfangen. Insgesamt gefällt mir der TP-Abzug besser, weil die Grünwiedergabe besser ist und vor allem, weil sich die Seitenwand des Turmes gegen den Himmel abhebt. Beim TMX verschmilzt das. So etwas sieht man natürlich vorher nicht, weil man diese Art der Wiedergabe auf der Mattscheibe nicht beurteilen kann.
      Man könnte diese kleine Stelle des Turmes nachbelichten, das geht aber nur in einem Abzug, nicht im Kontakt.

      Der Ortho-Film ist viel zu hart. Es machte keine Freude, damit zu arbeiten. Während ich vom TP überrascht war - er kam gar nicht wie ein technischer Film rüber - hat dieser Film genau diese Anmutung: Ein vergewaltigter technischer Film. Die starke blaue Einfärbung stört nicht nur die beurteilung von Negativen, sondern stört wohl auch die Kntrastfilterung. Aber das sind Nebenbefunden. Häßlich ist, dass der Lokalkontrast / die Textur viel zu kräftig ist. Wenn man den Kontrast zurücknimmt, wird das Bild insgesamt flau und bleibt trotzdem entfernt von einer normalen bildmäßigen Fotografie.

      Für alle Bildet gilt: Ich hätte das gern entzerrt, aber das kann ich bei Kontakten freilich nicht.

      Ich scanne das morgen und schicke es dann auch los.
    • Vielen Dank, Uwe,

      das ist ganz interessant, vor allem erst einmal auch zum TP, und der eventuellen Unterbelichtung, die mir selbst so nicht wirklich vorkam.

      Aber dennoch kann es so gewesen sein. - Denn wenn ich die Belichtung messe, mit meinem alten Gossen Lunalite, messe ich aufs Objekt und mache eine anschließende Lichtmessung - "verrechne" beide DAten, sofern sie sehr unterschiedlich sein sollten, was selten das Fall ist, bzw, überlege mir, was mir an der Aufnahme wichtiger ist, - stelle aber den Lunalite auf die 21 DIN / 100 ASA des TMax 100, den Grundwert ein, und verschiebe dann das "Rädchen" um einen Filterwert für das Gelb-Filter beim TMax 100, oder den leichten GElb-Grün beim TP-Film.

      Nun muss ich ja noch den ASA-Abzug hinzufügen, der sich aus 100 minus die Hälfte, also auf 50 ASA für die TP-Entwickung in Rollei LCD für 18 DIN ergibt. - Vielleicht habe ich da irgendetwas übersehen - oder vergessen.

      Wenn ich mit der HAsselblad photographiere gehe ich immer so vor, dass ich zuerst das FArb-Dia mache, meistens auf einem Fuji Velvia 100; von diesem Wert in Lichtwerte bei der Hasselblad, meisten irgendwo um die 14 bei TAgeslicht, ziehe ich für den SW-Film einen Wert oder halben Wert für das Gelb-Filter ab; oder vier Werete für den Rollei Retro 80S mit dem 715-IR-Filter; etc. - heißt, ich justiere nie den BElichtungsmesser selbst nach, sondern subtrahiere oder addiere die jeweiligen Werte aus der "Erst-Messung"; "auswendig aus dem Kopf".

      Und das mache ich dann auch bei der Graflex, sofern ich da überhaupt unterschiedliche Filme habe, was aber fast nie der Fall ist; eher mal einen anderen Filter, also gelbgrün und dann rot-orange.


      Ja, der Rollei Ortho 25 ist für mich auch eine Art Rätsel; die nächsten, letzten "Platten" werde ich sicherlich nicht mehr in Rollei LCD entwickeln, sondern ganz anders, vielleicht sogar in hoch verdünntem Rodinal, wovon ich noch einen Rest habe. - DEnnoch erschien mir der Rollfilm- Rollei-Ortho 25 ganz gut - und anders als der Planfilm. - Und beide hatte ich jeweils gleichartig entwickelt!


      Dir erst einmal ganz superlieben Dank!!!


      Jan-Peter
    • Es kann auch einfach sein, dass der TP nicht so viel Empfindlichkeit hat, wie du dir vorstellst oder wie auf der Packung steht. Man muss dem Film das Licht geben, was er braucht.

      Maco stellt ja keinen Film selbst her. Dieser Planfilm hier ist wirklich auf dicke Planfilm-Unterlage gegossen und ist kein anders zurechtgeschnippeltes Kleinbildmaterial. Irgendwoher muss Maco das ja haben. Es kann gut sein, dass sich diese beiden Filme unterscheiden.

      Damit du diese verbleibenden Blatt gut ausnutzt, empfehle ich folgendes: Belichte dir einen Graukeil auf ein Blatt .Kamera gegen eine gleichmäßige Fläche richten, diese ausmessen und durch schrittweises rausziehen des Schiebers von 4 Stufen unterbelichtet bis 5 Stufen überbelichtet auf ein Blatt. Dies schneidest du dann im dunklen quer zur Belichtung in 4 Streifen. Damit hast du vier Proben für Entwickler-Experimente und kannst die Entwicklungszeit anpassen oder sogar noch einen zweiten Entwickler erproben. Würde ich auf jeden Fall machen. Wenn du mir die Streifen schickst, messe ich sie auch aus. Man kann aber auch mit einem Belichtungsmesser ausmessen, wenn man den Streifen in den Vergrößerer legt, den Kopf kippt und darauf achtet, dass der beli immer an dersleben Stelle ist. Es darf freilich neben dem auszumessenden Filmstück kein anderes Licht durchkommen.
    • Vow, hallo, Uwe;

      ich bin wirlkloich ganz erstaunt, was Du da als Kontakte rausgeholt hast, vor allem bei dem Rollei Ortho 25!! - Man kann meinen, Du würdest irgendwie gezaubert haben!!!!

      Für mich ist auch der Vergleich vom TMax 100 und dem TP 4452 ganz intressant: Ja, die Wiese kommt beim TP im Vergleich zum TMax etwas dunkler, weil der TP ja weniger grün-empfinglich ist; ebenso den "Wald" links. - Andererseits hebt der aber auch die Obstbaum-Blättchen ganz toll vom Himmel ab.

      Beide Planfilme haben auf 50x60cm vergrößert kein erkennbares Korn; anders wäre das bei einem Fomapan 100; doch der Fomapan, wie Du immer mal anmerktest, hat aber exzellente Abstufungen! - Das ist mir bei den Vergrößerungen vom 13x18cm Fomapan Planfilm auf 50x72cm klar geworden; bei der Negativgröße sieht man dann auch kein Korn mehr.


      Um ganz ehrlich zu sein; ich bin wirklich gar nicht sicher, ob ich mir die Mühe mit den letzten paar Blättchen des Ortho 25 noch machen werde; da müsste ich ja immerhin vier Entwicklungsdurchgänge tun; und bei mir selbst steht fest, dass ich die Planfilm-Version das Rollei Ortho 25 nicht mehr kaufen werde.

      Jedenfalls ermutigen mich Deine Kontakte, mir selbst - vor allem bei größeren Vergrößerungen - noch deutlich mehr Mühe aufzubringen und es nicht mit ein oder zwei "einfachen" Abwedelungen zu belassen. - Und da bin ich eigentlich schon zu weit; zuerst sollte man dem Film bessere "Chancen" geben.



      Dir erst einmal ganbz, ganz vielen Dank!! - Was kann ich umgekehrt tun??? -


      Jan-Peter
    • Wirklich großartig, Uwe;

      Deine sagenhaften Kontakte!! - Gestern hat meine SChwägerin angerufen, dass etwas für mich da sei; ich hab's heute geholt; es war Dein Brief mit den vier Planfilmen, Deine sagenhafte Kontakte und ein sehr schönes Photo das alten Postamts, das natürlich auch sehr, sehr ausgeglichen entwickelt ist.

      Danke auch für Deine Notizen auf der Rückseite! - Und ohnehin die ganze Mühe!!

      Über Deinen Kontakt-Abzug vom Planfilm Rollei Ortho 25 habe ich wirklich gestaunt; Das ist wirklich wie magisch oder gezaubert! - Im direkten Vergleich aber zeigt sich dann auch, dass der Himmel das Helle der Blättchen doch ein wenig ertrinken lässt; was freilich am Film, dem Rollei Ortho 25, nicht an Deinen ohnehin mehr als exzellenten Kontakt-Abzügen liegt,

      Die Kontakte vom Technical Pan und vom TMax 100 ermutigen, selbst noch einmal eine gute Vergrößerung auf 50x60cm anzufertigen. - DAs wird aber erst im Herbst wieder sein; da wir zweieinhalb Wochen an die Nordspitze des Comer Sees verreisen möchten.


      Ja, das mit dem Mittelformat und den Planfilmen: Am Ende des Tages, und das hatte ich ja mal in einem anderen thread anklingen lassen, erscheint der Aufwand fürs Großformat in seiner Summe eventuell doch relativ überprportional einem guten Mittelformat-Bild zu sein; mit Aufwand meine ich im Wesentlichen die Entstehung der Aufnahme.

      Allerdings: ICh habe ja sehr viele 50x50 und 50x60cm Vergrößerungen von der HAsselblad. Und bei dieser Größe würde ich dort die Grenze einer guten Auflösung ziehen; dazu könnte ich mal große Vergrößerungen irgendwann mal irgendwo hin mitbringen.

      Vergrößerungen vom 4x5" Planfilm sind mit 50x60cm immer noch "ohne jede Trübung" - und in jedem Fall auch beim 13x18cm Planfilm auf 50x72cm; da spielt der dann auch Fomapan 100 trotz seines - dann nicht mehr sichtbaren - Korns seine Grauwertstufen-Vielfalt aus. - Aber wann macht man solche Aufnahmen, wann kann man sie machen? - Und wie und wofür mehr als 50x72cm vergrößern??


      Inzwischen habe ich ja nach einiger Überlegung eine kaum benutzte Linhof Technika MAster 4x5 in München in der Klenzestraße erworben; das ist freilich eine sehr präzise und sehr robuste Kamera, anders als die Graflex. - Voraussichtlich werde ich die Graflex 4x5 bald, und die Sinar F-2 irgendwann mal in zwei JAhren verkaufen - und nur noch die Linhof für das Großformat, 4x5, verwenden, so wie meine Hasselblad 500 CM für den Rollfilm / Mittelformat.


      Wegen der Objektive: Ja, da muss ich einräumen, mit einen gewissen "Luxus" mehrerer Objektive verwöhnt zu sein: Für 4x5 sind das: 75mm, 105mm, 150mm, 250mm und 400mm; im KB-Format etwa: 20mm, 28mm, 45mm, 75mm und 120mm. - Und das ist natürlich super! - Für die Sinar F-2 nun: 120mm, 210mm und 600mm; wobei ich das T 600mm oft verwende!!


      Vielleicht ergibt sich ja mal ein persönliches Treffen irgendwo auf einem analogen workshop; das wäre für mich sicherlich sehr bereichernd. - Eine anregenden Vorgeschmack waren Deine und Christians Ausarbeitungen und Vergrößerungen / Kontakte!! - Ich sehe, dass ich insgesamt besser vergrößern kann und muss - oder könnte und auch sollte!


      Dir und Christian nochmals ganz, ganz vielen Dank!!!!


      Jan-Peter
    • Lieber Jan-Peter,

      ich selbst sehe die Grenze bei Mittelformat bei 50 cm lange Seite, also 40x50 oder 50x50. Und das auch nur, wenn man wirklich scharfen Film wie Delta 100 benutzt. In diesem Sinne lohnt sich Großformat auf jeden Fall, da möchte ich keineswegs von abraten.

      Ich weiß nicht, ob das fineartforum in Paderborn dieses Jahr stattfindet. Wenn ja, bin ich auf jeden Fall dort. Ich mache immer einen Laborworkshop, diesmal Lith-Entwicklung.

      Wenn du in Leipzig bist, melde dich vorher, dann trinken wir eine Tasse Kaffee zusammen. Meine Frau bäckt bestimmt einen Kuchen.
    • Oh, ganz vielen Dank, Uwe;

      - wann würde denn das fine-art Forum in PAderborn stattfinden. Es könnte nämlich sein, dass ich Ende Oktober nochmal für ein oder sogar zwei Wochen ins Valtellina fahre.


      Vielen Dank mit Leipzig! - Dort hatte ganz früher, zu den roten Zeiten, eine alte Großtante gewohnt; Rosa hieß sie. - Die Familie meines Vaters hatte ja eine weite Verwandtschaft in ganz Deutschland; er selbst stammt ursprünglich aus Halle/Saale, nicht so weit von LEipzig.- Rosa, wie die Anderen, waren keine Anhänger des tausendjährigen REiches und seiner URheber; sie hatten ihre Vermögen daher rechtzeitig in die SChweiz verbracht; auch Rosa; aber Rosa traute sich nie, es in den roten Zeiten nach dem schrecklichen Krieg, "abzurufen" - und so verblieb der helvetischen Conföderation eine fünf- bis sechsstellige Summe. - Rosa fürchtete immer, dass sie dann verhaftet werden würde.

      Ich habe daher das unverschämte Glück, dass meine Verwandten nicht "belastet" sind und keine "Kombattanten" waren; mütterlicher-seits mussten - mangels arischem NAchweis, zwei BRüder nach Australien und zwei Schwestern nach Argentinien auswandern;sie gingen nicht ganz freiwillig; die Großoma hatte sich erfolgreich im Ruhrgebiet verstecken können - und heiratete nach KRiegsende ein zweites Mal sehr glücklich.


      In Leipzig verstarb Rosa sehr arm, etwa zweiundachtzig-jährig; aber sie starb glücklich mit ihrem Klavier und ihre alten Zeichnungen, die sie sich immer bewahren konnte.



      Mit ganz, ganz leiben Grüßen nach Leipzig!!

      Jan-Peter