Drei Filme: Sechs Ergebnisse - Kodak TMax 100, Kodak TP 2415 und Rollei Ortho 25

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    • Und nun möchte ich Erhards Wunsch nachkommen

      - und mal die scans der 24x30 cm Prints einstellen, nachdem ich sie verkleinert habe.


      Zuerst wieder der Kodak TMax 100 auf Ilford RC-MG-IV:

      2020-Juni-No-G-310 (TMX) Die Ruine Neuravensburg - AAA - Print Version - FFF.jpg


      Danach der Rollei Ortho 25 auf altem Orwo BN 112:

      2020-Juni-No-G-311 (RO) Die Ruine Neuravensburg - Print Version - Kopie - CCC.jpg


      und zu guter Letzt, der Kodak Technical Pan auf Ilford RC-MG-IV:

      2020-Juni-No-G-312 (TP) Die Ruine Neuravensburg - AAA - Print Version - CCC.jpg



      Bei der Vergrößerung des Rollei-Ortho-25 NEgativs ging es mir, wie schon erwähnt, um die "Rest-Verwendung" des alten Orwo-Papiers - und den spezifischen "vintage-flair".


      Un damit gelange ich zum Ausgangspunkt der Diskussion um die "sechs" Ergebnisse zurück?!


      Nochmals viel Spaß beim Betrachten - und gerne Kritisieren!!

      Jan-Peter
    • Jan-Peter, wenn du mir die Negative postalisch überlassen würdest, täte ich davon ein paar Scans machen wollen. Ich hab mittlerweile viel Praxis in der Digitalisierung von Negativen. Am Ende gibt es natürlich mit jedem Arbeitsablauf ein anderes Ergebnis, aber wenn die Negative an sich in Ordnung sind, wird es weder ausgebrannte Lichter noch zugelaufen Schatten geben, das kann ich garantieren.

      Gruss
      Christian
    • Christian Stromberg schrieb:

      .. aber wenn die Negative an sich in Ordnung sind, wird es weder ausgebrannte Lichter noch zugelaufen Schatten geben, das kann ich garantieren..
      Das kann ich uneingeschränkt bestätigen und an Deiner Stelle würde ich dem Angebot von Christian zustimmen.

      Du schreibst mit dem Negativen zufrieden zu sein. Bist Du das auch mit den Abzügen? Wenn dem so ist, fotografiere sie einfach mit dem Smartphone ab und stelle hier rein. Ich kann nämlich keinen essenziellen Unterschied zwischen den eingescannten Negativen und Positiven erkennen. Von einem Fineart-Bild sind sie m. E. weit entfernt. Möglicherweise liegt das wirklich am Scannen, das lässt sich aber einfach mit dem Smartphone feststellen.
    • Hallo Jan-Peter,
      ich muss gestehen, dass ich dem ersten Print aus technischer Sicht nicht viel abgewinnen kann. Für mich sieht es aus wie ein Technical Pan in Normalentwickler. Ich persönlich mag den „fünf Grauwerte Film“ Tmax 100 nicht sonderlich, aber so extrem ist er nun auch wieder nicht. Ich fürchte da stimmt etwas nicht. Möglicherweise wurde der Film zu lange entwickelt, eine sehr harte Gradation (5) am Vergrößerer eingestellt, die Filmempfindlichkeit zu hoch gewählt und/oder ein „brettharter“ Entwickler verwendet.
      ciao, Maik
    • Hallo Christian und Uwe;

      magenls Erfahrungen mit "Mehrfach"-Kommunikations-Tool hier im Forum, möchte ich Euch auf diesem Weg mitteilen, dass die drei Planfilme - mit einem weiteren Planfilm an Christian unterwegs sind. - Ich selbst werde ab morgen früh für ein paar Tage unterwegs sein; - wie es steht, kann ich erst am Dienstag-Abend wieder am Forum teilnehmen.


      Euch vorab nochmals ganz ausdrücklichen Dank!!!


      Jan-Peter
    • DAnke, Christian,

      für Dein mail; ich bin selber ja ganz gespannt auf Deine scans, eigentlich müssten sie ja dann "Referenz-scans" heißen!

      Wichtig ist mir dabei nicht nur die ganz sicher berechtigte Kritik an meinen scans, sondern auch am eine unabhjängige Kritik an meinen Negativen als solchen, da man ja immer GEfahr läuft, routineblind zu werden, vor allem wenn man schon ein Leben lang immer wieder "das Gleiche" tut.

      Noch für mein Vater galt ja: "Nimm' Rodinal, 1+50, 20°C und 20 mins bei mäßiger BEwegung" in seiner etwas abenteuerlichen Bakkalit-Trommel; - und seine etwa 200 SW-Filme, viele Agfa Isopan, wurden ganz, ganz gut. - Damals war es schon "revolutionär", von Rodinal auf PErceptol umzusteigen - und von Agfa oder Perutz auf Kodak Panatomic.

      Grundsätzlich halte ich mich recht genau an die Hersteller-Angaben, so beispielsweise beim Rollei Ortho - und ,mit dem Rollei LCD-Entwickler für den Technical Pan, der damit auch ganz, ganz gut "herauskommt".


      Und dazu bin ich auch mal auf UweS Kritik gespannt!! -

      Eines noch: Wenn ich weitere BRiefmarken oder so schicken kann / soll, dann einfach mitteilen; sehr gene!!


      Jan-Peter
    • Wie versprochen, hier mein Beitrag zu den Negativen von Jan-Peter, die er mit seinen Scans am Anfang des Beitrags schon vorgestellt hat. Ich habe von dir ja noch eine weitere T-Max 100 Aufnahme erhalten, zu der ich später auch gerne noch etwas beisteuern kann.

      Alle drei Aufnahmen habe ich im ersten Schritt lediglich invertiert und im Anschluss Schwarz- und Weißpunkt so angepasst, das beide kurz vor dem Clipping stehen, d.h. Tonwerte anfangen zu kippen, in dem Schatten in den Wert 0 zulaufen und Lichter in 255, digital gesprochen. In diesem Fall handelt es sich um 16-bit Scans, so dass eigentlich die Schatten in 0 zulaufen würden und die Lichter in 65535. Was heißt das jetzt auf die Interpretation dessen bezogen, was zu sehen ist? Einfach formuliert: Es ist das Bild, was sich ergeben würde, wenn man die Negative auf ein neutrales Papier mit passender Belichtungszeit ausbelichten würde und dabei die Gradation für jedes Negativ so wählt, dass Schatten- und Lichterdetails vollkommen erhalten bleiben. Das wertemäßige aufeinander Zulaufen des zu setzenden Schwarz- und Weißpunkt ist gleich dem Wählen einer steigender Gradation.

      Was unberücksichtigt bleibt ist demnach die Kontrastkurve des Papiers, was die Tonwerte ebenfalls verändert. Das und die eigentliche Auswahl der Gradation am PC durch Kontrastanhebung wäre die künstlerische Interpretation des Bildes, die jeder genau wie in der Duka auch am PC vornehmen müsste.

      Diese Anpassung erste Anpassung kompensiert allerdings dann auch die eigentlichen Dichteuinterschiede. Diese sind zum einen Filmtypisch, was keine Rolle spielt, da man dies auch in der Duka erledigen würde und am Ende nur den Charakter des Films aufs Papier bringt. Zum anderen allerdings auch Entwicklungsspezifische Dichteänderungen. Daher kurz etwas zu den realen Dichten der Negative. Hier können sicherlich einige, die schon viele schwarz-weiß Filme vermessen haben, etwas zu sagen.

      T-Max 100
      D_Min Filmträger 0.14
      D_Max 2.15

      Ortho 25
      D_Min Filmträger 0.30
      D_Max 2.30

      Technical Pan
      D_Min Filmträger 0.14
      D_Max 2.00

      Der Ortho 25 ist stark blau gefärbt, erinnert mich ein wenig an die lila Färbung von T-Max 100 bei unzureichender Fixierung. Vielleicht sollte man den einmal Nachfixieren? Er ist auch deutlich dichter als die anderen beiden Aufnahmen, was man auch an den wie zuvor berschrieben Scans sehen kann:




      Was man hier als Ergebnis gut sehen kann ist, dass alle drei unterschiedliche Belichtungen aufweisen, da die Grauwertverteilung - das Gamma - gut aussieht, aber der Mittelpunkt beim T-Max höher liegt. Die Technical Pan Aufnahme ist eigentlich die korrekt belichtete, jedoch ist auf Grund des hohen Kontrastumfangs in dieser Szene einiges vom Schatten gering durchgezeichnet. Der T-Max hingegen ist länger belichtet, so dass sich das meiste oberhalb von Mittelgrau abspielt. Beide Aufnahmen, wohlgemerkt, beinhalten bereits Stellen von reinem Schwarz und Weiß, zeigen demnach den kompletten Dynamikumfang. Der Ortho 25 ist noch deutlicher überbelichtet.

      In der Dunkelkammer würde man nun folgendes machen: die Belichtungszeit beider Aufnahmen so anpassen, dass das mittlere Grau identisch ist. Dabei würden bei dem Ortho und dem T-Max zwar die Schatten leiden. Die wiederum würde man jedoch durch lokales abhalten am Absaufen hindern. Beim Technical Pan würde man bereits bei der aktuellen Belichtungszeit einfach die Schattenn abhalten, so dass nur diese angehoben werden. Da man hierdurch die Tonwerte staucht, muss im Folgeschritt auch der Kontrast erneut angehoben werden. Ein beispielhaftes Ergebnis wäre dann im folgenden Beitrag zu sehen.


    • Während T-Max und Technical Pan ohne große Änderungen und mit wenigen Sekunden Arbeit vom Erscheinungsbild grob angepasst werden können, gelingt das beim Ortho nur mehr schlecht als recht. Als orthografischer Film hat er natürlich eine andere Tonwertwiedergabe. Aber die Gammakurve müsste man schon sehr stark misshandeln, um eine größere Ähnlichkeit zu produzieren. Dazu kommt noch die wolkige Darstellung des Himmels und der Umstand, dass der Filmträger stark blau gefärbt ist. Daher würde ich größere Probleme bei Belichtung und/oder Entwicklung beim Ortho 25 vermuten, während Technical Pan und T-Max 100 sich nur in der gewählten Belichtung unterscheiden.

      Grundsätzlich ergebt der hier gezeigte Stand der Bearbeitung keinen Anspruch auf künstlerischen Wert oder Abgeschlossenheit. Ich habe nur versucht, so wenig wie möglich an der vom Film vorgegebenen Charakteristik zu ändern. Eine echte Ausarbeitung der Aufnahme würde stärkere Tonwertänderungen bedeuten. So würde ich auch eine höhere Gradation wählen und Schatten sowie Lichter danach abhalten/nachbelichten, um den mittleren Tonwerten durch die höhere Gradation eine bessere Seperation zukommen zu lassen. Diese notwenige Seperation sieht man gut in den folgenden Detailauschnitten, wo die mittleren Grauflächen mehr Kontrast vertragen könnten.
    • Abschließend noch ein paar Beispiele zur Korndarstellung mit Lightroom Schärfung Betrag 50, Radius 1.3, Details 35, Maskierung 0. Es handelt sich um 1:1 Bildausschnitte bei 4.000dpi Scanauflösung. Man sieht die hohe Schärfe des T-Max 100 bei gleichzeitig guter Tonwertaufteilung. Auch wenn der Technical-Pan von der Auflösung noch höher liegt, ist der T-Max 100 gut dabei. Auch hier gibt es die volle Darstellung erst bei Anklick des Bildes. Ich sag nur "VORSICHT!" ;)





      Ich hoffe, die Infos helfen dir weiter, Jan-Peter.

      Gruß
      Christian