Neue Idee für das Fotolabor: Automatic Film Agitation Device für Paterson Dosen!

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    • Neue Idee für das Fotolabor: Automatic Film Agitation Device für Paterson Dosen!

      Hallo zusammen,

      bei eBay entdeckt: Automatic Film Agitation Device

      Grundsätzlich finde ich das Gerät interessant und würde mich freuen wenn hier über Vor- und Nachteile diskutiert würde.

      Besonders würde mich interessieren ob evtl. schon jemand das Gerät nutzt, oder, wenn nicht, wie hoch das Risiko der Streifenbildung bei
      kontinuierlicher horizontaler Rotation ist.

      Mit dem Verkäufer bin ich weder verwandt, noch verschwägert oder sonstwie bekannt.

      Viele Grüße

      Markus
      Nostradamus: Anno Domini MCMLXXX wird ein Apfel emporsteigen, den niemand essen kann.
    • Die Idee ist nicht unbedingt neu, auf die ist auch schonmal jemand für die Asbach-Uralten Agfa- oder Jobo-Dosen (aus Bakelit?) mit Drehachse gekommen, die sehr ähnlich aussehen. Ich habe zwar zufällig eine, aber die noch nie benutzt und insofern keine Erfahrung, ob Drehen von Hand überhaupt gut funktioniert. Ich meine, das wäre hier schonmal diskutiert worden.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Danke für den Tip.
      Das kann nicht schlimmer werden als bei üblicher Rotationsentwicklung oder bei meiner Rondinax. Oder LabBox. Schließlich gibt es ja einen Ein/Aus-Schalter, notfalls Deckel drauf und 1x alle 5 Minuten kippen. In der Zeit dazwischen kann ich ja schon mal abspülen und aufräumen.
      Ich habs mal bestellt und berichte bei negativen Erfahrungen.

      Gruss
      Rainer
    • Ich habe die ersten 2-3 Jahre meine Filme in so einer Jobo-Dose drehend entwickelt.
      Der Drehachse hat man einen kleinen Schubs gegeben, dann hat sich das ganze 2-3 Umdrehungen gedreht.
      Mal linksrum, das nächste mal rechtsrum oder umgekehrt.
      Die war halt da, wie ne Flasche Rodinal.
      Keine Probleme, meine Negative waren in Ordnung, keine Streifenbildung, waren ganz gleichmäßig.

      Es muss ja funktionieren, weil zahllose Filme sind ja auf diese Weise entwickelt worden.

      Gruß
      Olaf
      WISIWYGWhat I See Is What You Get

      Mein analoges Flickr ist hier.
    • Hallo Markus,

      die allgemeinen Bedenken gegen eine gleichförmige Rotation und deren Auswirkungen laminarer Strömungen auf die Gleichmäßigkeit der Entwicklung dürften ja allgemein bekannt sein.
      Kippdosen sind auf eine schnelle, turbulente Durchmischung beim Kippen optimiert und dabei sollte man m.M.n. auch bleiben.

      Viele Grüße, Jochen
    • Jochen Mühlemeier schrieb:

      gleichförmige Rotation und deren Auswirkungen laminarer Strömungen auf die Gleichmäßigkeit der Entwicklung dürften ja allgemein bekannt sein.
      Das habe ich früher auch überschätzt. In Wirklichkeit hat das aber hauptsächlich mit der Art des Entwicklers zu tun. Manche Entwickler (und Verdünnungen) sind für ungleichmäßige Entwicklung bei Rotation empfindlich und manche überhaupt nicht. Ich kenne das Problem von meinen Rondinax-Dosen und bei den "neuen" LabBoxen dürfte das ähnlich sein. Und wenn es dort funktioniert müsste es bei den Paterson-Dosen mit Drehstab auch funktionieren.

      Wolfgang Haller schrieb:

      wo die Spannung nicht mehr reicht um die Arbeit zu verrichten,
      Das müsste man doch hören, ob der Motor dreht oder nicht. Dann kann ich immer noch per Hand drehen, oder mit Kipp-Entwicklung weitermachen. Der Film ist deshalb nicht gleich im Eimer. Vielleicht hat er höchstens eine leicht veränderte Dichte bzw. Kontrast.

      Gruss
      Rainer
    • Ich habe ja angekündigt, dass ich nur bei negativen Erfahrungen berichten werde.
      Aber nun bin ich voll des Lobes.
      Das Gerät tut was es soll. Es gibt 5 Geschwindigkeitsstufen, habe nur Stufe 3 ausprobiert. Das Ding schaltet die Rotation automatisch vor und zürick, also durchaus gleichwertige Bewegung wie im JOBO-Rotationsprozess. Ungleichmässige Entwicklung mit DD-X (1+6) kann ich nicht feststellen. Das Ladekabel (USB) ist nicht dabei, aber ich habe eines in meinem Fundus entdeckt und das Laden (mit Kontrollleuchte) funktioniert einwandfrei.
      Also hoffentlich machen die Hersteller weitere Auflagen von "Henry", denn es macht das Filmentwickeln entspannter.

      Gruss
      Rainer
    • Rainer Hubertus schrieb:

      Aber nun bin ich voll des Lobes.
      Das Gerät tut was es soll. Es gibt 5 Geschwindigkeitsstufen, habe nur Stufe 3 ausprobiert. Das Ding schaltet die Rotation automatisch vor und zürick, also durchaus gleichwertige Bewegung wie im JOBO-Rotationsprozess. Ungleichmässige Entwicklung mit DD-X (1+6) kann ich nicht feststellen. Das Ladekabel (USB) ist nicht dabei, aber ich habe eines in meinem Fundus entdeckt und das Laden (mit Kontrollleuchte) funktioniert einwandfrei.
      Also hoffentlich machen die Hersteller weitere Auflagen von "Henry", denn es macht das Filmentwickeln entspannter.
      Dito!

      Auch ich war neugierig und habe mir das Gerät gekauft. Mittlerweile habe ich drei Filme damit entwickelt. Verwendet habe ich das Gerät auf Stufe 4 und entwickelt mit dem Wehner-Entwickler, Streifenbildung könnte ich nicht feststellen. Besonders positiv finde ich das man bei aufgestzten Gerät die Entwicklungsdose befüllen und entleeren kann. Bisher habe ich den Wehner-Entwickler immer mit der Jobe CPE2 verwendet, was für mich aufwendig war, da ich kein ständiges Labor eingerichtet habe. Mit diesem Gerät geht das jetzt problemlos ohne das aufwändige aufbauen der CPE. Einzig der Chemieverbrauch ist höher, weil die Paterson-Dosen komplett gefüllt werden müssen. Ich kann mir für das Gerät sehr gute Marktchancen vorstellen, gerade in Kombination mit dem Cinestill TCS oder anderen Sous Vide Geräten kann damit für deutlich unter 200 Euro eine Jobo CPE3 ersetzt werden.

      Gruß

      Markus
      Nostradamus: Anno Domini MCMLXXX wird ein Apfel emporsteigen, den niemand essen kann.
    • Liebe Mitglieder der APhoG,

      [EDIT]: Auf Wunsch: Hier der Link zu dem Artikel Henry Developing Bot. (Falls die Verlinkung nicht erwünscht ist, nehme ich den Link natürlich wieder raus)

      Markus hat mich freundlicherweise auf diesen Thread verwiesen. Ich bin einer der beiden Hersteller von "Henry", dem Gerät was hier diskutiert wird.
      Ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern ich als Verkäufer an der Diskussion teilnehmen darf, aber ich wollte mich in jedem Fall über das Feedback bedanken und,
      soweit es mir erlaubt wird, darauf hinweisen, dass wir eine neue Partie Henry hergestellt haben und wieder verkaufen.

      Dabei haben wir auch einige Verbesserungsvorschläge von Marcus (und ich glaube auch von Rainer) in die neue Version übernommen.
      Henry verfügt jetzt zusätzlich über eine Ladestandsanzeige (damit man keine Angst haben muss,
      dass er während der Entwicklung aus geht) und einen auswechselbaren Akku, der in einem leicht zugänglichen Akkufach sitzt.

      Wir fertigen das Gerät nach wie vor in Kleinstserie in unseren eigenen vier Wänden und versuchen es nach und nach zu verbessern.
      Darum sind auch Verbesserungsvorschläge ausdrücklich erwünscht. Schreibt mir daher gerne, auch wenn ihr selbst kein Gerät besitzt.

      Das größte Fragezeichen ist für mich momentan, wie gut Henry mit verschiedenen Entwicklern klar kommt, denn manche Nutzer haben Bedenken geäußert,
      inwiefern z.B. das schnelle Umschalten des Servomotors zur Blasenbildung bei einigen Entwicklern führen kann.

      Ich habe ihn bisher nur mit Rodinal und Rollei RPX-D getestet und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden (subjektiv besser als bei Kippentwicklung, weil weniger Blasen).

      Viele Grüße,
      Vladislav