Erfahrungen Fotogeräte-Lagerung

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    • Erfahrungen Fotogeräte-Lagerung

      Einige von uns werden vermutlich mehr als eine Kamera mit Objektiv und Blitzgerät besitzen ;)

      Mich würden - wieder einmal - eure Erfahrungen mit der Aufbewahrung interessieren. Welche Probleme gibt es, was ist sinnvoll zu tun, wie geht ihr mit dem Thema um?

      Bitte nur Beiträge zum Thema und danke schon jetzt für den Hinweis, dass der beste Service die Verwendung der Geräte ist ;)

      Meine Erfahrungen „zum Schrank“ über inzwischen zehn Jahre sind in Summe gut. Von selbst geht selten etwas kaputt, in den meisten Aus-Fällen hilft eine Reinigung der Batteriekontakte, Fungus muss man züchten und Blitzgeräte tun es offenkundig immer.

      Was mir Sorgen macht, sind verölte Blendenlamellen. Das ist lästig und lässt sich nachhaltig nur durch Komplettreinigung und Neufettung beheben - Aufwand bzw. Kosten.
      Gruß, Andreas
    • Meine Kameras wohnen in einer Glasvitrine. Temperatur zwischen 20-22 C. In der Vitrine habe ich zur Feuchtigkeitsunterdrückung Silica Kartuschen die von Zeit zu Zeit wiederaufbereitet werden. Was ich nicht in der Vitrine lagere sind Ledertaschen oder Tücher die Feuchtigkeit aufnehmen können. Ich versuche Fungus und Staub keine Möglichkeit zur Ausbreitung zu geben. Ausser das ich die Kameras hin und wieder auslöse, verstelle und öffne, ändere ich auch die Lage. Bisher hat es nicht geschadet.

      Harald
    • Vor allem nicht in Köcher, Kamera-Tasche oder gar Bereitschafts-Tasche!
      Und nicht in hinteren Schrank-Ecken, unbeheiztem Keller oder Dachboden.

      Am besten im normalen raucherfreiem Wohn- oder Büroartigem Arbeitsbereich.

      Ob diese Silikatdinger in naturgemäß nicht dichten Schränken was bringen, halte ich für fraglich.
      Und das sie nicht dicht sind ist absolut wichtig, da so Luftaustausch entsteht und Kondensbildung vorgebaut wird.

      Mir kommt ein in anderem Zusammenhang geäußerter Satz eines Biologen nicht aus dem Kopf der mich wegen seines überragendem Wissens in Jungen Jahren sehr prägte. Dabei ging es um die Überlebenswahrscheinlichkeit von ausgebüchsten Terrarientieren, wie Amphibien oder Reptilien im Wohnbereich:

      "Die Wohnung ist viel trockener als die trockenste Wüste der Welt". Schlecht für die Tiere, gut für unsere Fototechnik.
    • Kameras bewegen - also bei meinen F3 oder F-1 (new) habe ich den Eindruck, dass die keine brauchen. Über mehr als ein Jahr den Verschluss nicht gespannt, ich kann keine Probleme im Ablauf hören und fühlen. Auch nichts verharzt. Lagerung selbstverständlich staubfrei und trocken. Und wer weiß, wie lange die vom Vorbesitzer nicht verwendet wurden.

      Fast einen Beweis dafür hab ich mit einer F3AF die Anfang der 80er angeschafft aber augenscheinlich nie verwendet wurde. Absolut mint, der Aufzug knackig, alles wie gestern hergestellt. Nur der Dämpfer und die Dichtungen sind zerfallen.
      Gruß, Andreas
    • Ich lagere momentan in der Vitrine, die ein offener CD Schrank ist. Und die Jahrzehnte davor tatsächlich der Horror nämlich in dichten aber ganz guten Fototaschen im Wohnbereich oder tatsächlich Dachgeschoss gelagert. Ja und eigentlich ist sie, die Familiencanon, vorher durchgängig benutzt worden. 1982 - ca. 1996 Alltagswerkzeug meiner Mutter; 1998-2004 von mir viel verwendet; 2011 wieder einmal, und 2018 bis heute. Sie ist im hervorragendem technischen Originalzustand, ich habe lediglich Batteriefachdeckelzunge instandgesetzt und Schnellspannhebel mal zerlegt und neu befestigt.
      Reject the digital. Go analog.
    • Andreas Ehrhardt schrieb:

      Ja und eigentlich ist sie, die Familiencanon, vorher durchgängig benutzt worden. 1982 - ca. 1996 Alltagswerkzeug meiner Mutter; 1998-2004 von mir viel verwendet; 2011 wieder einmal, und 2018 bis heute. Sie ist im hervorragendem technischen Originalzustand, ich habe lediglich Batteriefachdeckelzunge instandgesetzt und Schnellspannhebel mal zerlegt und neu befestigt.
      Welches Modell?
      Gruß, Andreas
    • Meine FM2 nebst Objektiven lag über 15 Jahre im Holzschrank im Keller. Der Keller ist trocken (!) und recht gleichmäßig kühl, Sommer wie Winter liegen die Temperaturen zw. 15..20 °C. Das Kellerzimmer fungiert auch zuweilen als Büro. Kamera und Objektive nach > 15 Jahren problemlos reaktiviert, alles funktioniert ad hoc, Objektive sauber, kein Pilz, auch mechanisch keinerlei Probleme. Grüße, Heiko.
    • Morgen Miteinander,

      eine besondere Lagermethode habe ich nicht, kein Humidor, keine Tiefkühlung, keine Vakuumverpackung und natürlich keine Konservierungsmittel, wie es in manch anderen bereichen gerne gemacht wird.
      Verölte Blendenlammellen kommen wenn sie kommen ob lagernd und bei benützung.
      Auch Lichtdichtungen bröseln je nach Hersteller früher oder später.
      Blitzgeräte sind Problematisch und aufgepasst es ist eine persöhnlich von mir beobachtete Erfahrung, andere können andere Erfahrung gemacht haben, also Blitzgeräte wenn man sie nach langer Zeit wieder in Betrieb nimmt kann es sein dass der Kondensator hops geht.
      Was das restliche Lagern betrifft, so ist es weniger die Lagermethode, eher die Kamera.
      Machenische Kameras sind eher unproblematisch wenn sie ab und zu gespannt werden.
      Bei elektischen ist es eine Sache der Generation,, frühe sind eher unproblematisch, die letzten analogen Spitzenkameras sind eher Anfälliger.
      Und bei normaler Vitrinen und Schranklagerung habe ich noch keine ausergewöhnliche Überaschungen gehabt, und kein Glaspilz.
      Glaspilz habe ich in nur einem Fall und das war ein komplett defektes Objektiv das ich als Beifang erhalten habe.
      Das Problem mit Klebrigen Gehäusen habe ich eher weniger, aber das liegt daran dass die Entsprechenden Kameras nicht so ganz in mein bevorzugtes Beuteschema passen.

      Gruß Achim
      Das Leben ist wie eine Klobrille
      Man macht viel durch
    • Harald Quintel schrieb:

      Meine Kameras wohnen in einer Glasvitrine. Temperatur zwischen 20-22 C. In der Vitrine habe ich zur Feuchtigkeitsunterdrückung Silica Kartuschen die von Zeit zu Zeit wiederaufbereitet werden. Was ich nicht in der Vitrine lagere sind Ledertaschen oder Tücher die Feuchtigkeit aufnehmen können. Ich versuche Fungus und Staub keine Möglichkeit zur Ausbreitung zu geben. Ausser das ich die Kameras hin und wieder auslöse, verstelle und öffne, ändere ich auch die Lage. Bisher hat es nicht geschadet.

      Harald
      So mache ich es auch, nachdem ich durch Lagerung in der ungeheizten Duka sowie Fototasche einige Objektive mit extr Fungus verloren habe. Danach alles in den Wohnbereich verlagert.

      VG
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      (Schaff ein getreues Ebenbild bevor die Materie verblaßt!)
    • Andreas Thaler schrieb:

      Was jedoch sein Ende findet, sind manche Kunststoffe. Klebrige Armierungen und Abdeckungen für Sucher, zur Schmiere gewordene Dämpfer und Dichtungen, zerbröselnde Schaumstoffe.

      Ebenso marode LCDs - Nikon F4 und F3. Das tut weh.
      Das Dilemma mit den Kunststoffen fing an als man Weichmacher zufügte um etwas Lederartiges zu kreieren. Leider war die Chemie noch nicht soweit, diese Weichmacher und andere Stoffe diffundieren und das Material ändert seine Konsistenz.
      Bei den LCDs ist es ähnlich, eigentlich zu früh und nicht ausgereift auf den Markt gebracht. Untersuchung von Langzeitstabilitäten und Umweltsimulationen waren da noch in den Kinderschuhen. Hier muss man aber auch unterscheiden Profigerät oder Consumerprodukt. Beim Ersten sehr ärgerlich, beim Zweiten in den Preis mit einberechnet.
    • Harald Quintel schrieb:

      Bei den LCDs ist es ähnlich, eigentlich zu früh und nicht ausgereift auf den Markt gebracht. Untersuchung von Langzeitstabilitäten und Umweltsimulationen waren da noch in den Kinderschuhen. Hier muss man aber auch unterscheiden Profigerät oder Consumerprodukt. Beim Ersten sehr ärgerlich, beim Zweiten in den Preis mit einberechnet.
      Die Hersteller waren da auch entsprechend vorsichtig: In der Bedienungsanleitung zur Nikon FA, die ich 1987 gekauft habe, heißt es irgendwo, dass die Lebensdauer des LCD begrenzt sei und dieses nach einem bestimmten Zeitraum (10 Jahre?) ausgetauscht werden müsse. Vor diesem Hintergrund sind die Langzeiterfahrungen doch recht positiv - von 5 LCD in meinen Nikons zeigt nur das in der F3/T von 1982 eine etwas dunklere Färbung, alle funktionieren aber und sind auch gut ablesbar.
      Beste Grüße
      Jan
    • Jan Seifert schrieb:

      Harald Quintel schrieb:

      Bei den LCDs ist es ähnlich, eigentlich zu früh und nicht ausgereift auf den Markt gebracht. Untersuchung von Langzeitstabilitäten und Umweltsimulationen waren da noch in den Kinderschuhen. Hier muss man aber auch unterscheiden Profigerät oder Consumerprodukt. Beim Ersten sehr ärgerlich, beim Zweiten in den Preis mit einberechnet.
      Die Hersteller waren da auch entsprechend vorsichtig: In der Bedienungsanleitung zur Nikon FA, die ich 1987 gekauft habe, heißt es irgendwo, dass die Lebensdauer des LCD begrenzt sei und dieses nach einem bestimmten Zeitraum (10 Jahre?) ausgetauscht werden müsse. Vor diesem Hintergrund sind die Langzeiterfahrungen doch recht positiv - von 5 LCD in meinen Nikons zeigt nur das in der F3/T von 1982 eine etwas dunklere Färbung, alle funktionieren aber und sind auch gut ablesbar.
      Nikon hat sicher aus den Erfahrungen mit den ersten Displays (F3) gelernt. Leider gab es bei den späten Modellen wie F4 keine wirklichen Verbesserungen. Das Problem haben aber vorallem die jetzigen Nutzer die keine Ersatzteile mehr bekommen. Aber das gilt für alle Hersteller.

      Gruss
      Harald
    • Meine Bestände werden ebenfalls im Arbeitszimmer hinter Glas (in Regalen eines bekannten schwedischen Möbelhauses mit Vitrinentüren) ausgestellt bzw. gelagert; Licht und Luft sind gewährleistet. Neue Exponate werden gründlich gereinigt, Probleme mit Fungus zeigen sich allenfalls bei Kameras, die ihr Dasein lange in Ledertaschen fristen mussten; bislang habe ich aber mit Isoprop immer Erfolg gehabt. Ich bemühe mich auch, alles regelmäßig zu bewegen; einige werden ja ohnehin regelmäßig genutzt. Probleme mit verölten Blenden habe ich nicht, auch nicht mit klebrigen Gehäusen (Kameras aus der fraglichen Epoche habe ich gar nicht). Verharzte Compurverschlüsse kann man reinigen (lassen); bei Mechanik mache ich mir ohnehin keine Gedanken. Mit Elektronik hatte ich bei den automatischen Nikons noch keine Probleme. Schwierig in der Hinsicht war die Rolleiflex 6008, aber von dem System habe ich mich getrennt.
      Neben den bröselnden Dichtungen der Rückwände sollte man bei SLRs vor allem auch intern verbaute Schaumstoffdichtungen im Auge behalten: Die Prismen vieler Olympus OM1 sollen von Separationserscheinungen betroffen sein; Gleiches gilt für die Eyelevelsucher der Nikon F und F2. Schuld ist wohl ein sich zersetzender Schaumstoff; ich hatte mal einen solchen DE-1 - man sieht im Sicher dann äußerst störende Flecken, da ist dann auch nichts mehr zu machen. Sover Wong tauscht bei den Nikon-Suchern die entsprechenden Dichtungen aus, bevor es zu spät ist. Die Apparate, die ich benutze, sind auch gewartet bzw. überholt worden; insofern sehe ich das mit der Lagerung ganz entspannt.
      Beste Grüße
      Jan