Einstieg in die Welt der Stative

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    • Ole Dost schrieb:

      Ich empfehle das Novoflex Triopod - System - es ist sehr ausbaufähig und auch abbaufähig :) ... es kann richtig schwere Teleobjektive halten, aber auch komplett bodennah eingesetzt werden. Und es kann als Dreibein bis zu drei Einbeinstative liefern, da jedes Bein zum vollwertigen Einbeinstativ umgebaut werden kann - mit nur einer günstigen Abstandsplatte. Das System kann sehr schnell komplett zerlegt werden, dass es in jeden Reisekoffer passt. Sodann sind unterschiedlich starke bzw. leichte Stativbeine je nach Gewichtsanfordeung der Kamera oder des Statives gewählt werden. Tolles Baukastensystem, das den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden kann.
      hast gschaut was die kosten??? dafür bekomm ich ein Gitzo Carbon!

      solage er auf seine A1 keine brennweiten ab 200mm raufschraubt, reicht jedes mittlere china-stativ.
      Auch beim Stativ gilt der Satz Viel hilft viel nicht.
      lg,
      Martin
    • Vielleicht kannst du aus meinem Weg etwas mitnehmen:



      Ich habe viel recherchiert, Videos geschaut, Zahlen verglichen und bin zu dem Schluss gekommen ein vernünftiges leichtes (Gitzo stand eigentlich auf der "willhabenliste") muss her und später noch eine größere schwerere Ergänzung. Leider ist bei den üblichen Gebrauchtwarenanbietern kein interessantes Angebot gekommen, daher habe ich mir für meinen Urlaub recht kurzfristig quasi als Notlösung ein Rollei C5i gekauft.


      Was soll ich sagen, es erfüllt seinen Zweck! Es ist so klein/ leicht das ich es auch mitnehme - mittlerweile glaube ich das ist das wichtigste Kriterium. Ein Stativ von einem guten Kilo und Packmaß knapp über Rucksackhöhe nehme ICH auch ohne Nachzudenken auf eine Wanderung mit/ ich bin nicht sauer wenn ich es an dem Tag doch nicht gebraucht habe. Solange kein Wind pfeift alles in Ordnung. Bisher hatte ich bei zwei Fotos Probleme: Bei dem ersten war ich in einem alten Gebäude wo der Wind extrem durch die fensterlosen Rahmen gepfiffen ist. Lösung vor Ort war dann ein hochempfindlicher Film. Das andere Foto war an einem Bahndamm wo der fahrende Zug in Langzeitbelichtung Teil des Bildes sein sollte. Diese Vibrationen hätten vmtl. Verwackelungen verursacht. Extra dafür bzw für solche Situationen habe ich mir dann als Ergänzung zum c5i ein Berlebach Holzstativ gekauft. Schön Buche und Stahl, schwingungsarmes Holz, Nivelierkopf unter dem Dreiwegeneiger etc. Wenn das Teil mal steht ist das Mega, aber schlepp den Klopper erstmal zum Spot... Es ist bei dem einen Einsatz geblieben und mittlerweile verkauft.

      Ich suche nun nach einem Ersatz für das Berlebach, ca. 4kg stelle ich mir vor und mit der Möglichkeit in Bodennähe arbeiten zu können. Das Rollei bleibt erstmal bzw ggf. erfülle ich mir irgendwann mal den Wunsch von dem Gitzo. Um 1kg ist für mich als leichte Option ideal, vermutlich ohne Mittelsäule. Bessere Fotos werde ich damit mit Sicherheit aber nicht machen!


      Zu dem c5i:
      Die Aluversion ist für meine Anwendung der aus Carbon deutlich überlegen. Bei meiner Carbonversion ist die Mittelsäule ist nicht teilbar und das Stativ daher nicht in Bodennähe verwendbar (ich arbeite gerne Tief und habe das Feature zu schätzen gelernt). Der Hersteller gibt als Alternative vor, man könne ja schlicht die Mittelsäule drehen und so auf Bodennähe kommen. Das man sich bei der Aktion der Länge nach im Dreck sult ist mir ehrlich gesagt erst beim ersten Foto so RICHTIG klar geworden. Das war Anfang des Jahres zum Sonnenaufgang. Stand dann noch ne ganze Stunde mit nasser Hose auf der Stelle. Einmal und nie wieder. Habe mir daher zu meinem c5i carbon noch ein defektes aus Alu organisiert wovon ich die Mittelsäule in meins aus Carbon eingebaut habe. Die Beinverschlüsse vom Alu fühlen sich nebenbei wertiger an.

      Die Kamera die das Stativ am häufigsten sieht ist übrigens meine RB67- nur soviel zur Tragkraft...
    • Ein Stativ ist immer ein Kompromiß. Bei Deinen Anforderungen würde ich nach einem Carbon-Stativ mit drei- oder vier Beinsegmenten und Mittelsäule suchen. Traglast von 10kg sollten dicke ausreichen. Grade die soliden Carbonstative halten meist sehr viel aus sind aber sehr leicht und kompakt zu bauen.

      Ich selbst habe ein Sirui Carbon-Stativ mit vier Beinsegmenten und Mittelsäule als kompaktes und leichtes Stativ angeschafft und nutze es inzwischen als Allrounder. Da packe ich ohne Probleme auch größere Ausrüstungen drauf, es passt aber auch noch in einen kleinen Koffer. Für Landschaften und alles was ich ohne Fußmarsch machen kann, habe ich noch ein dickes Berlebach Uni-Stativ mit einfachem Auszug. Das ist so stabil, da kann ich mich selbst noch mit draufsetzen.

      Höhe, Gewicht und Packmaß:
      Reicht Dir eine normale Arbeitshöhe? Bei Landschaften würd ich davon ausgehen, dass das Stativ ausgefahren (ohne Mittelsäule, s.u.) ca. 150-160cm groß sein sollte. Mit Stativkopf und Kamera hast Du dann den Sucher auf ca. 164-175cm Je nach eigener Körpergröße und Vorliebe gerne auch mal mehr oder weniger. Mehr als 180cm ist für Landschaft meist nicht nötig, 120cm wäre mir zu wenig. Die nächste Frage ist zudem, ob Du oft reist (Koffermaße als Grenze des Packmaßes) oder das Stativ auch mal aus Wanderungen mitnehmen möchtest. Davon ausgehend würde ich mir mal bei den Herstellern anschauen, worauf es hinausläuft. Grundsätzlich würde ich sagen sind weniger Beinauszüge besser, bedeuten aber auch entweder ein größeres Packmaß oder eine geringere Gesamtgröße.

      Mittelsäule:
      Es wird gerne mantramäßig in Foren wiederholt, dass Mittelsäulen böse sind. Ich arbeite sehr gerne damit, weil man schnell die Aufnahmehöhen verstellen kann. Mich nervt das ständige Aus- und Einfahren der drei Beine wenn man z.B. nur 10 cm Höhe ändern möchte. Bei Landschaft aber evtl. nicht so das Thema. Und dass eine Mittelsäule am Anschlag nicht für mehr Stabilität sorgt sollte klar sein. Im Zweifel bleibt die dann halt unten.

      Material:
      Wenn es nicht Holz sein soll würde ich über Kohlenstofffaser nachdenken ("Carbon"). Wenn es gerne schwer sein darf würd ich direkt auf Holz gehen. Vom Preis-Leistungsverhältnis finde ich die Berlebachs sehr gut. Alu bietet sich an wenn man sparen möchte. Ich hatte lange ein Manfrotto 055 aus Alu, die Teile sind völlig unspektakulär aber erfüllen wunderbar Ihren Zweck.

      Hersteller:
      Gitzo: Ja, das sind schon tolle Teile (ich mag den Hammerschlaglack). Sind preislich oben angesiedelt und würde ich deshalb als Neuware nur für den Einstieg empfehlen, wenn Geld keine Rolle spielt. Mit Manfrotto macht man auch nie etwas falsch. Es gibt im "gehobenen" Asia-Bereich ein paar Interessante Hersteller/Vertriebe (Benro, Sirui, Rollei oder Feisol etwa) die sehr solide Sachen zu einem guten Preis anbieten.
    • Bei den üblichen Anforderungen, günstig, leicht und stabil, bekommt man ja bekanntlich immer nur zwei gleichzeitig erfüllt. Ich hab mich bei meinem Stativ für die GF-Kamera für günstig und leicht entschieden und ein Carbon-Stativ von Feisol gekauft. Stabil wird das dadurch, dass ich den Rucksack an den Haken unter der Mittelsäule hänge.

      Ulrich