Vergleich der Auflösung von Scannern oder beim Abfotografieren

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    • Vergleich der Auflösung von Scannern oder beim Abfotografieren

      Ich bastel an Seiten über die Fähigkeiten von Scannern und die Ergebnisqualität beim Abfotografieren von Filmen. Zum Vergleich wird ein 24x36mm Farbenegativ gescannt sowie ein USAF 1951 resolution target, wie es von LaserSoft und Scandig angeboten wird.

      Nach und nach teste ich meine Technik anhand eines USAF 1951 resolution targets sowie an einem Farbnegativ und füge im Laufe der Zeit die Bilder ein.

      Falls jemand ein USAF Target in der entsprechenden Größe hat, würde ich mich freuen, wenn du mir einen Scan oder ein Foto mit deiner digitalen Reprotechnik schickst. Gerne auch von Geräten, die ich selber schon getestet habe, weil so ev. eine Serienstreuung bemekrbar wird oder unterschiedlich gute Verfahren.

      photoinfos.com/Scanner/vergleich-usaf-1951-chart.htm
      Dateien
      • USAF-Dia-301.jpg

        (34,68 kB, 26 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      http://www.photoinfos.com
    • Gerne würde ich mich beteiligen, doch leider verfüge ich nicht über ein solches Testdia. Wenn du mir deines per Post schicken würdest, bekämst du es samt Bilder von Dia und Equipment ein paar Tage später zurück. Mein Equipment wäre Leitz Balgengerät mit 100mm Macro Elmar R an DSLR und selbstgebauten Negativhaltern. Melde dich wenn Interesse besteht.
      "Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."
      Teresa von Avila

      19hundert80.de
    • Ich hatte mein USAF 1951 sicherheitshalber mithilfe eines Mikroskops fotografiert, um zu prüfen, ob die Balken der 7. Gruppe zu trennen sind. Die angehängte Datei zeigt den betreffenden Ausschnitt. Es klappt. Der Hintergrund ist sehr unsauber, weil im Filmträger ganz viele winzige Bläschen sind, die je nach Beleuchtungsart mehr oder weniger stark sichtbar sind.

      Das Target stammt von Scandig. Bei dem Preis hätte ich lieber ein einwandfreies ohne die Bläschen bekommen, andererseits kann man sie zum Prüfen der Betonung oder Unterdrückung von Defekten durch die Lichtquelle verwerten.

      Vielleicht sollten wir selber solche Targets herstellen. Das Original auf Glas ist zwar schweineteuer, könnte aber für Kontaktkopien unter entferntem Punktlicht (ca. 1 Meter weg) herhalten.
      Dateien
      http://www.photoinfos.com
    • Die kleinste Strichbreite liegt bei 0,002mm.
      Da bräuchte es schon einen sehr hochauflösenden Laserbelichter und einen entsprechend hochauflösenden Film.
      Die Zeit der Laserbelichter in Druckereien und Grafikstudios ist vorbei.
      Die besten hatten eine Auflösung von um 4800 ppi, wenn ich mich recht erinnere.
      Und die würden das schon nicht schaffen.
      Ich habe mal gockelt, da gibt es einen Laserbelichter für Microfilm für Archivzwecke.
      Der hat eine Auflösung von 7580 ppi, also 0,00335mm, etwa 1,5fach größer.

      Ich glaube, die Targets sind nicht umsonst so teuer.

      Gruß
      Olaf
      WISIWYGWhat I See Is What You Get

      Mein analoges Flickr ist hier.
    • Hallo Thomas,

      hast du bezüglich der Bläschen mal versucht, das Target mit der Emulsion zur Optik zu scannen bzw. abzufotografieren?

      Ich verwende für Auflösungen bis 250 lp/mm das Danes Picta FSR1 Transmissive Resolution Chart. Gegenüber dem USAF 1951 hat dieses Chart den Vorteil, dass statt einer einzigen Spirale aus immer enger werdenden Linienmustern, das FSR1 insgesamt 31 Spiralen hat, die sich auf der horizontalen und vertikalen Mittelachse und den beiden Diagonalachsen in einem Bereich von 28 x 40 mm verteilen. Jede Spirale hat Auflösungsmuster zwischen 12,5 und 250 lp/mm. Der Chart wird auf einem unperforiertem Streifen 35mm Mikrofilm von 120mm Länge geliefert. Mit diesem Chart lässt sich hervorragend die Gleichmäßigkeit der Abbildungsleistung des Scanners bzw. des Reprosystems bei Kleinbildvorlagen testen. Beim USAF 1951 muss man das Chart in die gewünschte Region verschieben, was fehleranfällig ist, da sich nicht mehr nachvollziehen lässt, ob das Chart gegebenenfalls aus der Schärfeebene geschoben wurde oder z.B. das Objektiv eine Bildfildfeldwölbung aufweist.

      Mein FSR1 Chart hat auch auf der Trägerseite einige Bläschen. Wenn jedoch die Emulsion zur Optik zeigt, sind die Bläschen im Scan nicht mehr sichtbar. Die Qualität scheint insgesamt deutlich besser zu sein als bei dem Lasersoft USAF 1951 Target.

      Nach meinem letzten Kenntnisstand heißt dieser Chart inzwischen nur noch SR1 Transmissive und kostet EUR 80 zzgl. VAT und Versand und kann direkt bei Ivan Danes (in Prag) bestellt werden. Seine Webseite danes-picta.com wirkt veraltet, aber ich hatte vor zwei Monaten noch mit ihm gemailt und eine aktuelle Preisliste erhalten.

      Bei solchen Tests mit hochkontrastigen Linienmustern sollte man berücksichtigen, dass die Details, die Fotofilm in den höchsten Ortsfrequenzen noch auflöst, auf dem Film nur noch einen extrem geringem Kontrast aufweisen und demnach für einen Scanner oder eine Kamera+Optik schwerer zu erfassen sind als kontrastreiche Testchartlinien. Zur Bestimmung der Auflösungsobergrenzen von Scannern oder kamerabasierter Digitalisierungssysteme eignen sich solche Targets schon, sofern die Muster feiner sind als das System auflösen kann. Als ergänzende Metrik ließe sich noch die MTF eines Scanners bestimmen. Dazu kann man ein Slanted Edge Target (Rechteck mit gekippter Kante) scannen oder abfotografieren. Das größte Quadrat auf dem USAF 1951 Target eignet sich z.B. dazu, Nur sollte das Target dazu um ca. 5° gekippt werden, und der Target sollte in dem Bereich keine Artefakte haben. Beim Abfotografieren und vielleicht auch bei manchem Scanner könnte man dafür auch eine saubere Kante einer Rasierklinge nutzen. Der Scan oder das Foto lässt sich z.B. mit der Software MTF-Mapper auswerten. Daraus lässt sich dann schließen, wie effizient das Digitalisierungssystem bei der jeweiligen Abtastfrequenz arbeitet und gegebenenfalls wieviel Überabtastung (Oversampling) notwendig ist, um noch ausreichend Kontrast bei der gewünschten Zielauflösung zu erhalten.

      -Dominique
      www.high-end-scans.de
    • Ich habe mich für das USAF 1951 Target entschieden, weil es zum Standard in der Scannerbewertung geworden ist. Meine Werte sind bsp. mit denen von Scandig vergleichbar. Klar hätte ich gerne ein KB Dia mit den Gruppen 4 bis 7 in den Ecken und im Zentrum, aber das bekomme ich nicht und kann es mangels einer guten Vorlage nicht selber produzieren.

      Stattdessen verschiebe ich beim Abfotografieren das Bild einfach und prüfe nochmal die Schärfe, weil bereits durch geringste Verkippungen im Aufbau Schwächen auftreten können. Allerdings sind beim ordentlichen (nicht perfekten!) Aufbau die Korrekturen, falls erforderlich, bislang minimal, wie man das auch von Premium Vergrößerungsobjektiven erwarten kann. Sollte eine Optik an einer Kamera eine stärkere Bildfeldwölbung haben, wäre das auch darstellbar sowie Ergebnisse für verschiedene Fokuseinstellungen für Mitte und Ecke bis hin zum Fokusstacking.

      Mehrfach habe verschiedene Leute mich auf andere Testmotive hingewiesen. Aber wohin soll das führen? So eine Aktion kostet sehr viel Zeit, die niemand vergütet. Das, was ich mache, dürfte schon aufschlussreich genug sein und die entsprechenden Tests kann ich immer mal wieder beim Benutzen von Scannern oder beim Abfotografieren einbauen.

      Wer etwas dazu beitragen kann mit einem USAF 1951 Chart von LaserSoft oder Scandig mag sich gerne beteiligen, aber ich werde das Testchart zur Aufösung nicht den mehrfachen Wünschen anderer anpassen.

      Allerdings überlege ich, statt des jetzt verwendeten Colornegativs ein neues mehrfach zu produzieren, in dem ich einfach einen Film mit genau dem selben Motiv belichte, sodaß 36 nahezu identische Exemplare zustande kommen.
      http://www.photoinfos.com