Wie FP4+ @ ISO 400 entwickeln?

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    • Wie FP4+ @ ISO 400 entwickeln?

      Hallo Forenten,

      ich bin heute Morgen zum Fotografieren losgezogen und dabei ist mir ein kleiner Fauxpas unterlaufen.
      Nach dem Filmwechsel von HP5+ zu FP4+ habe ich die Empfindlichkeitseinstellung an der Kamera versehentlich unverändert auf ISO 400 belassen; der FP4+ ist damit also reichlich unterbelichtet. :/

      Hat jemand einen Tipp, wie ich die Aufnahmen retten könnte? - Am liebsten würde ich es mit FX-39II probieren, da vorhanden. :)
      Falls Ihr mir aber zu verstehen gebt, dass diese Kombination aussichtslos ist, friere ich den Film ein und probiere es in einiger Zeit mit D-76, wofür zumindest im Internet Zeiten zu finden sind. :D

      Ich werde mir wohl für die Zukunft einen kleinen Zettel auf die Rückseite der Kamera kleben, der mich darauf hin weist, die Empfindlichkeitseinstellung regelmäßig zu überprüfen. Den gleichen Fehler habe ich nämlich vor Kurzem schon einmal begannen. :whistling:

      Beste Grüße

      Julius
      An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.
    • Ähnliches passiert mir auch hin und wieder, wenn ich 'mal nicht meinen Lieblingsfilm mit ASA 100 verwende.

      Es dürfte sich eine ungefähr doppelt so lange Entwicklungszeit ergeben. Ausprobiert habe ich es mit diesem Film aber nicht.
      Ich habe Angaben im Netz zugrunde gelegt, bspw. Datenblatt Ilford FP4+ oder Dunkelkammer_Lösungen
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      Altes bewahren - Neues prüfen
    • Julius Wagner schrieb:

      ... und probiere es in einiger Zeit mit D-76
      Wenn schon, würd ich es lieber mit Microphen probieren, einem typischen Push-Entwickler. Die Standard-Entwicklungszeit (d.h. die ohne Push) zu verdoppeln, wie Maximilian empfohlen hat, ist ein guter Anhaltswert. Ausprobiert habe ich's aber noch nicht.
      Wenn die Aufnahmen wichtig sind, würde ich mit ein paar Aufnahmen erst mal einen kurzen Testfilm entwickeln.

      Dass das Internet (ich vermute digitaltruth) Zeiten für einen D-76 Push um 2 Stufen anbietet, würde ich nicht überbewerten. Da findet man viel Unfug.
      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Manfred Anzinger schrieb:

      [...]
      Wenn die Aufnahmen wichtig sind, würde ich mit ein paar Testaufnahmen erst mal einen kurzen Testfilm entwickeln.
      [...]
      Das ist ja jetzt 'mal ein Tipp, da wäre ich nie drauf gekommen :thumbsup: !

      Meinst du von obigem Film ein Stück abschneiden, oder einen zweiten, identischen Film erneut "falsch" belichten, für die Tests?

      Ich bin bisher immer aufs Ganze gegangen und habe bei einem Malheur, mit Schweißperlen auf der Stirn, mit grob überschlagenen Zeiten entwickelt, sofern keine Herstellerinfos verfügbar waren *green* .
      Grundsätzlich hatte ich noch immer etwas zusätzlich länger entwickelt. Hat bisher erstaunlich gut geklappt.
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    • Maximilian Eggert schrieb:

      Meinst du von obigem Film ein Stück abschneiden, oder einen zweiten, identischen Film erneut "falsch" belichten, für die Tests?
      Nein, nicht ein Stück von dem schon belichteten Film. Sonst wären ja eventuell wichtige Aufnahmen im A...
      Man opfert dafür einen neuen FP4, stellt wieder auf 400 ISO ein, und belichtet einige Standardszenen oder man macht eine kurze Belichtungsreihe z.B. ±0 +1 +2 +3 EV. Dann spult man den Film zurück, schneidet den belichteten Streifen ab und entwickelt ihn (wie's geht, habe ich hier beschrieben, am Ende dieses verlinkten Kapitels). Danach weiß man mehr.


      Uwe Pilz schrieb:

      A49 holt ziemlich viel Empfindlichkeit aus den meisten Filmen heraus. Möglicherweise bleibt dann real nur eine Blende ürbig, die man mit Pushen überbrücken muss.
      Da hast Du Recht. Als ich noch alles mögliche ausprobiert habe, hatte ich mal den FP4+ in A49 mit echten 250 ISO, d.h. normaler Kontrast inkl. Schattenzeichnung.
      Das waren: A49 1+1, 20°C, 60s-Ilford-Kipp und 23 Minuten, d.h. bis der A49 total erschöpft ist. Wahrscheinlich wäre bei 20 Min. das gleiche Ergebnis herausgekommen.Mehr Pushen geht damit nicht, es seit denn man nimmt A49 unverdünnt. Aber der Unterschied 250...400 ISO ist doch fast keiner mehr.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Manfred Anzinger schrieb:

      Nein, nicht ein Stück von dem schon belichteten Film. Sonst wären ja eventuell wichtige Aufnahmen im A...
      Man opfert dafür einen neuen FP4, stellt wieder auf 400 ISO ein, und belichtet einige Standardszenen oder man macht eine kurze Belichtungsreihe z.B. ±0 +1 +2 +3 EV. Dann spult man den Film zurück, schneidet den belichteten Streifen ab und entwickelt ihn (wie's geht, habe ich hier beschrieben, am Ende dieses verlinkten Kapitels). Danach weiß man mehr.
      Danke Manfred, dein Rat ist Gold wert!
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    • Ich bedanke mich für die zahlreichen Beiträge! :)

      Heute Morgen habe ich es gewagt und den FP4+ - volles Risiko - in FX-39II mit der doppelten Zeit (=12min) und einer zusätzlichen Minute (also insgesamt 13min) entwickelt. :thumbup:
      Die Ergebnisse können sich meines Erachtens sehen lassen, bin wirklich beeindruckt. Ich werde die Tage mal etwas unter Bildbesprechung zeigen. :)

      Nochmals Danke für Eure Kommentare! 8)
      An einem Bild sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.