ADOX HR-50 in HC110 Gradationskurve

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    • ADOX HR-50 in HC110 Gradationskurve

      hier mal die Gradatioskurve/Werte zum Adox HR-50 in HC110.

      8 Minuten 20°C Verdünnung 1+47 1 Minute Dauerkipp dann alle 60 sek 3x
      0,08 0,15 0,27 0,47 0,78 1,25 1,53 1,69 1,75

      Wie sind eure Erfahrungen mit dem HR-50 mit diesen oder auch anderen Entwicklern
      - Manche Menschen inspirieren meinen inneren Selbstmörder -
    • Hallo Marcus,
      ich habe Deine Messdaten mal in mein Program übertragen, weil mich dieser Film schon immer interessiert hat. Jetzt ist das Interesse befriedigt, und ich werde die Finger davon lassen! Ich mag mir nicht vorstellen, was für DuKa-Abzüge bei einer solchen Gradationskurve rauskommen. Das ist meiner Meinung nach nur ein Spielzeug für Leute, die gerne scannen und dann die Kurven hinbiegen.
      Gruß, Manfred
      Filmtest_HR50.png
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Erhard Slowik schrieb:

      Vielleicht wäre es eine gute Idee den Film in dem dafür von Adox empfohlenen Entwickler ADOX HR-DEV zu verarbeiten
      anstatt ihn gleich abzuschreiben.
      Vielleicht ... sogar wahrscheinlich!

      Aber ein Film, der mit einem Standardentwickler ein solches Ergebnis bringt, kommt für mich nicht in Frage. Mit einer Arbeitsweise, bei der angebrochene Fläschchen mit allem Möglichen vor sich hin gammeln, habe ich schon lange abgeschlossen.
      Gerade entdeckt: Es gab hier in aphog auch schon >> Posts mit eingescannten HR50-Bildbeispielen, die gar nicht so schlecht aussahen, entwickelt in Wehner-Entwickler, SIlvermax oder FX-39, aber eben doch nicht ohne digitale Nachbearbeitung. Die macht vieles möglich, nur der Spaß im Hobbylabor würde mir dabei fehlen!
      Die oben gezeigte Gradationskurve ist ein schönes Beispiel, wie sich Vorbelichtung (hier "speed boost" genannt) auswirkt. Aber der HR-50 bleibt ohne Spezialbehandlung auch mit diesem Trick leider ein Dokumentenfilm. Wenn es bei bildmäßiger Fotografie auf feinstes Korn ankommt, würde ich(!) lieber einen TMax100 in Kombination mit einem ohnehin vorhandenen Standardentwickler nehmen (oder gleich ein größeres Negativformat). Diesen Film kann man dann problemlos konventioniell vergrößern.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Mit dem Standardentwickler Atomal 1+1 komme ich bei 20 °C und einer Entwicklungszeit von 13:30 (Kipp: 60/30/1) auf folgende Kurve:

      HR-50 in Atomal.jpg

      Sie ist von der Normkurve nicht weit entfernt, so dass sich das Vergrößerungsverhalten als unproblematisch erweist.

      Der HR-Entwickler ist im übrigen keineswegs ein Spezialentwickler. Seine umfangreiche Entwicklungszeitentabelle ist identisch mit der von SPUR TRX 2000. Sie differenziert gleich in vier Parametern (Verdünnung, Zeit, Temperatur und Kipprhythmus). Hierdurch funktioniert die Feinabstimmung auf unterschiedlichste Filme offenbar sehr gut. Die von mir damit nach Anleitung entwickelten Filme (K100, RPX 400 und Ilford Ortho plus) waren damit jedenfalls auf Anhieb Punktlandungen.

      Gruß

      Thomas
    • Jetzt bin ich aber baff, dass zwei verbreitete Standard-Entwickler (HC110 und A49) einen solchen Unterschied ergeben. Ich hätte das vorher nie geglaubt! Nach dieser Kurve ist Dein Film lediglich um 1 DIN unterbelichtet. Die Standardlinie in Otto Beyers Diagramm hat ein gamma=0,60. Dein Film liegt bei etwa 0,70. Wenn Deine Werte mit einem Transmissionsdensitometer gemessen wurden, ist das sogar ideal für für Mischbox-Vergrößerer auf Foma oder IMG IV. Also eine Punktlandung.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Wenn man den Adox HR 50 verwenden möchte, sollte man wissen, daß es sich um einen Spezial-Film handelt.
      Dieser Film zeichnet sich durch mehrere außergewöhnliche Eigenschaften aus.
      Diese Eigenschaften sollte man kreativ nutzen.
      Wer "normale" Negative anstrebt, ist sicherlich mit einem "normalen" Film besser bedient.

      Der HR 50 ist einer der ganz wenigen Filme, dessen Farbsensibilisierung bis in den infrarot-nahen Bereich reicht.
      Es sind Aufnahmen mit einem 750 nm Sperrfilter möglich, die dann sogar schon den Wood-Effekt zeigen.

      Der Film ist ursprünglich für Motive mit geringem Kontrast konzipiert worden.
      Die Zonen IV, V und VI werden mit hohem Kontrast dargestellt.
      Damit sind Fotos möglich, die andere Filme in der Form nicht machbar sind.
      Beispiel wären Fernsichten in der Landchaftsfotografie, Nahaufnahmen mit geringem Kontrast wie Blätter, Steine, Holz usw.; Außenaufnahmen bei Nebel oder diesigem Wetter...

      Ich habe den Film mit meinem Entwickler eingetestet.
      Bei einem Gamma von 0,65 entstehen Negative, die sich problemlos vergrößern lassen.
      Trotzdem bleibt der Film ein Spezialfilm mit ganz spezifischen Eigenschaften.

      Herzliche Grüße
      Klaus
    • Ja Runhild,
      wo siehst du denn ein Problem ¿
      Ich habe mir die 10 Rollen nicht gekauft um den Film schlecht zu machen.
      Ich will ihn in meiner Canon demi EE17 nutzen.
      Bei dem kleinen Format kann ich die mögliche grössere Auflösung gut brauchen.
      Denn das Scharfe 30mm Objektiv scheitert am Film.

      Ich habe den Test nochmal mit veränderten Parametern wiederholt.
      1Minute mehr, weniger Agitation.
      Da wurde es auch nicht besser.
      Der Fuss blieb gleich und die Lichter sind jenseits von Gut und Böse

      9 Minuten 20°C Verdünnung 1+47 30 Sekunden Dauerkipp dann alle 3 minute 2x
      0,08 0,14 0,28 0,48 0,77 1,26 1,60 1,78 1,83

      Für mich seht jetzt fest. Kein HR-50 in HC110!
      Ich probiere jetzt weiter mit den Entwicklern die ich habe.
      Ich will mir nicht noch einen weiteten in das Regal stellen.
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    • Das Problem ist, dass nur eine Zahlenreihe hingeschrieben wird, zu der es keinerlei Erklärung gibt, wie sie zustande gekommen ist. Außerdem gibt es keinerlei Aussage zur X-Achse. Deine Aussage ist nicht überprüfbar und nicht nachvollziehbar. Bei uns in der Physik gibt es für solche Versuchsprotokolle ein "durchgefallen".

      Das Gleiche gilt für die Grafik von oben. Es gibt keinerlei Aussage, wie die zustande gekommen ist. Sie ist nicht überprüfbar und nicht nachvollziehbar.

      Viele Grüße
      Runhild
    • Runhild Hellmich schrieb:

      Bei uns in der Physik ...
      Wir sind hier aber nicht in einem Physik-Seminar, sondern hier diskutieren Hobby-Fotografen über Gradationskurven. Wie die x-Achsen in den Diagrammen zu interpretieren sind, ergibt sich aus diesem Zusammenhang und die Grafiken sind mit den genannten Zahlenwerten daher sehr wohl nachvollziehbar.

      A propos Physik: Wir ermitteln keine Naturkonstanten auf die x-te Stelle nach dem Komma. Filmempfindlichkeiten ±1DIN oder Gammawerte ±0,05 gehen sowieso unter in den normalen Streuungen des wenig wissenschaftlichen SW-Prozesses im Heimlabor. Oder hättest Du gerne nach den Regeln der Physik eine nachvollziehbare Fehlerbetrachtung vom Belichtungsmesser bis zu den Dichten des SW-Abzugs? Dann müssten wir die SW-Fotografie ganz bleiben lassen.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • hi Runhild
      Ich nutze den HC-110 gerne und oft.
      Wenn du es Wissenschaftlich schaffst den HR-50 mit dem Entwickler glatt zu Bügeln.
      Ziehe ich den Hut.
      Mein "Wissenschaftlicher" Aufbau geht wie folgend.
      Im Schatten bei Tageslicht, bedeckter Himmel, Stative, Objektiv mit 9 Blenden auf unendlich, Graukarte, Handbelichtungsmesser bzw Spotmeter.
      Ich messe bei Blende 5,6 die einzustellende Belichtungszeit.
      Dann 9 Bilder der Belichtungsreihe bei Blende 1,4-22.
      Sind dar jetzt grobe Schnitzer drin, ich glaube nicht.
      Mein Densitometer arbeitet mit Durchlicht.
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