C-41 Entwicklung aus Absurdistan ???

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    • C-41 Entwicklung aus Absurdistan ???

      Im Thread "TETENAL Consumer Shop" monierte ich, dass die von Tetenal angebotene Magic-Box C-41 für 250ml zur Kipp-Entwicklung von 1 KB-Film konzipiert ist, meine Entwicklungsdose jedoch 290ml benötigt.
      Als "Weisheit" wurde mir dann geraten, einfach auf 290ml statt den empfohlenen 250ml zu verdünnen, da die Entwickler-Chemiemenge für 1 Film entscheidend sei und nicht so sehr die Verdünnung.
      In logischer Konsequenz, von der 1 Liter-Packung für 12-16 Filme ausgehend, müssten dann ja bereits 63-83ml Entwickler-Konzentrat für 1 Film in jeder x-beliebigen Verdünnung (-wohlgemerkt ohne irgendwelche Verlängerungsfaktoren-) ausreichen.
      Ich halte das für absurd und zweifle die Vertrauenswürdigkeit solcher Forumsbeiträge an.
      Oder bin ich da wirklich auf dem C-41-Holzweg und es braucht wirklich keine Verlängerungsfaktoren bei Verdünnung, z.B. von 250 auf 290ml ??? ?(
      Jedenfalls Tetenal wäre gut beraten, wenn sie die Magic-Box auch für 300ml konzipieren würden.

      Grüsse
      Rainer
    • Rainer, deine Zweifel sind durchaus berechtigt, das war so ein Schuss ins Blaue. Aber es ging mir nicht um die Versechzehnfachung, sondern um die Vergrößerung der Lösung von 250 auf 290 ml, also knapp um 1/5.

      Folgendes hab ich mir dazu überlegt: Es geht ja hier um das Lösen von Chemie in Wasser, und dadurch braucht man eine gewisse Menge Chemie, damit genügend Moleküle der Entwicklerchemie mit genügend Molekülen des Films reagieren können. Verdünnt man das, muss man etwas mehr warten und bewegen, damit genug Chemiemoleküle am Film vorbeikommen können.

      Also eine kleine Zeitverlängerung würde schon reichen, denke ich, aber frag lieber Tetenal. Wenn es stimmt, sollten sie es vielleicht mit aufnehmen in zukünftige Anleitungszettel. Und wenn nicht, vielleicht eine Warnung :)

      Grüße
      Rolf
    • Rainer, die 12-16 Filme beziehen sich auf doppelt, respektive dreifach Verwendung der Chemie mit Verlängerung der Zeiten, wobei im Falle von vermehrter Entwicklung von ISO 400 und höher empfindlichen Filmen der dritte Durchgang nicht empfohlen wird. Bei der Magic Box ist die Mehrfachverwendung nicht vorgesehen.

      Ich nutze E6 Chrmie nur einmal und das mit 250ml in einer 2520 Dose. Wenn man aufhört weiter einzuspielen, sobald der Film hinter dem Spuleneingang ist, reicht das für 36 KB Aufnahmen oder einen kompletten Rollfilm, jeweils zwei Spulen nebeneinander (2xKB oder 2x120).

      Jobo spezifiziert eigentlich 270ml, die man beim ganz einspulen und mehr als 38 KB Aufnahmen sicher auch bräuchte.
    • Aus der Praxis: Compard fertig angesetzte 500ml Tüten auf 600ml gestreckt um 2 Filme im Patterson Tamk gleichzeitig zu entwickeln: Nix geworden, Filme waren nicht korrekt entwickelt.
      Ob sich das auf die Tetenal Chemie übetragen lässt kann ich nicht sagen. Ich finde die Magic Box eh völlig überteuert.
      Knapp 13€ für einen Film? Für 17€ gibts einen Kit für 12-16 Filme.
    • Es gibt zwei Antworten auf die Frage: Entweder Du entwickelst sowieso nicht spezifikationsgemäss und stellst Dich auf den Standpunkt, dass man die resultierenden Abweichungen ja im Scanner korrigieren kann. Dann ist das bisschen Verlängerung wohl auch noch egal, das zu den groben Annahmen in der Anleitung noch dazukommt. Oder Du möchtest das spezifikationsgemäss und mit technisch korrekten Ergebnissen machen, mit dem Ziel, davon am Ende RA4-Abzüge herstellen zu können. Dann machen wir wohl wieder die entsprechende Diskussion auf, die wir zu C41-Heimentwicklung schon ein paarmal hatten, und wo dann am Ende rauskommt, dass man dazu u.a. die Original-Teststreifen und ein Densitometer braucht.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Hi
      Liter doch mal deine Entwicklungs Dose aus.
      Ich selber habe zwei Dosen die mit unter 250ml Flüssigkeit auskommen obwohl 270ml angegeben sind.
      Die etwas mehr als 20ml sind wohl großzügig als Sicherheitszuschlag meiner beiden Dosen gedacht. Sind unterschiedliche Hersteller aber der gleiche Aufschlag.
      Immerhin knapp 10%.
      - Manche Menschen inspirieren meinen inneren Selbstmörder -
    • Hallo mit einem Gruß aus Absurdistan

      Fange wir so an:
      Vor ein paar Jahren musste ich eine C41 Farbfilm entwickelten das Paket von Tetenal
      war noch neu und weitere Film waren nicht geplant.
      Ich hatte von einer Teilentname gelesen im Web also Google und ein Vorschlag gelesen.
      Der Entwickler ist in drei Flaschen geteilt, die Menge in der Flasche durch die maximale Filme geteilt.
      So kam ich auf etwa 7ml pro Flasche gleich 21ml Entwickler und gleich mit der kleinen Jobodose getestet.
      Den Blix habe ich komplett angesetzt .
      Das Ergebnis sah gut aus. Standard Kontakt ok.
      Kurze Zeit später kamen doch nochC41 Filme , den Rest angesetzt und noch mal verglichen Past.

      Kurz danach bekam ich eine Posten für Labore .Auf den Flaschen war die maximale Filme vermerkt.
      Also geteilt plus Aufgerundete...


      Ein Teststreifen und ein Densitometer habe ich nicht .

      Hat bei mir funktioniert ist ein Vorschlag und ein Hobby
      Gruß Bernd
    • Jens Dörsam schrieb:

      Es gibt zwei Antworten auf die Frage: Entweder Du entwickelst sowieso nicht spezifikationsgemäss und stellst Dich auf den Standpunkt, dass man die resultierenden Abweichungen ja im Scanner korrigieren kann. Dann ist das bisschen Verlängerung wohl auch noch egal, das zu den groben Annahmen in der Anleitung noch dazukommt. Oder Du möchtest das spezifikationsgemäss und mit technisch korrekten Ergebnissen machen, mit dem Ziel, davon am Ende RA4-Abzüge herstellen zu können. Dann machen wir wohl wieder die entsprechende Diskussion auf, die wir zu C41-Heimentwicklung schon ein paarmal hatten, und wo dann am Ende rauskommt, dass man dazu u.a. die Original-Teststreifen und ein Densitometer braucht.
      Ich denke ein Problem sind auch die Beipackzettel der Kits. Jeder interpretiert die Anleitungen anders, und sie sind auch alle unterschiedlich obwohl die Chemie, zumindest beim Entwickler, offenbar die gleiche ist. Ich meine "Spezifikationsgemäß" zu entwickeln, denn von von Ansatz in 4x 250 ml Teilen und Durchläufen steht bei mir nichts. 250ml reichen auch für meine Dose gar nicht aus. Du bist anderer Meinung, weil du die Anleitung anders interpretierst, oder eine andere hast, für Tetenal findest du im Netz zig verschiedene. Da brauchen wir uns gar nicht streiten, die Hersteller müssten da mal bessere Anleitungen liefern.

      Wie schon weiter oben berichtet, in der Praxis führt eine Verdünnung um 20% (500ml auf 600ml) zu unbrauchbaren Ergebnissen, trotz Zeitverlängerung um 20%.