Nikon F6 wohl eingestellt

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    • Andreas Rothaus schrieb:

      Ich gehe davon aus, dass allen klar ist, dass der Begriff "Profikamera" aus dem Marketing kommt. Ich vermute auch, dass das Wegfallen der Wechselsucher zumeist von denjenigen bejammert wurde, die selbige nie benutzt haben. Oder von denjenigen, die nun keine Chance mehr haben sich ein abstruses Zubehörteil in den Schrank legen zu können. Dann vielleicht doch lieber den anzuschraubenden Batteriegriff als Amateurmerkmal herauskehren, um der F5 die Weihe der letzten "echten" einstelligen Nikon zuzusprechen.
      Wenn man den ganzen Tag - oder auch länger - mit einer Kamera arbeiten muss, schätzt man die Hilfen, die das leichter machen.

      Das beginnt bei einer gewissen Großzügigkeit von Kamera und Zubehör, schroffe Behandlung ohne Funktionsausfall oder Reparaturbedarf zu vergeben. Ebenso ist Ergonomie wichtig. Die Kamera sollte in die Hand gebaut sein, wie es treffend heißt. Das ermöglicht längere Arbeit ohne Verkrampfung und Ermüdung. Umweltbedingungen sollten dem Gerät weitgehend egal sein. Einfach und irrtumssicher zu bedienen sind weitere gern bezahlte Eigenschaften. Universelle Einsetzbarkeit - zB mit Lichtschachtsucher, wenn es in Bodennähe oder am schweren Tele etc. weitergeht - ermöglicht zusätzliche Aufträge oder den Job überhaupt. Und so weiter.

      Alles das sind Merkmale, die eine Profikamera von einer Amateurkamera unterscheiden. Ohne Wertung. Denn wenn ich das alles nicht brauche, weil es für meine Arbeit ohne Bedeutung ist, warum sollte ich dafür bezahlen? Das Marketing ist oft, aber nicht immer schuld. Und der denkende, kritische Mensch sollte gegen sein Säuseln ja weitgehend immun sein.

      Gerade Nikon hat das mit der Erweiterbarkeit und dem in die Hand bauen über Jahrzehnte vorbildlich gemacht. Siehe auch die schönen Zubehörübersichten oder die F5 in der Hand.

      Ich habe vermutlich alle Wechselsucher für die F5 - nein, der Sportsucher fehlt glaub ich. Und die für F4 und F3. Keinen davon würde ich als abstrus oder sinnlos bezeichnen, da ist alles durchdacht. Übrigens eine gute Gelegenheit, wieder einmal einen davon auszuführen - als Amateur 8)
      Gruß, Andreas
    • Ja, Andreas;

      vermutlich liegst Du damit ganz richtig, vor allem, für den professionellen BEreich. - ICh bin aber nur ein ganz, ganz kleiner Ama-Teur; und photographiere in dritter Generation aus bloßem "Spaß an der Freud'".

      Trotzdem würde ich Dir zustimmen; denn auch der engagierte Amateur hat sehr Viel von einer gut durchdachten Kamera; siehe - parallel zur Nikon - die Hasselblad 500 CM.


      Zu DAniel: Leica oder Lomo; Damit werden wohl finanzielle und qualitative Antipoden engeführt; was fehlt, scheint doch die "vernünftige Mitte" zu sein.


      Jan-Peter
    • Neu

      Daniel-Alexander Gehler schrieb:

      Einerseits schade, weil eine Ära bei NIKON zu Ende geht, andererseits war aus meiner Sicht die letzte "echte" Kamera der einstelligen F-Reihe die F5. Für mich gehören Wechselsucher zur F-Reihe.
      absolut deiner meinung1

      Jan-Peter Raspe schrieb:




      Mal ganz erhrlich; wer braucht denn bei den guten Digital-Kameras einen Spiegel??
      Möglicherweise bin ich empfindlich, aber ich kenn keinen einzigen farbrichtigen elektronischen Sucher.
      Der Leica-Mann war höchst indigniert, als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass seine supertolle, neue Leica SL2 nicht farbrichtig (zu kühl, bläulich) anzeigt. Selbst mit einer im Untermenü versteckten Funktion zur Farbabpassung war eine farbrichtige Einstellung nicht möglich. Dafür soll ich knapp €6k abdrücken?
      Das kann jede Spiegelreflex inkl. der meiner vor kurzem um €19,- erstandenen Nikon F601 deutlich besser.
      lg,
      Martin
    • Neu

      Martin Czermak schrieb:

      Farbabpassung
      Da muß ich aber darauf hinweisen, daß der Spiegel einer Digitalen keine Garantie dafür ist, daß nicht dann der Sensor doch die Farben veschiebt. im Gegenteil, Du kannst Dich fast drauf verlassen, daß er das tut.
      Weiterer Punkt: Wir alle wissen, daß wir durch Auswahl des Films die Farbabstimmung beeinflussen können. Das sehe ich natürlich auch in keinem Sucher, beim besten Spiegel nicht.

      Kann es also sein, daß das ein bisserl ein Scheingefecht ist?
    • Neu

      Martin Czermak schrieb:

      Möglicherweise bin ich empfindlich, aber ich kenn keinen einzigen farbrichtigen elektronischen Sucher.
      Jeder Sucher ist natürlich nur die Abstraktion eines zukünftigen Bildes. Das Problem der Farbechtheit hat sich mir dabei noch nie gestellt. Mich haben eher die Verzögerungen und Auflösungsprobleme der frühen Sucher gestört.

      Dafür bietet ein elektronischer Sucher z.B. eine Belichtungsvorschau oder kann ein Motiv sogar komplett in s/w Darstellen.
    • Neu

      Andreas Rothaus schrieb:

      Dafür bietet ein elektronischer Sucher z.B. eine Belichtungsvorschau oder kann ein Motiv sogar komplett in s/w Darstellen.
      Und der elektronische Sucher kann noch die von dir gewünschten Belichtungsdaten / Informationen einbelenden.
      Und wenn es schon recht dunkelt, bietet dir der elektronische Sucher ein helles, gut beurteilbares, Bild.
      Grüße Jörg
    • Neu

      Ja, Ralf, MArtin, Jörg und Andreas;

      die digitalen Sucher, die ich von den beiden Kameras meiner Frau, eine Panasonic G-3 und die Sony Alpha 7R, kenne, stellen mich gegenüber dem "Bild" einer analogen Spiegelreflex auch nicht zufrieden, wobei bei dieser Wertung viel Sehgewohnheiten einfließen.

      Am meisten aber irritiert mich die Verzögerung nach der eigentlichen Aufnahme, besonders bei dunklen Motiven, die ich von einer analogen Kamera überhaupt nicht kenne; klar, wie auch?!

      Könnte ich bei einer digitalen Kamera "frei wählen", ich würde immer ein analoges Sucherbild bevorzugen.

      Dabei spreche ich allerdings nicht unbedingt vom "Sucherbild" auf einer Großformat-Kamera, das "auf dem Kopf" und verhältnismäßig dunkel und ohne Umhängetuch auch nie ganz vollständig erkennbar erscheint; das kennt sicherlich auch Ralf - aber das Leben darf auch gelegentliche ÜBerraschungen als "Arbeitsvorrat" mitbringen. - :)


      Jan-Peter
    • Neu

      Ja, Axel;

      wie Du ganz richtig bemerkst; das fließen ganz, ganz viel Gewohnheiten, Seh-Gewohnheiten mit rein; - und das Sucherbild der Sony 7R meiner Frau ist schon ganz vernünftig - aber auch synthetisch-technisch. Und daran geohnt man sich wohl auch, wie an ein "dunkleres" Sucherbild einer HAsselblad mit der billigen Standart-Mattscheibe von Einst.


      Jan-Peter
    • Neu

      Andreas Rothaus schrieb:

      Das dachte ich auch mal, als ich die Fuji X100 kaufte - die Kamera hat einen Hybridsucher. Am Ende habe ich fast nur noch mit dem elektronischen Sucher gearbeitet.
      Geht mir ganz genauso bei der X100v. Das hatte ich mir anders gedacht und wollte vor allem den optischen Sucher nutzen, aber tatsächlich habe ich Gefallen am elektronischen Sucher gefunden. Am Ende zählt ja nur das Ergebnis.

      Gruß

      Alex