Lunasix F

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    • Der Beli war jetzt 2-3 Jahre nicht mehr im Einsatz. Jetzt habe ich ihn wieder mal raus und einen Film belichtet. Die Batteriekontrolle war ok. Teilweise waren die Aufnahme unterbelichtet. Im Vergleich zu meiner Referenz, dem Spotmeter sowie Kamera mit Belichtungsmesser sind die Ergebisse des Luna durchweg 1-2 zu kurz, d.h. also unterbelichtete Aufnahmen.
      Das Teil ist ja nun schon x Jahre alt. Kann es sein, daß die Meßkomponenten altersmäßig langsam verenden? (Zur Sicherstellung habe ich auch noch mit einer frischen Batterie gemessen. Funktionieren tut alles.)

      VG
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      (Schaff ein getreues Ebenbild bevor die Materie verblaßt!)
    • Hans-Dieter Hunger schrieb:

      [...] Kann es sein, daß die Meßkomponenten altersmäßig langsam verenden? [...]
      Meines Wissens verfügt der Gossen Lunasix F über eine langzeitstabile Silizium-Zelle.
      Vielleicht muss der Belichtungsmesser nur neu abgeglichen werden.
      Hat er hierfür keine Stellschraube mittig auf der Geräterückseite (wie beim Profisix)?
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      Altes bewahren - Neues prüfen
    • Hans-Dieter,

      tatsächlich wundern mich Deine Erfahrungen mit dem Gossen; mein Lunalite mit dem 9V-Block funktioniert, wie am ersten Tag vor 35 Jahren!! - Und damit messe ich regelmäßig recht viel - alle aufnahmen, die mit der Hasselblad, der Graflex - und jetzt überwiegend mit der Linhof entstehen.

      Gerade mit der Hasselblad habe ich stets sehr exakte Belichtungen!!! - Von 600 Dias, die ich in England vor ein paar JAhren aufgenommen hatte, stimmten vielleicht ganze 4 nicht [ganz].


      Jan-Peter
    • Im übrigen: Dass Messwerte verschiedener Belis 1 bis 2 Blenden auseinander liegen, ist nicht weiter ungewöhnlich. Vor allem, wenn die sich konzeptionell unterscheiden wie spot- und integral- oder gar Licht messende Belis. Vergleichbare Messwerte bekäme man nur bei Messungen auf einer optischen Bank. Dass Deine Bilder unterbelichtet sind, kann auch an der Kamera liegen.

      Ulrich
    • Ulrich Drolshagen schrieb:

      ich würde ihn zu Gossen schicken. Die kalibrieren den neu.
      Einen Service für diese uralten Analog-Geräte gibt es nicht mehr, auch keine Ersatzteile. Soweit ich mich erinnern kann, ist der letzte Service-Techniker, der das noch gemacht hat, vor einigen Jahren verstorben.
      Über Alterungserscheinungen von sbc-Zellen habe ich noch nichts gelesen, nur über Selen- und CdS-Zellen.
      Ich habe vor vielen Jahren mal meinen Lunasix 3 noch bei Gossen kalibrieren lassen, ich glaube das hat damals schon in der Gegend von 200 DM gekostet!

      Maximilian Eggert schrieb:

      Vielleicht muss der Belichtungsmesser nur neu abgeglichen werden.
      Hat er hierfür keine Stellschraube mittig auf der Geräterückseite (wie beim Profisix)?
      Diese Schraube hat er zwar, aber sie dient nicht zur Kalibrierung, sondern nur zur mechanischen Nullpunktkorrektur des Meßwerks. Die Potis zu Kalibrierung sind im Inneren. Zum Öffnen muß man die aufgeklebte Beschriftung auf der Rückseite ablösen (wobei sie i.d.R. zerstört wird).

      Viele Grüße, Jochen
    • Jochen Mühlemeier schrieb:

      Ulrich Drolshagen schrieb:

      ich würde ihn zu Gossen schicken. Die kalibrieren den neu.
      Einen Service für diese uralten Analog-Geräte gibt es nicht mehr, auch keine Ersatzteile. Soweit ich mich erinnern kann, ist der letzte Service-Techniker, der das noch gemacht hat, vor einigen Jahren verstorben.Ich geb zu, das ist schon ein paar Jahre her. Damals haben die das nur für die ganz alten Lunasix mit den hellgrauen Gehäusen nicht mehr gemacht. Kaputt scheint der ja auch nicht zu sein. Muss ja nur kalibriert werden. Das sollte aber nur einen Anruf bei Gossen kosten, das herauszufinden.


      Ulrich


      PS Ich glaub übrigens nach wie vor nicht, dass man aus der Ablage von ein oder zwei Blenden von anderen Belis als Laie auf eine Fehlkalibrierung schließen kann. Das liegt in der normalen Streuung, die ich auch zwischen meinen diversen Kamera- und Handbelis beobachte. Gossen hat mir mal gesagt, dass die die auf +- 1/3 Blende genau kalibrieren. Angenommen, das stimmt für alle, kann man schon auf einem Messplatz eine Abweichung von 2/3 Blenden zwischen zwei Belis beobachten, ohne dass da ein Fehler vorliegt. So eine Messgenauigkeit bekommt ihr zu Hause nie hin.
    • Ulrich Drolshagen schrieb:

      Vergleichbare Messwerte bekäme man nur bei Messungen auf einer optischen Bank
      Och, wir wollen auf der optischen Bank ja keine MTF-Diagramme von Objektiven aufzeichnen.

      Um Belichtungsmesser zu vergleichen, genügen ein gleichmäßig bewölkter Tag für Tageslicht und irgendeine gleichmäßig beleuchtete weiße Wand. Wenn man solche Messungen direkt aufeinanderfolgend macht, muss das gleiche Ergebnis rauskommen. Selbst wenn ich in der optischen Achse um 5 Grad daneben ziele, ist das wurscht bei 30° Messwinkel. Ich habe das mit meiner Belichtungsmesser-Auswahl mal gemacht: Alle Belichtungsmesser waren sich bei Objektmessung einig, auch mit einer Anzeigegenauigkeit von bis zu 0,1 EV - außer zwei Gossen-Geräte. Abweichungen bei Lichtmessung mit alten vergilbten Plastikkalotten haben eine größere Streubreite.

      Wir sind uns sicher einig: Es macht einen Riesen-Unterschied, ob man einen Film mit 100, 200, oder 400 ISO belichtet. Wenn ein Belichtungsmesser eine Abweichung von "ein oder zwei Blenden" haben darf, ist dieses Teil mehr als überflüssig. Eine gut eingeübte Sunny-16-Regel ist da deutlich genauer.

      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Wie gesagt, bei einer Messgenauigkeit von +- 1/3 Blende liegen die uU schon bei exakter Messung 2/3 Blenden auseinander und Winkelabweichungen (spielen auch bein 30° eine Rolle, wenn im "Sichtbereich" die angemessene Fläche nicht homogen beleuchtet ist) und Helligkeitsschwankungen kommen noch dazu. Ein bis eineinhalb Blenden sind immer drin. Wenn die dann noch einer nicht exakt kalibriert ist, bist Du schon bei zwei Blenden. Bei normalen Lichtverhältnissen ist Sunny 16 (hierzulande eher 11) tatsächlich ja auch genau so zuverlässig wie ein Beli, wenn man nicht grad Dias macht.

      Ulrich
    • @ Manfred Anzinger
      Um Belichtungsmesser zu vergleichen, genügen ein gleichmäßig bewölkter Tag für Tageslicht und irgendeine gleichmäßig beleuchtete weiße Wand. Wenn man solche Messungen direkt aufeinanderfolgend macht, muss das gleiche Ergebnis rauskommen

      Der Meinung bin ich auch, und so habe ich auch verglichen. Wobei meine Referenzbelis bis auf kleine Abweichungen dieselben Ergebnisse brachten. Und der Luna war auch exakt, ist aber nun ein paar Jahre her. Ich werde jetzt mal mit der Stellschraube versuchen einen Abgleich zu erreichen.

      VG
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    • Mein Lunasix F ( ca. 35 Jahre alt) hat vor einiger Zeit rumgesponnen.

      Aufgrund eines freundlichen Hinweises eines Forenten, habe ich die Batteriekontakte gereinigt , ohne Erfolg.
      Nach drei Tagen Frust schieben und über einen neuen Beli nachdenken, habe ich die Prozedur wiederholt und dabei die Drähte zum Batterieblock natürlich leicht rausgezogen und alles wieder rein.
      Plötzlich funktionierte das Ding wieder.Es gab wohl , genau wie der Forent gemutmaßt hatte, einen Wackelkontakt.

      Ein Vergleich an einem bewölkten Tag mit gleichmäßigem Licht mit der Messung meiner DSLR, ergab bei Lichtmesung mit Handbeli und Spotmessung auf Graukarte mit der DSLR ,
      praktisch identische Messwerte.
      Eine drittel Blende Abweichung könnte ich sowieso verschmerzen, da ich praktisch nur Negative belichte.