Irritiert über Anzeige meines externen Belichtungsmessers

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    • Irritiert über Anzeige meines externen Belichtungsmessers

      Hallo zusammen,

      ich bin etwas irritiert über die Anzeige meines Weimar Lux cds Belichtungsmessers: Bei einem Lichtwert von 10 und einem Film mit ISO 400 müsste ich bei einer Blende von 8 mit 1/60s belichten. Basis meiner Annahme ist eine normale Lichtwerttabelle, bei der bei ISO 100 und einem Lichtwer von 0 die Blenden-Zeit-Kombination von f=1 / t=1s gilt.

      Nun schaue ich auf meinen Belichtungsmesser, messe und erhalte bei LW 10 eine Blenden-Zeit-Kombination von f=8 / t=1/2s.

      Verstehe ich nicht... Wie kann das sein?

      Bin ich auf dem Holzweg? Oder hatten sie damals in der DDR andere physikalische Verhältnisse? 8| ;)

      Über Hilfe würde ich mich wirklich sehr freuen. Vielen Dank im Voraus.

      Hendrik

    • Diese Wikipedia-Seite hat einen besonderen Charme:
      Der 40 Jahre alte Profisix mit seinem Leder-Etui wird dort als "Modernerer Belichtungsmesser" präsentiert.
      Gruß, Manfred

      Nachtrag: Lt. Anleitung zum WeimarLux stellen die Skalenwerte "Leitzahlen" dar, da ist nicht die Rede von EV. Ich habe slbst keinen Weimarlux, vermute aber, bei 100 ISO dürfte der Skalenwert mit dem EV-Wert übereinstimmen. Ansonsten gilt, wie Erhard schon geschrieben hat: EV und ISO sind zweierlei Sachen.
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Manfred Anzinger schrieb:

      Diese Wikipedia-Seite hat einen besonderen Charme:
      Der 40 Jahre alte Profisix mit seinem Leder-Etui wird dort als "Modernerer Belichtungsmesser" präsentiert.
      Gruß, Manfred

      Nachtrag: Lt. Anleitung zum WeimarLux stellen die Skalenwerte "Leitzahlen" dar, da ist nicht die Rede von EV. Ich habe slbst keinen Weimarlux, vermute aber, bei 100 ISO dürfte der Skalenwert mit dem EV-Wert übereinstimmen. Ansonsten gilt, wie Erhard schon geschrieben hat: EV und ISO sind zweierlei Sachen.
      Danke Euch beiden. Ich habe mir den Artikel durchgelesen. Und danach den Belichtungsmesser mir noch einmal genau angesehen.

      Die Skala unten, auf der ich den gemessenen Wert durch Drehen übertrage und dadurch eine Zeit-Blenden-Kombination erhalte, ist mit "SKALE" bezeichnet. Wenn ich t=1s und f=1 bei ISO 100 einstelle, zeigt mir die "SKALE" der Wert 5...

      Was das wohl zu bedeuten hat bzw. in welchen Universen die da unterwegs waren?

      Mit Lichtwerten hat es aber offensichtlich nichts zu tun..... Schade..... Wäre so schön einfach gewesen. Da ich mir eine Rollei 35 gekauft habe, wollte ich die Belichtungssituation einzuschätzen trainieren. Der Belichtungsmesser sollte mich dabei unterstützen. Da werde ich mich nach einer anderen Lösung umsehen müssen (oder entsprechend viel falsch belichteten Film in Kauf nehmen müssen).

      Viele Grüße
      Hendrik
    • Hallo, Hendrik,
      ist es dieser? cameramanuals.org/flashes_meters/weimar_lux_cds_meter.pdf
      (Bedienungsanleitung)

      Die Belichtungsmesser hatten zwei Funktionen:

      1. Messung Richtung Lichtquelle: Dazu war ein Filter vor dem Sensor. Hier nennt sie sich "Diffusorplatte". Direktmessung.
      2. Messung Richtung Motiv: Dazu musste man die Filterscheibe abziehen/Diffusorscheibe aufklappen. Indirektmessung.

      ---

      Wenn die Klappe geschlossen ist, wird wesentlich zu wenig Licht angezeigt, wenn man Richtung Motiv misst.

      Herzliche Grüße
      Bernd

      PS: Kannst Du mal ein Bild machen, bei dem man die Skalen und den Sensor sieht?

      2. PS: Vielleicht war das alles aber klar, dann hilft es vielleicht trotzdem anderen.

      3. PS: Laut Anleitung hat der Belichtungsmesser bei der Anzeige einen empfindlichen und einen unempfindliche Bereich für die Messung.
    • Die Belichtungssituation kannst Du mit Sunny16 einschätzen lernen. Lese Dich unabhängig von Deinem Thema mal darüber ein. Das gibt Dir schon mal einen ungefähren Wert vor. Ich messe meine Belichtung, stelle den Wert an der Kamera ein und überlege per Sunny 16, ob das auch ca. plausibel ist.

      Selbst so ohne Beli loszuziehen kann auch sehr spannend sein. Vor allem bist Du nicht gleich aufgeschmissen, wenn im Holz auf einmal alles, was die Belichtung messen kann, ausgestiegen ist.

      Das LV/EV Diskrepanz Thema kam übrigens von mir und da habe ich von einigen hier auch einiges gelernt. Vor allem auch, mir die Lichtsituation anzusehen und Blende/Zeit einzustellen. Das lernt man dann irgendwann. Ganz ohne wird es nicht gehen, aber man wird entspannter und souveräner unterwegs sein. Nicht jeder Beli kann den EV direkt anzeigen.
      Viele Grüße
      Philipp ^^

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    • Hi,

      ich halte es für total bescheuert mit einer manuellen Kamera ohne Belichtungsmesser unterwegs zu sein. Klar kann man sich mit irgendwelchen Tabellen behelfen oder die Sunny 16 Regel erlernen. Das gilt dann aber immer nur draussen und unter Standardbedingungen. So fotografiere ich zumindest kaum. An Belichtungsmessern mangelt es doch nicht. Fürs Telefon gibts sogar entsprechende Apps und wenn man gar nichts mit Strom haben will dann gibts immer noch den Selenzellen Beli von Sekonic. Das ist doch immer noch besser als durch falsch belichtete Filme Bilder zu versemmeln. Vor allem wenn man auf die Fotos angewiesen ist.

      Gruß Stefan
    • Draußen war bei mir sie "Sunny-16-Regel" in leicht abgewandelter Form oft genauer als Messen. Das liegt daran, dass sie der Messung des ankommenden Lichtes entspricht. Mit dem Belichtungsmesser (besonders mit eingebauten) misst man das reflektierte Licht.
      Das ist manchmal sehr empfindlich gegenüber dem Motiv, wenn hoher Kontrast vorhanden ist. Da misst man schon unterschiedlich, wenn man die Kamera loder den Belichtungsmesser eicht dreht.

      Wenn ich sage: Näherungsweise - dann meine ich: Ich verwende oft eine Belichtungstabelle oder eine Belichtungsscheibe, die auf dem Prinzip beruht. Bei manchen Apparaten ist sie eingebaut.
    • Hi,

      hilfe, natürlich sollte man auch mit einem Belichtungsmesser umzugehen wissen. Heutige Belichtungsmesser können doch selbstverständlich auch Lichtmessung. Und es ist auch klar das man unterschiedliche Werte erhält , je nach dem was man mit der Objektmessung anmisst. Darum gehts doch nicht. Es geht einfach darum erstmal korrekt zu belichten. Sonst ist es doch echt doof sich mit falsch belichtetem Ausgangsmaterial herum zu ärgern.

      Gruß

      Stefan
    • Hendrik Halbe schrieb:

      Oder hatten sie damals in der DDR andere physikalische Verhältnisse? 8| ;)
      Mit Sicherheit nicht :whistling: .
      Aber von individuellen Bedienfehlern mal abgesehen ist der Weimarlux CdS ein in die Jahre gekommener Belichtungsmesser mit eben jener CdS- Zelle und den damals gebräuchlichen 1,35V Zellen.
      Zwei Fehlerquellen schonmal; eine gealterte Messzelle und evtl. die falsche Spannungsversorgung.

      Die Dinger können noch sehr gut funktionieren; als Referenzmessinstrument würde ich den Weimarlux nicht bezeichnen.

      VG
      Holger
    • Guten Abend zusammen,

      ist ja einiges zusammen gekommen...

      @Bernd: genau der Belichtungsmesser ist es.

      Das prinzipielle Messverfahren ist mir aber schon, zumindest theoretisch, klar. Ich war halt nur der Meinung (wieso eigentlich...?), dass der Belichtungsmesser allgemein gültige EVs messen würde, die ich dann in Kombination mit einer ISO-Zahl in ein Zeit-Blendenpäärchen übersetzen könnte. Scheinbar misst er aber etwas anderes, was man nicht universell verarbeiten kann, sondern nur mit Hilfe dieses Belichtungsmessers... Laut Bedienungsanleitung misst er eine "Leitzahl".

      Naja, ich werde den Beli adacta legen, zumal ich hier scheinbar das selbe Problem haben werde wie mit meiner Rollei 35: bei Verwendung von anderen als den damals üblichen Quecksilberbatterien mit 1,35 V ist mit abweichenden Messwerten zu rechnen (ich weiß, dass es Alternativen zu den Quecksilberbatterien gibt, interessiert mich aber beim Beli nicht). Auch das war mir nicht so bewusst, daher danke auch Dir, Holger (Ich dachte, die CdS-Zellen seien robuster als die Selenzellen.).

      @Stefan, wenn Du das bescheuert findest mit einer alten analogen Kamera ohne Beli loszuziehen: was soll ich denn jetzt Deiner Meinung nach machen? Die Rollei 35 wegwerfen? Nö, mach ich nicht. :saint:

      Mir geht es darum mit der Rollei Spass zu haben und dabei ein paar schöne Fotos zu knipsen und dabei als positiven Nebeneffekt ein Gespür für die Lichtsituation und die dazugehörige Belichtung zu erhalten. Und das werde ich mal weiter mit sunny 16 machen. Und als Kontrollreferenz mache ich mich auf die Suche nach einem preiswerten modernen Beli. Oder ich werden den bordeigenen mit Hörgerätbatterien oder Weincells in Betrieb nehmen...

      Danke für Eure Antworten.

      Schönen Abend
      Hendrik
    • Hendrik Halbe schrieb:

      Quecksilberbatterien mit 1,35 V ...
      Kein Problem: Alternativen siehe -> hier < !
      Und wenn man mit den kurzlebigen Hörgerätebatterien arbeitet: Die Rollei 35 hat sogar einen speziellen Halter für eine Ersatzbatterie eingebaut.
      PXL_20201008_203245034.jpg
      Und weiter noch viel Spaß mit der kleinen Rollei. Die ist SUPER!
      Gruß, Manfred
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Manfred Anzinger schrieb:

      Hendrik Halbe schrieb:

      Quecksilberbatterien mit 1,35 V ...
      Kein Problem: Alternativen siehe -> hier < !Und wenn man mit den kurzlebigen Hörgerätebatterien arbeitet: Die Rollei 35 hat sogar einen speziellen Halter für eine Ersatzbatterie eingebaut.
      PXL_20201008_203245034.jpg
      Und weiter noch viel Spaß mit der kleinen Rollei. Die ist SUPER!
      Gruß, Manfred
      Das lese ich mir mal durch.

      Und wie gesagt, als Referenz lege ich mir einen Digisix oder sowas zu. (Hilft mir ggf auch bei der Einschätzung, ob mein Beli der FE2 spinnt. Hier habe ich nämlich neuerdings eine Vermutung...)

      Lustig der Ersatzhalter :thumbsup: . Ja, ich mag die Rollei 35 auch sehr gerne... Hast ja nen netten Filter, den müsste ich mir auch noch zulegen. Ist aber wegen 24 mm, so mein bisheriger Eindruck, nur schwer günstig zu bekommen.
    • Erhard Slowik schrieb:

      Bei einem Lichtwert von 10 muß man bei Blende 8 eine 1/15s belichten.
      Oder 1/60 Sek. bei Blende 4

      Hendrik Halbe schrieb:

      Die Skala unten, auf der ich den gemessenen Wert durch Drehen übertrage und dadurch eine Zeit-Blenden-Kombination erhalte, ist mit "SKALE" bezeichnet. Wenn ich t=1s und f=1 bei ISO 100 einstelle, zeigt mir die "SKALE" der Wert 5...

      Bernd_Hutschenreuther schrieb:

      ist es dieser? cameramanuals.org/flashes_meters/weimar_lux_cds_meter.pdf
      (Bedienungsanleitung)
      Ist wie beim Lunasix; der Skalenwert / Meßwert liegt bei 5, der Lichtwert bei 0

      (Beim Lunasix geht die Meßwertskala von 1 bis 21 und die Lichtwertskala von -4 bis 17.)


      P.S.: Lichtwert -4 wären dann 4 Minuten bei Blende 4 (oder 15 Min. bei Blende 8) :)