SW Zweibadentwicklung in Maschine. JOBO 3504 Frage

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    • SW Zweibadentwicklung in Maschine. JOBO 3504 Frage

      Hi,

      ich habe eine JOBO 3504 erstanden, die auch SW Prozesse fahren kann.
      Z.B. 35 Sekunden bei 30°.
      Die Bedienungsanleitung bezieht sich ausschließlich auf RA4, die Maschine hat 4 Bäder, CD, BX, W, W.
      Die ersten beiden werden automatisch aus den Containern gefüllt, die Wasserbäder aus der Wasserleitung.
      Deshalb folgende Frage:
      Wie kann ich mit der Maschine SW entwickeln bzw. kann man SW ohne Stoppbad entwickeln?

      VG
      Tobias
    • Hallo Tobias,

      du kannst in einer Maschine prinzipiell SW ohne Stoppbad durchführen, das ist bspw. in meiner ILFORD 2150 RC als reine SW-Maschine garnicht erst vorgesehen. Hier gibt es nur 3 Bäder: Entwickler, Fixierer und Waschbad. Die Maschine fährt den Prozess allerdings auch bei 38°C und entsprechende Entwickler und Fixierer sind notwendig. Teilweise wird bei Fixierern die notwendige Durchlaufzeit aber explizit im Datenblatt temperaturabhängig angegeben.

      Viele Grüße
      Christian
    • Hallo Tobias,

      fast alle normalen SW-Prozesse sind auf 20° C ausgelegt, außer für Filme auf Colorbasis (Ilford XP 2). Die Zeiten gelten für 20° C, für eine abweichende Temperatur des Entwicklers gibt es Hinweise in der Gebrauchsanleitung oder in der Literatur. Eine Entwicklung bei 30° C ist nicht empfehlenswert, eine Zeit von 35 s ist nicht reproduzierbar genug einzuhalten. Entwicklungszeiten sollten möglichst nie kürzer als 3 bis 4 Minuten sein. Wegen der andersartigen Bewegung muß man die Zeiten gegenüber der Kippentwicklung u.U. eintesten und anpassen.
      Bei der 2-Badentwicklung darf niemals ein Stoppbad oder eine Zwischenwässerung verwendet werden, sonst ist auf den Negativen danach nichts (oder fast nichts) drauf. Nach möglichst vollständigem Ablauf des 1. Bades wird direkt das 2. Bad eingefüllt. Die Zeit des ersten Bads muß etwas genauer eingehalten werden, obwohl Abweichungen kaum Auswirkungen haben, eine Überschreitung der Zeit im 2. Bad macht nichts, eine Überentwicklung kann nicht passieren. Beide Bäder werden zurück in die Vorratsflaschen gefüllt und können mehrfach wiederverwendet werden, besonders das 1. Bad.

      Viele Grüße, Jochen.
    • Tobias Gronemeyer schrieb:

      ...die Maschine hat 4 Bäder, CD, BX, W, W.
      Die ersten beiden werden automatisch aus den Containern gefüllt, die Wasserbäder aus der Wasserleitung.

      Alles wunderbar.
      Christian hat eigentlich alles schon perfekt dargestellt.
      Die Walzen quetschen soviel Entwickler ab, daß da nur noch das verschleppt wird, was in die Emulsion eingedrungen ist.
      Bei 30° ist die Entwicklungszeit von 35sek. ausreichend. Falls Du Bedenken hast, kannst Du ja selbst schnell feststellen, ob die maximale Schwärzung erreicht wird.

      Ergänzend noch zwei Dinge:
      Du solltest Entwickler und Fixierer nehmen, die für die warme Maschinenentwicklung konzipiert sind, das wäre in diesem Fall z.B. Ilford 2000RT Entw. + Fix.
      Außerdem ist es anzuraten, die Wässerung ebenfalls warm durchzuführen.

      Die PE-Bilder halten danach wirklich genauso lange, wie nach einer Schalenentwicklung von Hand bei 20°.

      Besagte Ilford 2150RC läuft z.B. von trocken zu trocken in 90sek.
      Nach 30+ Jahren ist da immer noch nix ausgesilbert oder braun angelaufen... ;)
      Beste Grüße
      Lutz

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    • Klasse, danke Euch!

      Nach dem Ilford 2000RT und N113werde ich mal schauen, ansonsten hatte mir Fotoimpex Neutol und Adofix Plus empfohlen für die Temperatur und Zeit.
      Ich glaube die Maschine ist ansonsten auch komplett in Temperatur und Geschwindigkeit einstellbar in 5 Prozessen RA4 und 5 für SW.
      Nur zum Weglassen des Stoppads konnten Sie mir nichts sagen, bzw. waren sie wie ich verwundert.
      Es waren 4 Stück. 5L Kanister dabei (BX, CD, SW Fix und SW DEV).
      Da sich das Printlab selber entleert und mit Wasser reinigt, könnte ich dann ja jeweils entscheiden ob ich Farbe, oder SW entwickel bei der Session.
      Replinish Behälter sind auch 4 Stück dabei gewesen.
      Soweit zumindest die Idee und gesetzt dem Fall ich finde eine Möglichkeit, wie ich die Kanister verschließen kann, wenn der Schlauch nicht dran hängt.


      VG
      Tobias
    • N'abend Tobias,

      Exakt auf die Kombination Neutol und Adofix Plus bin ich auch bei meiner Recherche basierend auf den Datenblättern gekommen. Das sollte funktionieren.

      Ich hab zum Umschalten des Ablaufs zwischen Ausguss im Betrieb (Waschwasser) und Kanister beim Entleeren (Entwickler/Fixierer) einfach ein T-Ventil aus PVC eingebaut. Das verträgt die chemische Belastung und schließt auch ordentlich. Die gibt es auch als einfache Sperrventile. Sowas könntest du im Schlauch kurz vor dem Kanister einsetzen und dann stattdessen immer Kanister samt geschlossenem Ventil ab- bzw. anschrauben, je nach Bedarf.

      Gruss
      Christian
    • Heuta alles angeschlossen und in Betrieb genommen.
      Dabei die Duka unter Wasser gesetzt.
      Zum Glück hatte ich einen Probedurchlauf mit Wasser in den Kanistern geplant das wäre ansonsten eine ziemlich Schweinerei gewesen.
      Übeltäter ist auch gefunden, ein T Reduzierstück war gebrochen.
      Denke eine gute Gelegenheit mal ein paar sehr versiffte schwarzw Schläuche gegen neue zu tauschen.
      Elektronisch hat bis dahin alles funktioniert.


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      Dateien
    • Bei meiner Metoform ist nur wird nur an der dem Entwicklerkreislauf gemessen. Die Heizung ist eine Art Durchlaufwärmetauscher d.h. wenn die Pumpe nicht oder zu wenig pumpt heizt der Entwickler sich im Wärmetauscher auf, der Sensor liegt auch in diesem Bereich also sagt er es ist warm genug Heizung aus...

      Falls du da weitere Probleme hast schick mir einfach eine PN dann können wir Telefonnummer austauschen :)