Welches Netzteil zum Farbmischkopf??

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    • Welches Netzteil zum Farbmischkopf??

      Hallo zusammen,

      ich brauche bitte eure Hilfe: Ich arbeite derzeit mit einem Meopta Axomat 4. Dazu habe ich einen Meochrom Farbkopf, leider ohne passendes Netzteil.

      Der Vorbesitzer hat ein kleines Halogennetzteil rangebastelt, das aber neben der bekannten Einschalte verzögerung auch Spannungsschwankungen hat, die sich in minimalen Helligkeitsunterschieden zeigen.
      Das sieht man zwar nicht direkt mit dem Auge, aber mein Wallner zeigt minimale Abweichungen an. Ich bräuchte also ein stabilisiertes Netzteil, das für die 12V/100W Lampe geeignet ist.

      Ist möglicherweise dieses hier geeignet?
      Netzteil bei Conrad

      Oder sollte man eher auf ein anderes Modell ausweichen??

      Für eure Hilfe wäre ich euch wirklich dankbar!


      Liebe Grüße

      Valentin
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    • Moderne Schaltnetzteile für Halogenlampen sind in der Regel stabilisiert und ohne Einschaltverzögerung. Wobei letzteres vielleicht je nach Modell nicht gegeben ist. Mein Durst M605 Farbmischkopf hat einen konventionellen Trafo, damals mein Meopta Magnifax mit Color 3 auch. Die Dinger sind entsprechend schwer und natürlich nicht stablilsiert. Korrekt funktionieren sollte eigentlich beides.
    • Valentin Drost schrieb:

      Vorallem sollte das Netzteil halt stabilisiert sein und möglichst keine Einschaltverzögerung haben
      "Normale" Schaltnetzteile sind in jedem Fall stabilisiert und haben auch keine Einschaltverzögerung.
      Das von Dir verlinkte sollte gehen.
      Mittels dem Poti an der Seite der Klemmen kann man die Spannung feineinstellen.
      Es empfiehlt sich diese etwas unter 12V zu stellen. Das soll die Lampe schonen. Frühere Trafos waren immer auf 11,5V eingestellt.

      Gruß

      Joachim
    • Einschaltverzögerung kann man leicht feststellen (wenn man einen Schalt-Timer hat):
      Einen Testprint ohne Negativ in mehreren Streifen z.B. so belichten, dass sich in 16s ein mittleres Grau ergibt.
      1. Streifen: 1x 16s
      2. Streifen: 2x 8s
      3. Streifen: 4x 4s
      4. Streifen: 8x 2s
      5. Streifen: 16x 1s
      Immer mit 2s Abkühlpause

      Im Idealfall ergeben nach dem Entwickeln alle Belichtungen das gleiche Grau. Ich habe das erfolgreich getestet mit einem "Paulmann" 100W-Halogen-Netzteil aus dem Baumarkt (Noname-Trafos zum Schnäppchenpreis habe ich vorsichtshalber mal nicht genommen): Einschaltverzögerung nicht feststellbar! Den Original-Trafo verwende ich seitdem nicht mehr, weil er heiß wird und dann noch anfängt, nervig zu brummen.Leichte Helligkeitsschwankungen kommen eher von einer alten Lampe und vor allem einer alten Lampenfassung. Da hilft nur: beides(!) auswechseln. Die Lampenfassungen gibt's auch im Baumarkt.

      Gruß, Manfred

      Nachtrag, nachdem ich Joachims Beitrag gelesen habe: Mein Baumarkt-Netzteil hat lt. Typenschild 11,5V Sekundärspannung, aber kein Poti zur Feineinstellung.
      Allerlei technische Tipps zur SW-Fotografie unter: http://www.anzinger-online.de/Foto/
    • Christof Gobbers schrieb:

      Mein Durst M605 Farbmischkopf hat einen konventionellen Trafo, damals mein Meopta Magnifax mit Color 3 auch. Die Dinger sind entsprechend schwer und natürlich nicht stablilsiert. Korrekt funktionieren sollte eigentlich beides.
      Ist ja interessant! War das dann jeweils das originale Netzteil dazu?

      Joachim Mueller schrieb:

      Mittels dem Poti an der Seite der Klemmen kann man die Spannung feineinstellen.
      Es empfiehlt sich diese etwas unter 12V zu stellen. Das soll die Lampe schonen. Frühere Trafos waren immer auf 11,5V eingestellt.
      Danke für den Tipp! Das ist ja super, dass man das da einstellen kann.


      Manfred Anzinger schrieb:

      Da hilft nur: beides(!) auswechseln.
      Okay...dann werd ich mir mal ne passende Fassung besorgen. Neue Birnchen hab ich bestellt, schadet sicher nichts, mal mehrere im Haus zu haben!

      Danke einstweilen für eure Hilfe, meld mich nochmal, wenn ich das Problem behoben hab.

      Liebe Grüße
      Valentin
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    • Jedes Netzteil, dass mit der Netzspannung hochgefahren wird, hat eine Einschaltverzögerung. Das gilt für Trafos genauso wie für Schaltnetzteile. Außerdem muss auch die Halogenlampe erst mal warm werden. Letzteres kann man nicht vermeiden, ersteres schon. Es gibt Schaltnetzteile, die ständig eingeschaltet bleiben können und bei denen die Ausgangsspannung per Steueranschluss ein- und ausgeschaltet werden kann. Das Problem ist, dass man die 230 V der Timer in eine niedrigere Steuerspannung wandeln muss. Man kann aber auch die 12 V mit einem Relais ein- und ausschalten. Dann geht das sogar mit einem Trafo.
      Das oben genannte Netzteil ist eine brauchbare, aber nicht eine optimale Lösung.


      Viele Grüße
      Runhild
    • Stabilisierte Netzteile sind nur bei extremen Netzschwankungen erforderlich. Die üblichen, kleineren Netzschwankungen haben sekundärseitig praktisch keine sichtbaren Auswirkungen. Ein 11,5 V - 12 V Trafo ohne Netzteil ist bereits ausreichend.

      Anders verhält es sich bei der Einschaltverzögerung, die allerdings auch nur bei kurzen Belichtungszeiten sichtbar wird. Hier war immer das große, aufwändige, spannungsstabilisierte Netzteil von Dunco das Non plus Ultra mit einer Einschaltrampe ohne sichtbare Einflüsse, selbst bei kürzesten Belichtungszeiten.

      Die Wallner Geräte enthalten Optokoppler, die sich nicht mit den frühen Netzteilversionen von Dunco vertragen. Diese reagieren mindestens mit starkem Brummen.
    • Liebe Runhild,
      danke für deine Ausführungen! Das klingt absolut plausibel.

      Am besten ist ich hole mir ein Relais, das ich mit 230V steuern kann. Das bringe ich sicher noch im Gehäuse meiner Schaltuhr unter, dann kann das Netzteil im Dauerbetrieb laufen und nur die Lampe wird gesteuert. Großartige Idee!
      Jetzt muss ich nur noch herausfinden ob die Helligkeitsschwankungen von Birne und/oder Fassung kommen, oder ob das Netzteil das Problem ist, weil dann könnte ich vielleicht sogar das weiterhin benutzen! Mit Sicherheit die günstigere Alternative!

      Denke ich richtig:
      Relais mit 230V DC Spulenspannung und max. 8.5 A Schaltstrom (weil 100W Lampe und 12V Spannung?)

      Lieber Wolfgang,
      danke auch dir für deine Einschätzung, es scheint mir als liefe es ohnehin auf ein Relais hinaus, wobei die Fläche gar nicht mal so hell ist, die Belichtungszeiten also gar nicht mal so lang werden...
      bevor ich tatsächlich ein Relais bestelle mache ich den Test von @Manfred Anzinger, dann werden sich die Auswirkungen schon zeigen.
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    • Helligkeitsschwankungen klingt eher nach Korision bzw. ungünstiger Steckverbindung bei der Fassung. Du kannst die Fassung (zum Test) auch ganz entfernen und die Kabel mit Lüsterklemmen an die Pins der Birne schrauben (Pins vorher abfeilen). Diese Verbindung sollte besser elektrisch leitfähig sein als eine Steckverbindung. Das Plastik darum muss natürlich entfernt werden. Sonst schmilzt es.

      Ich habe ein Osram HTM 105 als Trafo-Ersatz im Einsatz für eine 100-Watt-Birne: Sehr günstig, klein, leicht, springt sofort an. Damit funktioniert's gut. Gebraucht gibt es so etwas für ca. 5 Euro. Das wäre ein Versuch wert. Ich denke, dank moderner Halogentrafos braucht man nicht mehr die klobigen, teuren Originalgeräte.
    • Hallo Valentin,

      ich würde sicherheitshalber den Schaltstrom vom Relais deutlich höher wählen als die 8.5 A. Preislich macht das kaum einen Unterschied. Bei Reichelt ist die Auswahl recht gross.

      Das Ergebnis vom Test von Anzinger hängt von der gewählten Gradation ab. Je weicher die Gradation gewählt wird, umso weniger Unterschiede sieht man im Ergebnis.

      Viele Grüße
      Runhild
    • Neu

      Die Nicht-stabilisierten Trafos reagieren neben der Einschaltverzogerung auch auf Stromschwankungen im Haus, z.B. habe ich mich lange damit rumgeärgert, wenn der Trockner, Waschmaschine u.ä, liefen - Stromstöße. Das war besonders bei Color-Arbeiten ärgerlich. Habe mir dann einen Stabi zugelegt und alles war gut.
      Ob die trafoähnlichen Netzteile funktionieren glaube ich eher nicht. Habe mich lange um Alternativen für die Labor -Trafos bemüht, bis jetzt ohne Erfolg. Ein großes Problem, da selten angeboten - werden halt meist mit dem Vergrößerer verkauft.
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      (Schaff ein getreues Ebenbild bevor die Materie verblaßt!)
    • Neu

      Ich habe die Fassung heute mal aus dem Gerät genommen um eine neue zu bestellen, dabei zeigte sich, dass die Kontakte aus der Porzellanfassung einfach zu entnehmen waren. Ich habe sie mit Stahlwolle poliert und ebenso die Kontakte des Birnchens. Hab die Kontakte etwas enger gebogen und voila das Flackern war (messbar) weg... mal sehen wie nachhaltig... Einschaltverzögerung bleibt natürlich, wobei mir die Abschaltverzögerung bisher nicht aufgefallen war... vielleicht gleicht sich das ja aus? Werde die Tage mal den Test machen.

      Was genau ist ein Stabi?
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