Wer fotografiert nur Schwarzweiß und warum?



  • 1+ :P

    Gruß
    Hans-Werner


    Wo man am meisten drauf erpicht,gerade das bekommt man nicht.(Wilhelm Busch)

  • Bonjour Michael,


    deine Überlegung bringt uns ins grübeln…, bei 4" x 5" wissen wir aber nicht so recht, was wir mit den Dias dann machen sollen - würde vielleicht bei 8" x 10" schon spannend sein um sie auf dem Leuchttisch zu betrachten, aber da haben wir keine Kamera, die wir mit in den Flieger nehmen können…


    O.K.… wir könnten spontan noch eine Toyo 810 m kaufen :-)!


    Salut,


    vom Zappa und dem kleinen Tiger (…der sagt: monchmal müss man och ma nen büsschen Spontan seen!)

    Markennamen??? - Egal, wenn wir nur damit photographieren können…


    Unsere Negativformate:


    6 x 9, 9 x 12, 13 x 18, 18 x 24, 24 x 30 cm
    4" x 5", 8" x 10", 16" x 16", 16" x 18", 24" x 26" - Inch

  • Zitat von "Ulf Clark"

    O.K.… wir könnten spontan noch eine Toyo 810 m kaufen :-)!

    Also als der einzig Vernünftige hier im Forum kann ich dir nur einen Rat geben: KAUFEN! :D


    Ja die Dias, was macht man mit sooo großen Dias ???


    Das was man seit je her damit gemacht hat, einscannen (lassen) und in riesen Formaten ausdrucken! Ganz nah davor stehen im Bild spazieren gehen und staunen!
    Ich komme beruflich aus der Druckvorstufe ... ich mache das aber schon ewig nicht mehr, wei ich mich nicht mehr mit Computern -vor allem die mit dem angebissenen Apfel- rumärgen wollte, ich hatte meinen Job bis dahin eigentlich sehr ernst genommen und dann führen sie diese albernen amerikanischen Playscoolkisten für Idioten ein...noch nicht mal eine rechte Maustaste haben die einem zugetraut! Skandal! Ich fand auch den Mülleimer (auch mit Oskar drin) nie wirklich witzig, sondern ein weiteres "für wie blöd halten die mich eigentlich" Ding in diesem völlig instabilen und unausgereiften Betriebssystem. Ich mag diese amerikanische analphabeten Philosophie dahinter nicht: Jeder Depp soll unsere Produkte bedienen können. Mich (den Anwender) für möglichst blöd halten, aber seinen eigenen Job (die ganzen Bugs zu beheben) über Jahre nicht auf die Reihe bekommen! Ja mit OS sonstwas wird das behoben... der Heiland wird kommen und uns alle erlösen! Jobs ist gut, Gates ist das böse. Ich konnte und kann es nicht mehr hören! Während das andere Betriebssystem immer besser schneller und stabiler wurde bekam man von Apple eine tolle Philosophie (Religion?) und bunte Durchsichtsplaste mit zweifarbigen Mausbällen als riesen Fortschritt angeboten... als ich meinen neuen lang angekündigten super G3 (mit dem jetzt endich alles besser werden sollte!) hatte, sagte ich zum Chef: "wenn ich heute auch nur einmal diese drecks Bombe auf dem Bildschirm sehe, wars das, dann geh ich heim und kündige!". Um neun gestartet um 10 nach Hause gegangen ... seither keinen Apple mehr angefasst ... doch neulich... erste entäuschende Feststellung: Photoshop hat immer noch keinen eigenen mausneutralen und neutralgrauen Hintergrund "... ja, du kannst dir aber das Fenster vergrössern und ..." "und was ist wenn ich mit zwei Bildern gleichzeitig arbeite?" "ja dann musst du ..." müssen will ich gar nichts und Fenster rumscheiben ist mir zu blöd! Warum gibts nicht einfach einen eigenen Hintergrund wie bei Windows?" "Ja, das wiederspricht der Mac Philosophie" (leise demütig gesenkte Stimme)
    Ich brauch keine Philosophie und keine religiösen Antworten (und schon gar nicht mit demütig gesenkter Stimme) auf simple Fragen über offensichtliche Mängel im Betriebssystem!"
    Zweite Frage: "Wo ist die zweite Maustaste? Ja, du musst mit einem Finger oder mit zwei Fingern hier auf dem Bereich der Maus ..." "Wie? Bereich der Maus? gar keine Taste mehr!!? Und jetzt schreiben die mir vor mit wieviel Fingern ich die Maus? Muss ich jetzt die ganze Zeit die Finger in der Luft halten oder was? Ohne mich! arrrrg!"


    ... oupps ich schweife ab ...


    Mal von der Applekatastrophe die die Branche damals heimgesucht hat abgesehen, die eigentliche elektronische Reproduktion (elektronische Kopie erstellen, aufrastern und drucken) von Farbdurchsichtsvorlagen (Dias) ist schon so alt und so lange üblich, dass man sie getrost zur traditionellen Fotografie zählen darf.
    Neu ist ja nur die digitalisierung und das zwischenspeichern... damals ging das Abtastsignal direkt analog (mit seriösem Equipment) auf die Druckplatte oder einen Film.


    Viele Grüße


    Micha

  • noll ich mich geschlagen geben? NEIN!!


    Mein holdes fotografiert wie es sein soll. Locker aus der Hand und wenn es ihr Spaß macht.
    Mit ihrer recht kompakten 500€ Digi, automatisch scharfstellend und ab klappbaren Sucher.
    Für unsere farbigen Urlaubs- und Erinnerungsbilder ist sie allein zuständig.
    Meine schwarz-weißen MF-Motive kommen über den Epson V750 Flachbettscanner in die digitale Welt.
    Und wenn wir dann später gemeinsam unsere Früchte der Arbeit dann auf dem Monitor begutachten,
    kann ich nur ganz kleinlaut ihre Arbeiten bewundern.
    Mithalten kann ich nicht mehr so richtig.
    Ihre erreichbare Schärfe, mal so eben aus der Hand, gegen meine Stativaufnahmen mit Dokumentenfilm,
    da muss ich ganz still sein.
    Aber was sie nicht so richtig schafft (noch nicht), das ist der Charme der alten Linsen auf Baryt-Papier.
    Und an ihrer Kamera kann man, Gott sei Dank, das Objektiv nicht austauschen.
    So ne Digitale mit nem alten Heliar würde sie gerne mal ausprobieren.
    Das mir ja keiner von Euch ihr verklickert, das das mit ner anderen Kamera möglich ist!!!


    So zeige ich ihr aber, wo der Hammer mit den alten Linsen hängt.
    Und solange wie sie das nicht erreicht, so lange biete ich weiterhin Kontra, von wegen klinisch sauber und leblos.
    Jedem so seine Motivation.
    Herzliche Fotogrüße aus dem Sauerland kommen vom Berthold

  • Weihnacht an der Westküste, Geschenke auspacken.
    Ich bekomme einen großen Bilderrahmen mit zahlreichen
    13x18 , 20x25 SW Bildern , Thema ist stets unser Sohn, von mir
    erarbeitet und irgendwo in Schachteln vergessen. Mein Frau bekommt, wir jedes Jahr,
    ein Album mit sorgfältig eingeklebten Baryt Abzügen.Thema wie oben beschrieben.
    Licht und Schatten, tiefes Schwarz und schöne Lichter!
    Unsere ganz private Vernisage! Und das geht nur analog und im Labor,
    mit Musik ,Essiggeruch und Fixierbadduft.Keine Fotokunst für die Nationalgalerie sondern
    Freude für die wahren Kenner!
    Michel, 15 Jahre alt und durchgeappelt mit Phone,Pot und Mac kann zwar unsere Freude begreifen, doch seine Welt ist bunt und Digital. Gute Farbfotografie sehe ich nicht mehr.
    Die Guten hängen bei meinem Freund Peter , Cibachrome!
    Jetzt hat er seine Horsemann zum Deko degradiert und läuft hilflos mit einer
    Digileica herum.
    Gruß
    Thomas

  • Viele Argumente für S/W sind nachvollziehbar für mich. Früher hatte ich auch nur S/W fotografiert, auch weil ein Farblabor unbezahlbar war. Ich weiss aber noch wie es geht und mache hin und wieder auch heute noch was in schwarzweiss.
    Eines Tages werde ich vielleicht wieder nur S/W fotografieren, spätestens dann aber, wenn es keine vernünftigen Farbmaterialien mehr gibt.
    Leider wird Farbe meistens "für die Knipsbilder" degradiert und somit natürlich in den digitalen Bereich verlagert, weil es analog wohl die Mühe nicht wert ist. Das geht auch aus den zahlreichen Kommentaren hier hervor.
    Schwarzweiss wird oft zur höheren Schule hochstilisiert, was meiner Meinung nach aber nicht gerechtfertigt ist. Schwarzweiss übt zwar auch auf mich eine gewisse Faszination aus, aber ich finde es dennoch schade, dass Farbe nur mit Urlaubsbildern assoziiert wird.
    Auch wenn jetzt einige der monochromen Freunde hier über mich herfallen werden:
    Ich denke dass viele (natürlich nicht alle!) in S/W fotografieren bzw. der Farbe weniger Beachtung schenken, weil Farbe zu schwierig ist.
    Aussagen wie

    Zitat

    SW , weil mich Farbe ablenkt.

    verdeutlichen in etwa das Problem. Es ist wesentlich schwerer, ein aussagekräftiges Bild in Farbe zu machen, ohne dass dieses normal oder durchschnittlich erscheint.
    Dazu kommen die Motivgegebenheiten. In 90 Prozent aller Fälle hat man irgendwo störende Farben im Motiv. Bei S/W gibt es keine störenden oder ablenkenden Farben. Ein knallrotes Straßenschild inmitten einer Stadtansicht gibt in S/W nunmal kaum ein Problem. In Farbe fokussiert sich der Blick ausschließlich auf dieses blöde Schild.
    Durch das Weglassen des Parameters Farbe ist es bei S/W natürlich einfacher, mittels Form und Licht die Bildwirkung zu erzielen. Bei Farbe hat man es mit allen Faktoren zu tun.
    Und - was noch schlimmer ist - bei Farbe erwartet unser Gehirn das Natürliche. Es hat in Millionen von Jahren das Farbensehen gelernt und meldet Unstimmigkeiten sofort als Fehler. Mit der Folge dass jeder möglichst bemüht ist, die Farben "natürlich" zu halten. Und es sofort negative Kritiken hagelt, wenn die Farben angeblich nicht richtig sind.
    Das kann bei Schwarzweiss natürlich nicht passieren.


    Ich denke dass ich bei S/W schneller zu zufriedenstellenden Ergebnissen kommen würde, als bei Farbe. Farbe kann schneller frustrieren, wenn etwas nicht richtig passt. Farbe wirkt schnell banal. Farbe ist oft nur bunt. Der Himmel ist immer blau und der Wald immer grün. Stinklangweilig eben.
    Aufnahmen von Berühmtheiten wie z.B. Ernst Haas ermutigen mich aber immer wieder, trotzem weiterzumachen.
    Die Frage war natürlich, wer in S/W fotografiert. Daher passt meine Antwort evtl. nicht hierher, beantwortet aber vielleicht in vielen Fällen das "warum".



    Gruß


    Joachim


  • Alles gesagt - besser könnte ich es nicht ausdrücken.


    Ich für mich fotografiere zu 90 % S/W, den Rest auf Farbnegativ bzw. Farbpositiv.
    Warum - die Begründung hat Joachim gerade auf den Tisch gelegt.

  • Ja, in Joachims Worten finde ich mich auch wieder. Andererseits mache ich meine Sommersonneurlaub-Erinnerungsbilder auf Farbfilm - und die dürfen auch sehr gerne bunt sein! :D


    Von SW kann ich halt analog Abzüge machen, Farbe wandert in den Scanner und ans Großlabor. Bei den derzeitigen Farbfilmpreisen in Deutschland habe ich keinerlei Veranlassung, meine Buntbilder digital zu machen.


    Viele Grüße
    Nils

  • Ich betreibe als Amateur seit ca. 7-8 Jahren ,das was man vielleicht in Denglish " Event-Fotografie " nennen kann.
    Also, Karnevalsveranstaltungen, Hochzeiten, Geburtstage im Verwandten -und Freundeskreis.


    Das geht zu 90 % digital und in Farbe.
    Mit EOS 5 D MKII und L-Objektiven erreiche ich eine Qualität, die mir und meinen " Kunden"
    absolut ausreicht.
    Die Gründe dafür sind vielfältig und liegen z.T. klar auf der Hand ( Kosten, Schnelligkeit,Verteilmöglichkeit über Email, Dropbox und Co. etc.)


    Porträts , gestellt oder als Schnappschuss , dann wieder zu 90 % in Schwarzweiss und analog!
    Urlaubsfotografie zu 70 % digital und in Farbe.
    Davon immer ein Fotobuch und so 20 - 30 Abzüge in 20 x 30 cm für's Album.


    Ich verschenke immer einige Abzüge und die CD's sowieso .
    Der Renner dabei sind praktisch immer die Schwarzweiss-Abzüge aus meinem Heimlabor.


    Trotzdem werde ich jetzt noch parallel mal ins Dialager reinschnuppern.
    Scannen habe ich probiert, aber zu früh aufgegeben wegen schlechten Ergebnissen.


    Gruß
    Reiner

  • Hallo,


    ja, ich gehöre auch zu denen, die schwarz-weiß und ausschließlich auf Film fotografieren. Farbe habe ich auch mal probiert, aber damit komme ich irgendwie nicht so gut klar. SW liegt mir viel mehr. Ich mache von meinen Filmen einen Kontaktbogen und ziehe dann wirklich nur die Bilder ab, die mich ansprechen. Der Rest bleibt eben auf dem Kontakt. Außerdem genieße ich das Arbeiten in meiner Dunkelkammer, da ist es ruhig und man "macht mal wieder was mit den Händen" (sonst sitze ich ja meist nur vor dem PC). Außerdem merkt man recht schnell, wie sehr einem das Bild am Herzen liegt, wenn man in der Duka Arbeit in das Bild stecken muss, bis der Abzug so ist, wie man es sich vorgestellt hat.


    Viele Grüße


    Steffen

  • Hallo Joachim,


    Zitat von "Joachim Mueller"

    Es ist wesentlich schwerer, ein aussagekräftiges Bild in Farbe zu machen, ohne dass dieses normal oder durchschnittlich erscheint.


    das ist entspricht meiner eigene Erfahrung. Meine Digitale nimmt in Farbe auf, das lässt sich nicht vermeiden. Es gibt in meinem Archiv allerdings nicht viele Bilder, in denen die Farbe einen eigenständigen Beitrag zur Bildaussage leistet. Ich bin deshalb bei vielen digital erzeugten Bildern am Ende bei einer s/w-Ausarbeitung gelandet.


    Trotzdem ist das nicht der Grund, warum ich s/w analog fotografiere.


    Erstens: die Entdeckung der Langsamkeit (kein Autofokus, 9-12 Bilder auf dem Film) unterstützt die sorgfältige Planung und Umsetzung einer Bildidee. Nicht drauflos und hinterher gucken was funktioniert hat, sondern vorher überlegen.


    Zweitens: Den kompletten Workflow selbst in der Hand haben, die Qualität des Ergebnisses vollständig selbst verantworten. Richtiges Handwerk also.


    Drittens: Das satte "Klack" des Auslösers meiner vollständig mechanischen Kamera, statt eines "beep"


    Viertens: Einfach die Freude an der Abstraktion, Reduktion auf Formen und Helligkeit. Farbe stört eben oft und ist vielfach für die Bildaussage nebensächlich.


    Fünftens: Die Dichte und Differenziertheit der Grautöne, die ich digital - glaube ich zumindest - nicht hinbekomme. Das werde ich noch genauer vergleichen.


    Ich werde auf jeden Fall auch Farbe analog probieren. Freue mich schon darauf.


    Grüße, Stephan