Welches Mittelformat Vergrößerungsgerät ist empfehlenswert? Evt. der Meopta Opemus 6 Color?

  • Welches Mittelformat Vergrößerungsgerät ist empfehlenswert?


    Der Meopta Opemus 6 Color wird relativ oft zu einem günstigen Preis angeboten. Ist dieses Gerät empfehlenswert oder sollte man eher zu einem
    anderen Hersteller greifen? Positiv ist mir am Meopta Opemus 6 Color die stabile Bauweise aufgefallen.


    Ich bin beim Selbstvergrößern absoluter Anfänger und würde mich freuen, hier die entsprechenden Informationen zu erhalten.


    Danke für die Info!


    Ralf

  • Gegenüber einem Opemus 5 (den ich hier habe) hat der Opemus 6 ein paar Nachteile die man sich durch den Kopf gehen lassen sollte:


    - der 6er benutzt den Color3 Kopf der Styropor-Mischboxen für die jeweiligen Bildformate braucht, der Farbkopf des 5er braucht die nicht!
    - viele der Vorgängerteile die von 3er-5er kompatibel waren passen beim 6er NICHT mehr!
    - beide, sowohl 5er und 6er können mit etwas nachfeilen maximal Negative mit 6x7cm vergrößern, für alles was größer ist brauchst du den Magnifax und DER ist stabil gebaut!

  • Ganz schlecht ist er sicherlich nicht,


    mir wäre aber die Säule und deren Befestigung zu schwach. Bei SW noch in Ordnung, aber mit dem Colorkopf wird das ganze zu instabil.
    Schau doch mal nach den Durstgeräten, auch die werden günstig angeboten. Zudem würde ich generell auf 6x9 gehen, reineweg aus Sicherheitsgründen. Man weiß ja nie, was da mal noch kommt. Diese sind auch schon wesentlich stabiler als die 6x6 Geräte.


    Gruß
    Winfried

  • Der hat schon mal ne bessere Säule. Diese habe ich an meiner Repro, die ist stabil.


    Ich frage mich nur, was 35.. bedeutet. Steht doch eigentlich für Kleinbild, oder?
    Müsste man ihn mal fragen.


    Winfried

  • Hallo Ralf
    Du gehst das falsch an. Aus deinen Profil ist nicht ersichtlich von wo du kommst.


    Du solltest in deiner Umgebung in den Kleinanzeigen suchen. Nicht nach einen Model sondern nach einen Konvolut. Findest du nichts, vergrößere den Radius um deine Wohnung. Schreib dir zusammen welche in Frage kommen und ruf an oder schreib den Verkäufer an. Der aufgerufene Preis ist meistens nur VB. Ein Meopta ist ein gutes Werkzeug aber ein Durst wird dir dasselbe kosten. Vielleicht wohnt ein Forumsmitglied in deiner Nähe und bietet eine für dich in Frage kommenden Vergrößerer an wenn du deinen Wohnort bekannt gibst. Die meisten versenden nicht weil es ein riesen Packet werden würde.


    Google DUKA, Durst, Meopta, Jobo, Kaiser…usw z.B Ebay-Kleinanzeigen.
    LG
    Adi

  • Servus Ralf!


    Lass dich nicht verunsichern, der Opemus ist schon in Ordnung und wahrlich stabil genug, vor allem (fast) ganz aus Metall und so preisgünstig zu kriegen (z.B. auch über die eBay-Kleinanzeigen), dass du mit ihm fast nichts riskierst, wenn du doch damit unzufrieden sein solltest. Solltest du keinen Farbmischkopf brauchen, rate ich dir eher zu einem 5-er oder 5a-er, da ist im Grunde alles aus Metall. Willst du einen Farbkopf oder einen Meograde-(=Multigrade-)Kopf, ist der 6er besser, einfach weil du für den viel leichter einen kriegst (Meochrom 3), während der zum 5er-Opemus passende Meochrom 2 recht selten zu sehen ist.


    Ob nicht gleich ein 6x9 Gerät (von Meopta also der Magnifax4) zukunftssicherer ist, kannst nur du selber beantworten. Solltest du auch KB damit vergrößern wollen (was ich eher annehme), dann ist so ein Magnifax halt nicht mehr besonders praktisch, weil einfach alles unnötig groß ist (z.B. auch der Abstand Objektivplatine - Bildbühne, was bei manchen 50er Vergrößerungsobjektiven schon ein Problem sein kann; ich habe mir für den Magnifax extra ein 60er angeschafft). Der Opemus dagegen ist angenehm handlich, kaum größer als ein reiner KB-Vergrößerer, hat in der Grundversion einen großen Kondensor, der beim 5er übrigens eingebaut bleibt, wenn man der Colorkopf aufsetzt, beim 6er dagegen nicht. Das macht schon einen Unterschied beim Farbvergrößern aus.


    Solltest du weitere Fragen haben - frag ruhig!


    Grüße, Karl

  • Danke für die Infos!


    Benötige den Vergrößerer für 4,5 X 6 Negative.


    Vielleicht habe ich meine Frage auch gar nicht so richtig gestellt. Es gibt ja mittlerweile massenweise Vergrößerungsgeräte zu günstigen Preisen. Wichtig ist mir vor allen Dingen, dass ich den SW Vergrößerer zum späteren Zeitpunkt mit einem Farbmischkopf ausstatten kann.


    Wahrscheinlich würde ich auch etwas mehr Geld ausgeben, wenn ich nur definitiv wüsste, welche Geräte für dieses Format am besten sind.


    Da fällt mir noch der Dunco 66 II ein:
    http://www.krons.de/download/dunco.pdf


    Keine Ahnung, ob man dieses Gerät auch mit Farbmischkopf ausstatten kann?


    Ich habe mich mein Leben mit Cameras und deren Funktion auseinander gesetzt. Mit der Praxis des Entwickeln und Vergrößern leider nicht. Würde daher gerne erst mal Schwarzweiss anfangen und dann in Farbe weiter machen, daher ist mir die Umrüstung auf Farbmischkopf wichtig.


    Der Opemus 6 wird halt öfter angeboten - daher dachte ich, dass ich mal danach frage. Aber das was oft angeboten wird, muss ja nicht am besten sein ...


    Wenn ich Kleinbild machen würde, würde ich den Leica Focomat IIc nehmen, aber der ist ja leider nur für Kleinbild.


    Ralf

  • Seitdem dank Digiboom Vergrößerer in allen Variationen angeboten werden, kann man sich ruhig was hochwertiges leisten. Vor 20 Jahren, als das noch anders war, habe ich mich aus Kostengründen mit einem Dunco 66 " rumgequält". Hatte seinerzeit 1100 DM gekostet u war meine Schmerzgrenze. Er steht immer noch da u darf Negative angucken.- Die Profigeräte von Durst u Co kosteten schon mal um die 10 K...- Aus diesen Gründen kamen auch die Billigheimer aus dem Ostblock zu Rang u Kauf.
    Die Zeiten sind nun vorbei. Kauf dir was Konfortables, z.B. einen Laborator, LPL usw und Du wirst immerwährende Freude beim Printen haben. Mit Geduld kriegst Du die speibillig oder gar geschenkt.

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    (Schaff ein getreues Ebenbild bevor die Materie verblaßt!)

  • Wenn du sicher bist, dass es beim Mittelformat bleiben wird, kann ich den Durst M805 wärmstens empfehlen. Für größere Formate siehe die Empfehlungen von Hans-Dieter.
    Du solltest auch bedenken, dass die meisten Vergrößerer, die heute gebraucht angeboten werden, nicht mehr produziert werden. Der Nachkauf von Teilen (z.B. Farbkopf) kann da durchaus zum Problem werden.
    Viele Grüße
    Christian

  • Ich sag mal einen Durst 805, Laborator 1200 oder 138, LPL, Kienzle, Omega Super Chromega, Beseler, DE VERE…. usw. Ruf an oder schreib den Leuten egal was sie verlangen für die Geräte. Schau das alle Masken dabei sind und Objektive auch die die du jetzt nicht brauchst. Wenn sowas dabei ist kannst du auch tiefer in die Tasche greifen. AnalyserPro, Heiland Splitgrade. Da werden ganze Labore angeboten um Bagatellbeträge wenn der Verkäufer merkt dass da kein Händler anruft sondern ein Mensch der damit arbeiten will. Du kannst dir dann aber nicht die Rosinen raus picken und musst halt den Raum Besenrein machen. Meisten müssen die Leute raus aus den Räumen und wenn sie keinen finden der das Zeug nimmt müssen sie eine Firma für die Entsorgung beauftragen.
    LG
    Adi

  • Hallo Ralf,


    ich biete immer noch einen Kindermann LPL 707 an, den man wegen der defekten Forumsuche leider nicht mehr findet. Das Gerät hat einen Farbkopf, der Dir ja auch bei SW mit Gradationswandelpapier eine große Hilfe ist und funktioniert von Kleinbild bis 6x7. Das Gerät ist in tollem Zustand (fast wie neu) und soll ohne Objektiv (Vielleicht habe ich aber auch noch eines, was ich so dazugeben könnte, müsste ich nochmal nachschauen...) EUR 70 kosten. Ich gebe ihn nur ab wegen Überbestand, Macken hat er keine.


    Versand würde ich nicht so gerne machen, aber machbar ist letztlich alles... Bei Interesse einfach "Konversation" beginnen ;)


    Grüße Ralph

  • Seitdem dank Digiboom Vergrößerer in allen Variationen angeboten werden, kann man sich ruhig was hochwertiges leisten.


    Das meine ich auch. Wenn du jedoch zu dem Opemus 6 den Farbkopf zusammen im Set mit Objektiven und Mischboxen günstig bekommst, wäre der auch gut. Ein solider, stabiler Vergrößerer. Jedoch besitzt er eine schräge Säule. Dies hat den Vorteil, dass damit größere Abzüge als bei gerader Säule angefertigt werden können. Der Nachteil: So lässt sich die Säule für absolute Stabilität nicht an einer Wand dahinter fixieren.


    Farbkopf, der Dir ja auch bei SW mit Gradationswandelpapier eine große Hilfe ist

    Unbedingt! Ich käme gar nicht mehr auf die Idee, mich mit diesen Filterfolien rumzuplagen, erst recht wenn man für einen Abzug mehrere Gradations-Filterungen benötigt.


    Was ich selbst noch als sehr nützlich empfinde, ist ein variabler Graufilter am Kopf. Der Meopta-Farbkopf hat diesen, glaube ich. Ansonsten kann man ihn bei sicherlich den meisten Farbköpfen nachrüsten, indem man einfach den eingebauten Cyan-Filter durch eine Blechscheibe ersetzt.