Fotokoffer von B&W - hat den einer?

  • Das mit der Luftfeuchtigkeit ist aus meiner Sicht ein Killerargument, weshalb ich auch niemals Kameras und ähnlich empfindliches Zeug darinnen dauerlagern würde. Es reicht doch schon, wenn es Draußen beim Entnehmen bzw. Verstauen der Ausrüstung nieselt oder gar regnet. Oder es auch nur eine hohe Luftfeuchtigkeit hatte. In solchen Behältern ist dann die Feuchtigkeit bis zum nächsten Öffnen zuverlässig eingeschlossen.


    In der Folge dieser Erkenntnis MUSS man zuhause etwas gegen die (mögliche) Feuchtigkeit im Koffer unternehmen oder diesen geöffnet einlagern oder jedesmal die Ausrüstung getrennt vom Koffer unterbringen. Mir wäre das zu stressig und auch unsicher, weil man so etwas auch leicht vergisst "Mach ich nachher...."


    Diese Koffer sind fantastisch als Schutz auf Reisen, als Fluggepäck, auf Expeditionen. Für den üblichen Gebrauch sind sie m.E. eher ungeeignet.

    Dem gibt es eigentlich fast nichts hinzuzufügen!

    Allerdings gibt es noch weitere Nachteil:
    - Diese Koffer haben ein relativ hohes Eigengewicht.
    - Diese Koffer sind teuer, dementsprechend wird der Inhalt auch teuer sein. Das wissen auch die weniger freundlichen Zeitgenossen.
    - Diese Koffer haben einen militärischen Ursprung, die Bundespolizei wollte schon zweimal in meinen "Waffenkoffer" schauen.

    Gruß

    Markus

    Nostradamus: Anno Domini MCMLXXX wird ein Apfel emporsteigen, den niemand essen kann.

  • Das würde sich für mich als Amateur nicht lohnen, wenn die Tasche fast so teuer ist wie das Equipment war.

    Hallo Rolf,


    es ist schon interessant hier in diesem unserem Lande: Wenn es ums Hobby geht, werden die meisten Hobbyisten sowie wirklich fast alle Beobachter des Selbigen, blitzartig zum knallharten BWLer! Man hört zu 98% Feststellungen / Antworten wie "Lohnt sich doch nicht", "Zahlt sich nicht aus", "Das Geld kommt doch nie wieder rein", usw.


    Das ist sehr schade, denn ein Hobby, eine Leidenschaft oder Beides zusammen dient doch sehr erfolgreich der Zufriedenheit, dem Glücklichsein und damit dem Wohlbefinden des betreffenden Menschen, oder? Warum ist es dann für so Viele absurd, echtes Geld für wahres Glück und Zufriedenheit auszugeben? Zumal nach meiner Beobachtung bizarrerweise niemand den oben geschilderten BWLer raushängen lässt, wenn von der Buchung einer 6000€/Kopf-Urlaubsreise die Rede ist.


    Deinem oben zitierten Argument, Rolf, will ich jedoch noch ganz konkret zwei Gegenargumente vorbringen:


    Ist es nicht gerade in Zeiten, in denen kaum neue analoge (Film-)Kameras produziert werden, besonders wichtig, seine analoge Ausrüstung besonders pfleglich und schützend zu behandeln? Zumal die Gebrauchtpreise seit Jahren steigen und steigen?


    Ist es nicht etwa nervig, wenn die Kamera im Urlaub ausfällt? Besonders frustrierend werden dann jene Situationen sein, in denen man DAS ideale Motiv sieht und die Kamera tot ist, oder? Für mich jedenfalls würde das die Urlaubsfreude deutlich beeinträchtigen und mein "Investment" in diesen Urlaub schwer entwerten.


    Allein schon die Vorstellung der letzteren Möglichkeit war mir selbst übrigens Graus genug, um mir einen Koenig zu beschaffen.


    Grüße aus einer Art tiefsüdigen Vorfrühlingstag!
    Andreas

    "Digital is made to forget, analogue is made to remember!"
    [Robert Polidori, kanadischer Fotograf, zitiert von Gerhard Steidl in der Süddeutschen Zeitung]

  • es ist schon interessant hier in diesem unserem Lande: Wenn es ums Hobby geht, werden die meisten Hobbyisten sowie wirklich fast alle Beobachter des Selbigen, blitzartig zum knallharten BWLer! Man hört zu 98% Feststellungen / Antworten wie "Lohnt sich doch nicht", "Zahlt sich nicht aus", "Das Geld kommt doch nie wieder rein", usw.


    Das ist sehr schade, denn ein Hobby, eine Leidenschaft oder Beides zusammen dient doch sehr erfolgreich der Zufriedenheit, dem Glücklichsein und damit dem Wohlbefinden des betreffenden Menschen, oder? Warum ist es dann für so Viele absurd, echtes Geld für wahres Glück und Zufriedenheit auszugeben? Zumal nach meiner Beobachtung bizarrerweise niemand den oben geschilderten BWLer raushängen lässt, wenn von der Buchung einer 6000€/Kopf-Urlaubsreise die Rede ist.

    Erstmal danke für den Thread.


    Durch diesen ist mir klar geworden, dass für meine Zwecke so ein Koffer nicht in Frage kommt.

    Beinahe hätte ich einen gekauft.


    Zum Thema Hobby allgemein und Fotografie im Besonderen, habe ich die Einstellung :

    Ich kaufe grundsätzlich das Beste was ich mir leisten kann und habe dann Freude daran.

    Und der alten Grundsatz :" Wer billig kauft, kauft zweimal" hat viel Wahrheit in sich.


    Oft ziehe ich gebrauchte Top-Geräte neuen, weniger guten , vor.

    Das hat sich bisher bewährt.


    Ich habe auch Freude an wertigen Dingen die formschön, haptisch angenehm und wertstabil sind, auch wenn ich sie nicht wirklich "brauche".

    Beispiel : Ich brauche keine Hasselblad, aber ich finde sie schön "

    Es gibt Leute, die stellen sich solche Dinge in eine Vitrine im Wohnzimmer um sie immer zu sehen.

    So weit gehe ich dann allerdings nicht.

    Trotzdem besitze ich keine Hassi , weil ich das nötige Geld dafür für andere Dinge ausgegeben habe. die mir zunächst wichtiger waren.


    Gruß

    Reiner

  • Vor einigen Jahren erwarb ich eine komplette Pentax 645N Ausrüstung samt einem solchen Pelicase, in dem sie über Jahre der regelmäßigen Nutzung gelagert wurde. Die Ausrüstung war tadellos. ABER: der Verkäufer war Hochzeitsfotograf in der Karibik, die Ausrüstung und das Öffnen/Schließen des Koffers fand höchstwahrscheinlich regelmäßig und hauptsächlich bei gutem Wetter und niedriger Luftfeuchtigkeit statt. Zusätzliche Silikatpäckchen haben sicher auch geholfen.


    Ebenfalls vor ein paar Jahren wollte ich ein großes Teleobjektiv kaufen. Es wurde für viele Jahre im ebenfalls recht luftdicht schließenden Alukoffer gelagert, der jedoch nie geöffnet wurde und zudem im Keller eines Hauses auf einer warmen Insel stand. Der Pilzbefall war eindrucksvoll und ich war froh, dass ich mir vor Kauf das Objektiv ansehen konnte um das zu entdecken.


    Ich würde einen solchen Koffer jederzeit für Reisen benutzen, die Ausrüstung ist hervorragend geschützt, insbesondere gegenüber Stöße. Mit Silikatgel und regelmäßigem offen stehen lassen passiert im Urlaub auch nichts. Als langfristige Lagerung wäre mir das aber zu heikel.

  • Moin,

    das hier wird mein System sein, das ich auch bei Werkzeugen und allgemeinem Lagerkram verwende, meist in der Grundgröße 40x30 oder 60x40
    https://www.auer-packaging.com…3%A4lter-geschlossen.html

    Dazu kmmen dann Deckel.
    Enweder diese für unterwegs

    https://www.auer-packaging.com…%C3%A4lter.html?alias=797

    oder jene wenn die Kisten im Regal stehen.

    https://www.auer-packaging.com…%C3%A4lter.html?alias=795

    Und für spezielle Fälle gibt es auch noch andere Größen.

    Einsätze baue ich selber. Darin kann der Fotokram auch im Schrank gelagert werden.

    MfG
    Norbert

    --
    Ich spiele gerne mit alter Feinmechanik herum, die Bilder sind Nebensache!

    © Norbert Voss

  • ich will auf den ganzen sermon hier jetzt nicht eingehen, will aber zum koffer an sich etwas sagen.

    ich habe einen klon des ursprünglichen B&W einen von HPRC amabilia.

    der HPRC war zur zeit meines erwerbs um die hälfte billiger als der baugleiche B&W.

    zum daheim aufbewahren ist er ideal. zum mitschleppen nur im auto, von wo man dann mit ausgewälten material loszieht.
    ich handhabe das mit meine grossformat kameras so.