Aufhellungen/Perforierung sichtbar am oberen Bildrand

  • Hallo,

    ich habe erneut und erstmalig ein mir bisher unbekanntes Problem entdeckt. Da ich nicht sicher bin ob es ein Film/Entwicklungs/Kamera-Problem ist stelle ich den Artikel mal ins Einsteiger-Forum ein.


    Folgendes Problem, ich habe erstmalig einen Foma-200 in der Kamera (KB) gehabt und in FX39II entwickelt. Eigentlich sind die Ergebnisse (IMHO) sehr gut geworden. Allerdings zeigt sich auf etlichen Bildern oben am Rand schemenhaft in Aufhellungen die Perforierung des Films. Ich hänge mal ein Foto mit an, ich hoffe, dass man es dort erkennen kann.


    Mein erster Gedanke war, dass die Lichtdichtungen ein Problem haben könnten (Kamera ist eine Nikon FM2n). Daher habe ich den letzten Film geprüft den ich kurz vorher in derselben Kamera hatte, einen Fuji Acros II, dort sehe ich diese Aufhellungen/Perforierung gar nicht. Ich habe nur einen weiteren Film im Archiv gefunden wo ich diese Aufhellungen ansatzweise sehe, interessanterweise einen Foma-100. In anderen Vorgänger-Filmen sehe ich diese Aufhellungen nicht.


    Ich vermute entweder ein Problem mit den Lichtdichtungen oder mglw. war die Rückwand der Kamera nicht korrekt geschlossen resp. hatte Spiel (?) Oder kann das auch ein Problem vom Foma-200 sein ?


    Grüße, Heiko

    Foma200_I_0034.jpg

  • Filmpatrone oder Meterware?

    Bei Meterware hat der Film von vornherein schon dieses Verhalten. Das hatte ich beim Foma 100 Bulk...

    Ein fehlerfreies Produkt ist nicht deren Stärke, soll aber hin und wieder vorkommen. Vielleicht möchte man das bei dem Preis aber auch nicht.

  • Hallo, keine Meterware, ganz normaler 36x Film. War allerdings ein Jahr eingefroren. Bewegung war nach FX39 Datenblatt, erste Minute 30 (..45) Sekunden permanent, dann jeweils die ersten 10 Sekunden jede Minute (2..3 Kipp). Grüße, Heiko

  • Ich schaue gerade meine alten Foma-100 durch welche in Rodinal entwickelt wurden, dort habe ich initial 60 Sekunden gekippt und mind. 3x jede Minute, keine Perforation sichtbar. Außer dem einen Foma-100 oben (auch in FX39 entwickelt) habe ich keine weiteren Fälle im Archiv entdeckt. Auch bei den anderen Filmen die ich üblicherweise verwende (meist Delta 100) sehe ich diese Perforation nicht. Grüße, Heiko


    Ich werde heute mal die Lichtdichtungen und die Rückwand der Kamera in Augenschein nehmen. Mglw. ist da doch etwas auffälliges sichtbar.

  • Leute,


    es ist immer wieder dasselbe: dunklere Stellen im Positiv können nicht von einem Lichteinfall stammen, das wäre nämlich hell! Die "Lichter" im Bild sehen ja auch nicht dunkel aus!


    Es ist an den Problemstellen also zu wenig Schwärzung, das kann im Grund nur durch irgendeine Verzögerung bei der Entwicklung passiert sein, klassisch wären Bromidabläufe bei (zu) wenig oder gar keiner Bewegung, was bei dir aber offenbar nicht der Fall war. Ob der FX39 für so etwas eher anfällig ist, weiß ich mangels Erfahrung mit ihm nicht. Vielleicht ist es aber auch umgekehrt so, dass es durch zu heftige Bewegung Verwirbelungen an der Perforation gegeben hat, die stellenweise zu intensive Entwicklung, also zu helle Flächen im Positiv zur Folge hatten. Dann wären die dunklen Flecken "richtig", dazwischen wäre der Himmel zu hell...


    Beim Acros hatte ich allerdings eine Zeitlang immer wieder Luftblasen, die sich am oberen Rand festsetzten, dort die Entwicklung hemmten. Trotz variierter Füllmenge, kräftigem Aufstoßen der Dose nach dem Füllen und intensivem Kippen + Aufstoßen war das einfach nicht wegzukriegen. Seitdem rotiere ich alle Filme in jedem Entwickler, jedenfalls aber den Acros. Allerdings waren diese letztlich im Bild dunklen Flecken schärfer begrenzt ...


    Viel Erfolg beim Suchen, Karl

  • hallo, im Vergleich zu Rodinal wird bei FX39 bei mir deutlich weniger bewegt (lt. Datenblatt). Ich weiß nicht ob der/die Foma (bei FX39) da dann anfälliger sind in Richtung Bromidabläufe als andere Filme. Die Lichtdichtungen und der Schluss der Rückwand sind jedenfalls i.O. was auch zu der Aussage vom Karl passt. Ich würde hier beim nächsten Film bei der Entwicklung die Bewegung anpassen, evtl. statt alle 60" alle 30" kippen und initial vielleicht auch etwas länger, da muss ich aber noch überlegen. Grüße, Heiko.

  • hm ... ich kann mich nicht entscheiden, ob es jetzt helle oder dunkle Flecken sind.

    Links erscheinen sie mir dunkler, mittig und rechts habe ich den Eindruck heller Flecken.

    Oder ich hab irgendeine interessante Art von Fehlsichtigkeit.

    Ein Bild mit Perforation könnte diesbezüglich rasche Klarheit bringen.

  • Ich hatte ähnliches kürzlich bei einem Fomapan 100 in FX 39. Und zwar auch in relativ dunklem Himmel. Ich vermute, dass es durch die Perforation zu irgendwelchen Strömungen beim Kippen kommt und damit zu ungleichmäßiger Entwicklung. Ich habe heute 2 Filme entwickelt und vorsichtiger gekippt. Mal sehen.

  • Bromidabläufe?

    Eher nicht, die sind nur ein Problem bei Standentwicklung, aber bei den üblichen Kipprhythmen so gut wie ausgeschlossen.


    Ich bin kein Chemiker, wenn ich falsch liege, dann bitte korrigiert mich.

    Ich verstehe die Entstehung von Bomidabläufen oder Bromidfahnen so: Wasserlösliches Bromid als Endprodukt der Entwicklerreaktion entsteht vor allem an Stellen starker Schwärzung. Bromid hat eine höhere Dichte als der Entwickler und sinkt nach dem Herausdiffundieren aus der Gelatine an der Filmoberfläche langsam nach unten, wenn man den Entwickler nicht bewegt. Weil Bromid die Aktivität des Entwicklers hemmt, sind diese Negativstellen etwas schwächer entwickelt. Im Positiv hat man dann leicht dunkle Streifen unterhalb von hellen Lichtern.


    Was wir hier sehen, sind Streifen, die von den Perforationslöchern ausgehen. Diese können entstehen, wenn dort die Strömungsgeschwindigkeit direkt neben den Löchern größer ist als neben den Stegen. Angeblich tritt das gerne bei knapp gefüllten Dosen auf. Daher die Frage an Heiko: sind die dunkleren Stellen im Negativ (die hellen im Positiv) direkt neben den Perforationslöchern?


    Beides sind nicht meine Theorien, und ich kenne beides auch nicht aus eigener Erfahrung. Das habe ich eben aus irgendwelchen anderen Forendiskussionen aufgeschnappt und mal notiert, leider ohne Quelle.


    Gruß, Manfred

  • Durch die Perforationslöcher entsteht eine verstärkte Entwicklerbewegung, Damit wird das Bromid weggespült. Zwischen den Löchern sammelt es sich. Du kannst nachsehen: An den Löchern ist die Dichte geringer.


    Natürlich entsteht das auch bei normaler (etwas schwächerer) Agitation. Es kommt darauf an, wie empfindlich die Entwicklungssubstanz auf Bromid ist und auch darauf, ob man zaghaft oder zügig kippt.