Mein Fomapan 400 erscheint mir recht grobkörnig

  • Ich kann wärmstens den Wehner Entwickler empfehlen.

    Von Fomapan bin ich überhaupt nicht überzeugt (wenig Silber und Fehler in der Emulsion).

    Man darf nie vergessen, dass das was man oft als Korn im Positiv bezeichnet eigentlich nicht das Korn sondern die Lücken dazwischen sind.

    Weil das Korn bei 400 asa Filmen gröber ist, sind die Lücken auch größer.

    T Kristalle decken mehr Fläche ab, weil sie Flacher sind.

    Auch ergeben sich aus der Form kleinere Lücken.

    Umso größer das Korn umso Empfindlicher und umso identischer die Körner von der Größe umso härter ist der Film.

    Links T Kristalle, rechts klassisch

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    Ich würde dir bei 35mm als 100er den Delta 100 von Ilford empfehlen und bei 400 den HP5 plus.

    Bei 400 asa empfinde ich die klassischen runden Kornlücken schöner als die eckigen der T-Kristalle.

    Fomapan hat in den Lichtern nicht so Probleme aufgrund von Überentwicklung sondern wegen des Silbers.

    Er kann keine hohe Dichte aufbauen, durch einfaches ändern der Entwicklung oder Belichtung ändert sich daran nichts (Stell dir vor du müsstest ein Bild malen in dem schwarze Elemente und weiße Elemente und Grauwerte dazwischen sind, du hast aber nur Farben von Weiß bis Grau.

    Die schwarzen Elemente musst du nun grau malen, sonst wären sie ja weg doch was passiert mit den Tönen zwischen Schwarz und Weiß ?

    Wenn Schwarz ja nun Grau ist, dann darf Grau nicht mehr Grau sein sondern muss zwangsläufig heller sein.

    Das geht solange gut bis du zum Weiß kommst, denn weißer als Weiß gestaltet sich schwierig.

    Du hast jetzt also zwar das Schwarz nicht weg gelassen, doch musstest du alles dazwischen dafür ändern und weniger differenzieren um auch das Weiß nicht zu verlieren.

    Die Dynamik wird also geändert.

    Wenig Silber = geringe Dichte = kleiner Dynamikumfang

    Ein Film mit hohem Dynamik Umfang ist geeigneter für Anfänger.

    Oft sind die vorherrschenden Kontraste nicht so stark, dass der gesamte Umfang des Films benötigt wird.

    Deshalb ist es eher möglich den Film falsch zu verarbeiten ohne Zeichnung zu verlieren.

    Im Positivprozess kannst du das Papier dann an den Kontrast anpassen, dass kostet zwar auch Dynamik und Zeit liefert aber ziemlich sicher brauchbare Ergebnisse.

    Man kann also von der Belichtung nach oben abweichen, um sicher Zeichnung in den Schatten zu haben ohne die Lichter ausbrennen zu lassen.

    Auch eine Überentwicklung ist weniger kritisch.

    Hochwertige Filme zu kaufen macht also auch für Einsteiger Sinn.

    Die Ergebnisse,die du mit viel Mühe aus dem Budget Film kriegst, könntest du also auch mit weniger Aufwand erreichen.

    G

    Benjamin

  • Die allgemeine Vorstellung vom Korn ist falsch. Die in der Emulsion ursprünglich vorhandenen Kristalle sind vile kleiner, als das, was wir später als Korn oder deren Lücken sehen.


    Bei der Entwicklung wächst aus einem der Körner ein Silberfaden heraus, an den sich immer mehr Silber anlagert und der dann verknäuelt. Die Länge das Knäuels hängt freilich von der Menge von Silber ab, die in einem solchen Kron vorhanden ist. Was wir sehen, sind die verknoteten Silberfäden oder die Löcher dazwischen. Mit der Konr der entwickelten Emulsion hat das nichts mehr zu tun.


    Ich habe mal eine Seite aus James: Theory of Photographic Process angehängt, die das illustriert. Bitte beachtet, dass zwischen den beiden Strichen in den unteren Bilder 1µm ist, an einer Stelle habe ich es drangeschrieben. Der Maßstab oben wist viel stärker vergrößert.

  • ...der Fomapan 200 ist auch nicht der schlechteste Film. Probleme mit der Emulsion hatte ich bis jetzt keine. Das es Zeitweise Probleme mit dem Rückpapier beim Rollfilm gibt ist bekannt, ich bin aber bis jetzt von dem Problem verschont geblieben.

    Das beim Silberauftrag bei günstigen Filmen etwas gespart wird ist bekannt, deshalb ist der Fomapan recht günstig zu haben.

    Die Foma-Filme müssen vorsichtig belichtet und entwickelt werden, aber es sind keine schlechten Filme. Das Preis-Leistungsverhälnis passt einfach.

    Ich nutzte den Fomapan 200 im Wehner-Entwickler als Allroundfilm und habe bisher keine Probleme gehabt.


    LG Oliver

  • Probleme mit der Emulsion hatte ich bis jetzt keine.

    Dann hattest Du vermutlich nur Glück. Nicht nur aus eigener Erfahrung, aber auch aus diversen anderen Foren, weiß ich vom „schwarzen Regen“ und „weißen Schnee“ in Verbindung mit den Fomapan 200 im 120-Format. Der günstige Preis rechtfertigt nicht die offensichtlich mangelhafte Qualitätskontrolle. Ich werde den Film nicht mehr kaufen.

  • Dann hattest Du vermutlich nur Glück. Nicht nur aus eigener Erfahrung, aber auch aus diversen anderen Foren, weiß ich vom „schwarzen Regen“ und „weißen Schnee“ in Verbindung mit den Fomapan 200 im 120-Format. Der günstige Preis rechtfertigt nicht die offensichtlich mangelhafte Qualitätskontrolle. Ich werde den Film nicht mehr kaufen.

    Hallo Jakob,


    ich benutzte zu 90% den Fomapan 200 als KB Film, die restlichen 10% waren 120er Rollfilme die unproblematisch waren und sogar eingefroren waren.

    Bei denen hatte ich keine Emulsionsprobleme oder ärger mit dem Rückpapier.

    Es kann natürlich sein das diese Charge 120er noch nicht betroffen war und erst später die Probleme aufgetreten sind.


    Du hast aber vollkommen Recht. Nachdem ich die 120er aufgebraucht hatte habe ich keine 120er mehr von Foma gekauft...

    KB-Filme aus aktueller Fertigung scheinen unproblematisch zu sein. Ich habe gerade eine neue 30 Meter Rolle Fomapan 200 in Patronen gefüllt... Hier gibt es keine Probleme.


    LG Oliver

  • Das ist richtig. Ich rede ausschließlich von dem 200er im 120 Format.


    Ich hatte neulich einige Fomas 100 im MF verarbeitet und sie waren alle einwandfrei. Im KB-Bereich kann ich gar nicht mitreden, da noch nie welche belichtet.