Welche Kamera hat Grönemeier im "Boot"?

  • Das soll eine Leica IIIc sein: Klick


    Es werden auch in Spielfilmen Überwachungsaufnahmen bei Nacht mit 300mm-Tele gemacht, mit gestochen scharfen Resultaten.

    Zulange über derlei Unzulänglichkeiten nachzudenken macht die Handlung vollends kaputt.

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  • Oh ja, mit f1,5 und 18 - 21 DIN, 1/25 oder 1/30 s, etwas Push-Entwicklung, dann könnte ich mir das vorstellen. Die Lampen hängen tief, und wenn die Gesichter direkt angestrahlt sind...


    Danke für die Antworten!


    Rolf

  • Das soll eine Leica IIIc sein: Klick


    Es werden auch in Spielfilmen Überwachungsaufnahmen bei Nacht mit 300mm-Tele gemacht, mit gestochen scharfen Resultaten.

    Zulange über derlei Unzulänglichkeiten nachzudenken macht die Handlung vollends kaputt.

    Haha, das ist mir zum Glück noch nie so unangenehm aufgefallen. Ich muss allerdings jedes Mal den Raum verlassen, wenn in Filmen jemand anfängt einen Server zu "hacken". :D

    Without deviation from the norm, progress is not possible. -- Frank Zappa

  • Und ist das realistisch, dass er bei der Beleuchtung ohne Blitz mit dem damaligen Filmmaterial brauchbare Aufnahmen bekommen hätte?

    Genau unter diesen Bedingungen hat Lothar-Günther Buchheim (den Grönemeyer ja im Prinzip darstellt) als Kriegsberichterstatter seine Aufnahmen an Bord von U 96 gemacht. Wenn man sich die Fotos ansieht, waren bei einigen aber wohl doch starke Leuchten im Einsatz.


    Viele Grüße


    David

  • Viele der Originalfotos innen sind auch einfach genau so verwackelt und so unscharf, oft auch falsch belichtet und verarbeitet, wie es unter diesen Bedingungen zu erwarten ist, und wie vergleichbare Fotos anderer Fotografen auch aussehen. Insofern ist es realistisch.


    https://www.amazon.de/J%C3%A4g…othar+g%C3%BCnther&sr=8-6


    https://www.amazon.de/U-Boot-K…sprefix=buchheum+u&sr=8-5

    Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)

  • Warum soll das nicht gehen? Die Aufnahmen von Capa bei der Landung in der Normandie entsprechen in Bezug auf die Schärfe auch nicht den heutigen Anforderungen an Produktfotografie. Alles eine Frage der Zielsetzung und Erwartung.


    Und Capa hat in der dortigen Situation wirklich gute Fotos gemacht.

    Leider hatte diese Fotografin in nachfolgendem Link nicht soviel glück.

    Blöd wenn man King Kong vor der Linse hat und ständig durch das Macro Set glotzt....

    https://www.journalistenfilme.de/kong-mason-weaver/

  • Vielleicht wurde auch zu Propagandazwecken ein Agfacolor Farbfilm verwandt.

    Der war doch sehr niedrigempfindlich?

    Aber mal generell, was für Filmmaterial in was für Empfindlichkeiten stand den PK-Leuten damals zur Verfügung?

    Wenn man sich die Fotos ansieht, waren bei einigen aber wohl doch starke Leuchten im Einsatz.

    Es ist ja auch möglich das man die besten Fotos im Hafen aufgenommen hat, professionell ausgeleuchtet wie am Filmset: Der Alte am Periskop, Kartentisch, Horchraum, Männer in der Koje, Männer an den Dieseln, Fetten der Torpedos,, usw... diese ganzen Innenaufnahmen gehen wunderbar auch im Hafen, mit den besten Equipment (MF oder gleich GF) das durch die Luke passt...

    Wunschliste, folgende Dinge dürfen mir gerne angeboten werden:

    - Prospekt Fuji GW/GSW 690 II oder III

    - Prospekt Leica M6 TTL

    - Prospekt Nikon F

    - Heliopan Baj. I Filter: IR715, Grüngelb 11, Grün 13, Duto, Stern, Weichzeichner

    - Heliopan Filter allg.: Duto, Stern, Weichzeichner

    - Photo Equip USA M-Grip (für Leica M)

    - Photo Equip USA FM-Grip (für Nikon FM)

    - sehr schöne P6-Objektive (u.a. Mir-38b 65mm)

    - ein schönes Tele-Elmarit-M 2,8/90mm mit E39 Filtergewinde (11800)

  • Man weiss ja auch aus dem Film, was passiert, wenn der Fotograf aus Übermotivation die Betriebsabläufe stört.

    Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)

  • Genau :) und dann sitzt er frustriert rum, bis er wieder eine interessante Szene sieht und die Kamera vors Auge nimmt, und das ist der Screenshot oben.


    Aber was für Empfindlichkeiten die Filme damals normalerweise hatten, würde mich auch mal interessieren.


    Grüße

    Rolf

  • Aber was für Empfindlichkeiten die Filme damals normalerweise hatten, würde mich auch mal interessieren.

    Agfa Isochrom hatte 1934 eine Empfindlichkeit von 50 ASA (Quelle: Götz, Box-Cameras), das war der Standard Konsumentenfilm, ich vermute das es bis 1941 mindestens brauchbare Filme im Bereich 200 ASA gegeben hat. Die zweckenfremdete Verwendung von Spezialfilm (Luftaufnahmefilm) ist in diesem Zusammenhang ja auch nicht völlig abwegig... wird ja heute noch gemacht...

    Hat denn jemand vielleicht ein Filmübersicht der Agfa aus der damaligen Zeit mit Empfindlichkeiten?

    Wunschliste, folgende Dinge dürfen mir gerne angeboten werden:

    - Prospekt Fuji GW/GSW 690 II oder III

    - Prospekt Leica M6 TTL

    - Prospekt Nikon F

    - Heliopan Baj. I Filter: IR715, Grüngelb 11, Grün 13, Duto, Stern, Weichzeichner

    - Heliopan Filter allg.: Duto, Stern, Weichzeichner

    - Photo Equip USA M-Grip (für Leica M)

    - Photo Equip USA FM-Grip (für Nikon FM)

    - sehr schöne P6-Objektive (u.a. Mir-38b 65mm)

    - ein schönes Tele-Elmarit-M 2,8/90mm mit E39 Filtergewinde (11800)