DSLR Scan: Zeigt her eure Aufbauten

  • Nachdem mein Scanner den Geist aufgegeben hat, habe ich mich weiter mit dem DSLR-Scannen beschäftigt.

    Eigentlich habe ich einen Multiblitz Dia Duplicator, aber bei dem verfluche ich momentan die Lichtqualität, was vor allem an meinen ND Folien liegt.

    So richtig ausgefiltert habe ich die nicht bekommen und hatte unschöne Farbverschiebungen.

    Da ich gerade noch mitten im Scannen alter Fotos war, habe ich aus dem, was da war etwas gebastelt, was eigentlich eine enorm günstige Lösung darstellt, wenn man sich mal die ganzen Halter am Markt so anschaut (Valois, Negative Supply etc.).


    Dazu habe ich meinen Kaiser Diacut innen leergeräumt und meine demontierte (Link:) Aputure Amran AL-M9 LED (95+ CRI) drinnen verbaut.

    Dazu noch die Markierungsdreiecke abgeschnitten, damit die nicht im Weg sind, die 18/24ér Markierung muss nun auf dem Bildstreifen stehen.

    Jetzt habe ich einen hervorragenden Negativhalter inkl. Vorschub und Schneidemöglichkeit.

    Die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig und die Scanergebnisse 1A (Vgl. mit Coolscan 4000 ebenbürtig).


    Vielleicht für den ein, oder anderen User hier eine Idee, den Diacut bekommt man für 5-10 EUR und die LED für 35 EUR.




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    Zeigt gerne mal Eure Aufbauten.


    VG

    Tobias

  • Ich bin im Zweifel, ob ich meinen Aufbau jetzt hier ein weiteres Mal vorstellen soll.

    Vor ein paar Tagen in einem ähnlichen Thread hier im Forum schien das niemanden zu interessieren.

    Da du aber konkret danach fragst und offenbar ein ähnliches Verfahren anwendest, zeige ich zumindest nochmal ein Bild davon.

    D500, Micro-Nikkor 40 mm, ES-1 Diakopieradapter, Systemblitz Godox, Funkauslöser XProN mit TTL-Automatik, Blitz aus 30cm Abstand direkt auf die Streuscheibe des ES-1, Scharfstellung mit AF.

    Wer schon mal Kleinbilddias auf solche oder ähnliche Weise digitalisiert hat, kennt die Vorteile gegenüber herkömmlichen Scans.


    Diakopieren-Aufbau-bonnescape.jpg

  • Hallo Klaus,


    deinen Aufbau habe zumindest ich mir genau angesehen und es freut mich

    wenn er solch gute Ergebnisse liefert.


    Einen großen Vorteil sehe ich darin daß man bei gewölbten Filmflächen

    Schärfe durch Abblenden auf z.B. Blende 8 über die gesamte Filmfläche

    bekommt.

    Daß es sich nicht vollflächig um die sogenannte Kernschärfe handelt ist für

    mich nachrangig.


    Meine Version läuft mit einer Reprosäule wobei an deren Ausleger die

    Kamera angebracht ist und als Lichtquelle dient eine LED-Leuchtplatte,

    alles in einem abgedunkelten Raum, zumindest demnächst wieder, nach

    diversen Umbauten.


    Mit ein Grund für die Digitalisierung via Kamera war, daß z.B. etwas dichtere

    S/W-Negative im Reflecta 10T trotz Zweifach-Scan schlecht durchzeichnet

    waren.

    Das ist bei Verwendung einer guten Digitalkamera mit großem Dichteumfang

    weitaus besser.


    Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße


    Karl Heinz

  • Auch schön und simple Dein Aufbau!


    Die Geschwindigkeit, gerade wenn man thethered in Lightroom fotografiert ist schon erstaunlich.

    Auch HDR geht schnell.

    Staub geht auch, einmal vorher durch Bürsten ziehen und jeden Frame zusätzlich vorher einmal mit Druckluft abblasen.

    VG

    Tobias

  • ... Mit ein Grund für die Digitalisierung via Kamera war, daß z.B. etwas dichtere S/W-Negative im Reflecta 10T trotz Zweifach-Scan schlecht durchzeichnet

    waren. Das ist bei Verwendung einer guten Digitalkamera mit großem Dichteumfang

    weitaus besser. Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße


    Hallo Karl Heinz,

    danke dir. Dein Argument bzgl. Tiefenzeichnung kann ich bestätigen. Ich habe viele Kodachrome-Dias mit hohen Kontrasten, die ich auf diese Weise gut gebändigt bekomme. Die Kamera bietet ihr ganzes Arsenal an Einstellmöglichkeiten, als wenn man das Bild in natura aufnehmen würde, und durch den LifeView und das eingeblendete Histogramm kann man präzise und effizient justieren. Auch differenzierte Farb- und Kontrastkorrekturen sowie das Hineinzoomen kann man bequem vornehmen und erhält am Ende eine Datei, die alles beinhaltet, was die Vorlage hergibt, und kaum noch bis gar nicht nachbearbeitet werden muss.

    Meine Version läuft mit einer Reprosäule wobei an deren Ausleger die Kamera angebracht ist und als Lichtquelle dient eine LED-Leuchtplatte,

    alles in einem abgedunkelten Raum, zumindest demnächst wieder, nach diversen Umbauten.

    Mit diesem Aufbau gehen dann sicher auch größere Filmformate.

    ... Die Geschwindigkeit, gerade wenn man thethered in Lightroom fotografiert ist schon erstaunlich.

    Auch HDR geht schnell....

    Hallo Tobias,

    tethered geht natürlich auch, wenn man möchte. Es ist ein recht angenehmes Arbeiten am Tisch bei normaler Raumbeleuchtung. Das hilft mir gerade sehr,

    da ich das schlechte Wetter, die Jahreszeit und den Rückzug vor der Pandemie täglich mehrere Stunden dafür nutze, die ganzen Dias in den Computer zu bekommen.

  • Da ich mit den Ergebnissen des Scans mit der Digitalkamera sehr zufrieden bin, habe ich noch einen Halter kreiert, der mir den Einsatz von verschiedenen Aufsätzen erlaubt.

    Herz ist ein Aputure MC Licht.

    Wichtig war mir, dass der Halter rutschfest ist, das war beim alten nicht gegeben.

    Der neue hält mit Neodyn-Magneten auf dem Copy Board.

    Die Aufsätze halten ebenfalls magnetisch auf dem Altar.


    Zunächst habe ich die Masken des Multiblitz Diaduplicators adaptiert, ein Halter für den Lomo Digitaliza ist im Druck und weitere geplant (Planfilm, Fluid, KB mit Drehrad…).

    Die Leuchtfläche ist 61x93mm.

    Alles größere müsste ich also stitchen.

    Insgesamt bewegt sich der Halter kaum einen Millimeter, er sitzt bombenfest.

    Die Aputure besitzt auf der Rückseite ebenfalls Magnete, die dazu beitragen.

    Träumchen!


    Die Woche kommt noch ein anderes Vergrößerungsobjektiv, dann kann die Archivierung weiter gehen.


    VG

    Tobias


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  • Aber (wie man sieht) hast Du doch schon das ultimative Objektiv für diesen Zweck.
    Oder willst Du von einem Apo-Rodagon-D2 auf ein D1 (bzw. umgekehrt) switchen?


    Das 120er macht ja keinen Sinn.

    Richtig geraten, habe noch ein 1:1 Apo erstanden um es einfach mal zu vergleichen.

    Hatte mich beim jetzigen vertan und bin von den 2x in Vergrößerungsrichtung ausgegangen.

    Dachte ich nehme es für Abfotografieren von MF an KB, aber die 2x sind ja andersherum =O

    Also idealer Weise wenn ich 35mm aus zwei Aufnahmen zusammen stitche.... zu verwirrend ....


    Trotzdem schon ein Hammer das 75`er Apo und jedem "normalen" Vergrößerungs- und Normalobjektiv welches ich besitze (auch Apo 50mm Rodenstock + Voigtländer, Componon S 80mm ...) überlegen.

    Zumindest in den Rändern sehr deutlich.

    Was da wohl mit Pixelshift alles noch gehen würde ..... 8o


    VG

    Tobias

  • Die erste Version des Halters für den 35mm Digitaliza ist auch fertig.

    Verbesserung für die nächste Version:

    - Die Schraube zur Führung muss nur in die Mitte.

    - Magnet an Stelle der U-Scheibe


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    Wer die Files haben möchte, kann die gerne haben … und gerne noch weitere Adapter bauen 😬


    Sonst keiner hier, der seinen Aufbau zeigen möchte?

    Lasse mich gerne inspirieren.


    VG

    Tobias

  • ...und jedem "normalen" Vergrößerungs- und Normalobjektiv welches ich besitze (auch Apo 50mm Rodenstock + Voigtländer, Componon S 80mm ...) überlegen.

    Naja, das sollte es auch, denn es ist ja genau für diesen Zweck konstruiert worden (damals zur Duplizierung von Dias).

    Deswegen gibt es ja auch ein 120er zum duplizieren von MF-Dias. Das würde aber allenfalls Sinn machen als Objektiv für MF-Digitalkameras.


    In meinem Durst-Sigma Scanner ist auch ein 75er verbaut.