STEARMAN PRESS SP-445 4x5 Entwicklungstank

  • Hallo,


    ich habe mir die große Stearman 8x10 gekauft und bin damit sehr zufrieden.

    Einfacher geht es wirklich nicht, wenn man während der Entwicklung nicht im Dunkeln sitzen will.

    Ich entwickle außerdem auch 10x15 und 10,5x15 in dem Gerät. Nur meine 7x12 sind zu klein.


    Der Stearman kostet schon etwas. Das ist entschieden mehr, wie ich in den letzten 15 Jahren an Negativentwickler ausgegeben habe.

    Darum verstehe ich die Diskussion über den Chemieeinsatz hier nicht . . .

    Viele Einmalentwickler funktionieren bei entsprechender Menge auch im Anschluss noch ein zweites Mal.


    Grüße

    Ralf

  • Wenn man die Dose zur Kippentwicklung nimmt, ist das Fakt.

    Wenn man sie rotiert, ist das glatte Gegenteil der Fall.


    Soviel zu „alternativen Fakten“ :saint:


    Sorry, aber den konnte ich mir jetzt echt nicht verkneifen… *green*

    :D Ja, wohl wahr. :D Aber es ging hier um einen Vergleich zum Stearman, und den kannst du (nach allem, was ich oben erfahren habe) auch nicht rotieren.

  • Ich bin jetzt soweit, mit meiner Graflex Crown vom Format 6x9 und d 6x12 auf 4x5 inch umzusteigen. Zur Negativentwicklung: Hat jemand Erfahrung mit dem Stearman SP-445 Entwicklungstank? Ist er zu empfehlen?

    Hallo

    Ich habe ihn sehr gerne. Für 4x5 fast ausschliesslich.

    Im Genensatz zum reinfummeln in die Jobodose und das Anbringen der Leitbleche, hast du hier eine einfache Möglichkeit die Blätter einwandfrei und rasch einzuschieben. Den Halter flach auf dem Tisch geht das ruckzuck.

    Zudem sind alle Filme auf den Waschzetteln auf Kipp angegeben und für Rotation stehen dann so Sätze: "bei Rotation bis zu 15% verlängern" Genau ist anders!

    Das Jobozeug nehme ich nur noch für 6x9. Da gehts gerade noch.

    Ich fette den O-Ring nicht, mache ihn aber nass (Speichel) vor dem Zusammensetzen. Mir ist es nicht geheuer bei Fett am Tank: irgrndwann habe ich das auf dem Film :)


    Das Sabbern verhindere ich einfach: Beim Einfüllen, wenn der Flüssigkeitsstand in der Tülle gegenüber des Eingusses sichtbar wird, Den Tank zusammendrücken, bis die Flüssigleit fast am Rand ist: Dann Deckel drauf. Es entsteht ein kleiner Unterdruck, der das Auslaufen verhindert.

    Ich stelle den Tank in ein Wasserbad und fass ihn immer von Oben zwischen den Tüllen, Daumen auf der einen und restliche Finger auf der andern Seite, umgreife so den Deckel und halte gleichzeitig den unteren Tankteil. So kann sich der nicht öffnen.


    Ich habe die alten Halter: Da ich aber nach dem Fixieren, immer den Tank öffne und die Spiralen, oder hier die Halter und alle teile gründlich unter dem Fliessenden Wasser abspüle, vor dem eigentlichen Wässern, habe ich nie Probleme mit nicht ausgewaschener Lichtschutzbeschichtung.


    Ein weiterer Vorteil:

    Nach dem Stoppen mit Stopmittel und einmal wässern und vor dem Fixieren, öffne ich den Tank und schaue mir die Negative kurz an: Durch die Milchigkeit kann man das Negativ relativ gut beurteilen. Das geht bei einer Spirale nur beim obersten Negativ.


    Ich persönlich würde den Tank nie wieder hergeben.


    Den Stearman 810 habe ich auch, aber für 4x5 ist er mir ein wenig zu gross: Ausserdem habe ich Bedenken, dass er aufgehen könnte beim kippen. Darum habe ich ein Band darum:

    IMG_6037
    Explore r_walther's photos on Flickr. r_walther has uploaded 25415 photos to Flickr.
    flic.kr

    Er ist aber auch ein gutes Produkt.

    Gruss Reinhard

  • Ich bin mit dem SP-445 auch sehr zufrieden.


    Die beschriebenen Mängel kann ich nicht bestätigen.

    Ich habe die dritte Version der Halter und keine Probleme mit unvollständig gelösten Lichthofschutz.


    Für die Dichtigkeit ist es wichtig, nach dem Einfüllen (Entwickler, Fixierbad) einen Schraubdeckel zu schließen, dann den Tank fest zusammenzudrücken und mit zusammengedrücktem Tank den zweiten Schraubdeckel fest zu drehen. Es entsteht dann ein Unterdruck, der für die notwendige Dichtigkeit sorgt.


    Es kann sein, dass es nach längerer Verwendung dennoch etwas trielt, dann nehme ich den Dichtgummi ab und reibe ihn mit Silikonfett dünn ein und wische dieses Fett nochmal ab. Hat gut funktioniert und der Deckel rutscht dann auch leichter in das Unterteil.

    Den Dichtring nur außen zu fetten bringt nach meiner Erfahrung nichts.


    Nachteilig ist nur die eigene Dummheit, indem man zwei Blätter in die gleiche Halterseite schiebt. Ist mir nicht nur einmal passiert, aber inzwischen passe ich da besser auf.

    Schön ist, dass man nicht mal 500 ml Lösung braucht.