Beiträge von Harald Illmann

    Vor ein paar Tagen habe ich ein Frauen-Doppel-Portrait auf meine Webseite geladen, dass mit dem Plustek 120 Pro-Scanner und SilverFast gescannt wurde. Das Foto hier zu zeigen, würde durch die 500 KB-Begrenzung einen Qualitätsverlust bedeuten. Auf der Webseite ist die jpeg-Datei dreimal so groß und eine Beurteilung des Scans wäre genauer. Ich halte die Qualität des 120-Pro Scans für ausgezeichnet. Deutlicher wird es, wenn man davon einen A2-Druck macht.


    Technische Daten: Mittelformat-Negativ Tmax 400 @ 125 ASA in D-76 (1+1). Der dunkelbraune Ton entstand mit Hilfe des NegaFix-Profils „Kodak, VPS III“ beim Scannen mit SilverFast 8.8. Alle anderen Parameter waren abgeschaltet. In Photoshop wurde die 775 MB große Scan-Datei auf 205 MB gebinnt, die Staubflecken entfernt, der helle Hals der linken Frau etwas nachbelichtet und zum Schluss gab es eine leichte Hochpass-Schärfung. Mehr wurde nicht gemacht. Oh sorry, in Photoshop wurde die tif-Datei in ein jpeg für die Webseite umgewandelt.


    Hier zum Portrait: https://www.harald-illmann.de/mixed/#&gid=1&pid=8


    Allen schöne Feiertage

    Hallo Hermann-Josef,


    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mir das schon gedacht, dass die Kanaltrennung nicht so gut ist. Ob ich mich mit „imagej“ auseinandersetze, weiß ich noch nicht, denn mit VueScan funktioniert die Trennung gut.


    Die „Monochrome“-Einstellung sehe ich auch nicht im Zusammenhang mit der Kanaltrennung, sie war eine Einstellung zu einem Vorschau-Scan. Ich experimentiere gerade bei den S/W-Scans mit den NegaFix-Profilen. Die Profile sind für mich immer nur Empfehlungen. Ich möchte immer „weiche“ Scans (sie sehen flau aus, haben aber Zeichnung in Lichtern und Schatten) und mit „Monochrome“ komme ich diesen Scan-Vorstellungen ziemlich nahe. Gut für mich ist auch das Profil „Konica, Centuria Super, 800“, obwohl ich keine Konica-Filme verwende. Das Experimentieren ist aber noch nicht zu Ende. Die eigentliche Bildbearbeitung findet nachher mit den präzisen Möglichkeiten von Photoshop und der NIK Collection statt.


    Ein schönes Wochenende

    @Jake

    Ein letztes Wort zu Lens Calibration Tool: Es funktioniert jetzt bei mir auch und der Focuspunkt liegt bei +3. Dieses Tool würde ich zu den „harten“ Kriterien vom 120 Pro hinzufügen.


    Ich arbeite mich auch momentan in SilverFast beim Scannen von S/W-Negativen ein und habe eine Frage an


    @ Hermann-Josef

    Ich möchte mit einem Kanal in SilverFast scannen, z.B. mit dem Blaukanal von SC2G. Könnte die Einstellung so aussehen (siehe Anhang) oder ist meine Annahme falsch. Ich bin mir unsicher.

    Harald

    SF-Einstellungen-zu-SC2G.jpg

    Hermann-Josef,

    du hast recht. Das sind noch die Einstellungen, die ich beim Scannen meiner Dias benutzt habe. Beim Scannen meiner S/W-Negative benutze ich keine icc-Profile. Ich hatte beim Schnellen Kanal-Scannen keine Korrektur vorgenommen. Ich werde alt und bitte um Entschuldigung.

    Wow, Hermann-Josef, was für ein Klasse-Tipp „Kanäle trennen“. Du hast meine Aufmerksamkeit. Ich habe das vorhin mal mit VueScan umgesetzt. Ich habe es mit einem Portrait gemacht, wo die Augenbrauen knackscharf sind. Am schärfsten ist bei mir am 120 Pro auch der Blau-Kanal. Den Test (ich wollte eigentlich nicht mehr testen), ob der Scan mit dem Blau-Kanal visuell besser ist als mein Scan mit RGB, kann ich noch nicht abschließen, weil die Hahnemühle-Papiere immer noch nicht da sind.


    Du weißt, dass meine Referenz der A2-Druck ist (natürlich subjektiv) und nicht der Eindruck am Monitor (eine 100% Ansicht). Für mich zählt der Abzug/Druck, den ich in der Hand halten kann. Ich habe jahrzehntelange Erfahrung mit analogen Vergrößerungen, die ich in meiner Dunkelkammer gemacht habe. Ich weiß, wie ein erstklassiger analoger Abzug aussieht. Jetzt habe ich jahrelange Erfahrung mit dem Drucken. Ich weiß, wie ein erstklassiger digitaler Druck aussieht. Sind beide auf hohem Niveau, siehst du keinen Unterschied, wenn sie in einem Rahmen mit Passepartout hinter Glas zu betrachten sind. Diese Erfahrungen lassen sich nicht einfach so zur Seite schieben. Sie sind in meinem Kopf und sie leiten mich. Sorry, Jake, ich bin ein bisschen von deinem Thema abgewichen.


    Zurück zu Scanner und scannen.

    Ich stelle hier zwei Screenshots von meinen VueScan-Einstellungen ein, um etwas unerfahrenen VueScan-User, die Möglichkeit zu geben, auch einen Scan mit Kanal-Trennung zu machen.


    Quelle-VS.jpgFarbe-VS.jpg

    @ Hermann-Josef

    Ja, in der Tat, die sind aufgebläht. Aber mit Hilfe der TIFF-Verkleinerung und der Bildgröße in Photoshop kann ich sie binnen. Du siehst es meinen A2-Drucken (bei mir an der Studiowand) und den jpegs auf meiner Webseite nicht an, dass sie immer noch überzählige Pixel besitzen. Mir ist das mittlerweile egal. Das die Datei keine Tonwertabrisse hat, finde ich wichtiger.


    Wie würdest du denn ein 8x10-Negativ scannen? Soll man mit der ermittelten Auflösung von 2100 ppi statt der 4800 ppi scannen? Oder die TIFF-Verkleinerung auf 3 oder 4 setzen? Was wäre dein Weg? (Auf 48 Bit und dem RGB-Modus würde ich nicht verzichten wollen). Ich nehme an, dass SilverFast ähnliche große Dateien produziert. Selbst habe ich ein 8x10-Scan mit SilverFast noch nicht gemacht.



    @Jake

    Ja, ich habe den Fokustest mit „max.res.“ gemacht, also höchste Auflösung.


    Es ist schön, dass man Familienmitglieder hat und diese als Testpersonen zur Überprüfung einsetzen kann. Unser erwachsener Sohn wohnt nicht mehr bei uns, er hätte sich aber bedenkenlos zur Verfügung gestellt. Mein Satz „…mit den Augen meiner Frau…“ ist eher ein Kokettieren mit meinem Alter. Ich bin zwar alt, aber nicht blind. Den Satz nicht ganz so ernst nehmen.


    Jake, danke für deine Beispiele. Deine Ergebnisse sind eindeutig. Das Tool funktioniert bei dir. Das letzte Wort zum Calibration Tool ist für mich noch nicht gesprochen, denn die Grundidee zum „Fokus setzen“ finde ich richtig gut, aber es sollte auch bei mir funktionieren. Ich werde wohl den Support erneut kontakten müssen.


    Eben gerade hat sich der Support auf meine erste Anfrage „Calibration Tool stürzt immer ab“ gemeldet und einen Lösungsvorschlag unterbreitet. Bin gespannt.

    Hallo Hermann-Josef,


    Fangen wir mit dem Calibration Tool an:


    Im beiliegenden Plustek-Handbuch steht dazu, „Der Fokuspunkt des Scanner kann mit diesem Lens Calibration Tool verschoben werden“. Mehr steht da nicht und ich habe keine Ahnung wie das softwaremäßig funktioniert.


    Anwendungstechnisch sieht das so aus: du startest das Tool, legst einen Filmhalter mit einem Negativ oder Positiv rein, der Filmhalter wird automatisch erkannt, du kannst im nächsten Fenster zwischen Positiv und Negativ wählen ebenso deren Position im Halter, weiter auswählen kannst du die maximale Auflösung oder du bleibst bei der voreingestellten niedrigen Auflösung (ich glaube die Hälfte der maximalen). Anschließend drückst du auf START und das Tool macht 11 Scans mit den verschiedenen Fokuspunkten, von -5, -4, -3, …0, …, 3, 4, 5. Das dauert bei KB-Negativen etwa 8 Minuten. Anschließend wählst du durch einen Doppelklick einen Scan aus, z.B. den mit dem Fokuspunkt -1. Ein neues Fenster zeigt dann eine 100%-Ansicht und mit dem Handwerkzeug kannst du die 100%-Ansicht hin und her schieben. Mit den Navigationspfeilen rechts und links kannst du zu einem anderen Fokuspunkt switchen und dir dort die Schärfe anschauen. Gefällt dir die Schärfe eines Fokuspunktes, schließt du das Fenster und klickst dann auf Anwenden. Der ausgewählte Fokuspunkt wird dann gesetzt. Tool ausschalten und mit VueScan anfangen zu scannen.



    Es hört sich gut an und ist auch kein großer Aufwand, aber bei mir funktioniert es nicht. Ich habe Tests mit dem USAF-Target und einem Portrait-KB-Negativ gemacht. Die besseren Augen meiner Frau und die meinen sehen keinen Unterschied zwischen diesen 11 Fokuspunkten, egal ob USAF oder Portrait.


    Meine getroffene Aussage, dass das Calibration Tool an der Schärfe beteiligt ist, nehme ich zurück. Es ist doch die hohe Auflösung. Ich habe mittlerweile auch Vergleichstests mit meinen 6x6-Negativen gemacht, auch hier ist der 120 Pro deutlich sichtbar schärfer als mein alter MF 5000. Vielleicht können Jake und Jakob mal darüber berichten, ob sie deutliche Schärfeunterschiede bei den verschiedenen Fokuspunkten sehen, dann hätte man eine bessere Aussage zum Tool.


    Zum Binning:

    Mit meinem „herunterrechnen“ meine ich, das Verkleinern von Bildgrößen und mache es mit den von dir erwähnten Methoden, mit Photoshop bei meinen 6x6-Negativen und der TIFF-Verkleinerung + Photoshop bei meinen 8x10-Negativen.


    Ein Beispiel: ein 120 Pro-Scan eines 6x6-Negativs mit voller Auflösung von 5300 ppi ergibt eine Bildgröße von etwa 95 x 95 cm und einer Dateigröße von 727 MB bei 300 ppi – too much (das Arbeiten in Photoshop mit so großen Dateien ist eher eine Qual). In Photoshop wird die Bildgröße heruntergerechnet/verkleinert/ gebinnt auf 40 x 40 cm (wegen A2-Druck). Die Dateigröße sinkt auf 131 MB und das Arbeiten mit Photoshop macht wieder Spaß.

    Beim Scannen der 8x10-Negativen auf meinem Epson V850 Pro mit VueScan liegt die Dateigröße bei etwa bei 2,74 GB trotz der TIFF-Verkleinerung auf 2. Ich scanne mit der von Epson angegebenen nominalen Auflösung 4800 ppi fürs Scannen auf der Glasplatte. Ein USAF-Test brachte hier aber eine ermittelte Auflösung von 2100 ppi. Das sind zwar nur 44% der nominalen Auflösung, aber für 8x10 völlig ausreichend. (Wenn man mit dem Filmhalter ein 6x6-Negativ beim Epson scannen will, steigt die ermittelte Auflösung auf 2600 ppi. Hier war schon der MF 5000 mit seinen 3050 ppi besser und 120 Pro mit seinen 4096 ppi ist sogar deutlich besser). Anschließend wird in Photoshop die Bildgröße auf A2-Größe gebinnt. Die Datei hat dann nur noch etwa 240 MB. Das ist ein Zehntel von der Ausgangsgröße und ich muss mir den Fortschrittsbalken in Photoshop nicht mehr anschauen. Die Bildbearbeitung kann beginnen.


    Also mein umgangssprachliches „herunterrechnen“ ist in seiner Bedeutung gar nicht so weit von deinem fachlichen „binnen“ entfernt. Zum "hochrechnen" nehme ich nicht die Bildgröße in Photoshop, sondern die Photoshop-Aktion "Hochrechnen 200% 16 Bit" von Roberto Casavecchia. Würde man in so einem Fall auch von "binnen" sprechen können?


    So das war‘s. Ich höre mit dem Testen auf und möchte mich wieder meinen Projekten widmen.


    Zum Schluss ein persönliches Fazit (ich bin kein Tester) zum 120 Pro im Vergleich zum MF 5000:

    - er hat die höhere Auflösung

    - er scannt schneller

    - er hat die besseren Filmhalter

    - hat eine automatische Erkennung des Filmhalters


    und als weiche Kriterien:

    - er sieht schöner, edler aus

    - das langsame Einziehen des Filmhalters ist ebenfalls schön anzusehen.


    Sein Manko:

    - das Calibration Tool, um Fokuspunkte zu setzen, funktioniert nicht - bei mir (vielleicht auf einen Windows-Rechner).


    Würde ich ihn wiederkaufen? Ja. (allein schon wegen seiner guten Auflösung und nebenbei bemerkt, Plustek hat mich für das Ja nicht bezahlt)


    @Jake

    Bezogen auf deine Eingangsfrage „Erfahrungsberichte Plustek 120 Pro“, mehr Erfahrung habe ich nicht mit meinem neuen 120 Pro. Ich denke, Mitleser können einen ungefähren Eindruck gewinnen.


    Allen ein schönen Abend

    Harald

    Hallo Hermann-Josef,


    sorry, dass ich erst jetzt antworte. Bei dem schönen sonnigen Wochenende war ich mit meiner Frau auf den E-Bikes unterwegs. Ich hatte keine Lust am Computer zu hocken.


    Ich drucke meine A2-Drucke mit 300 ppi, passend zu meinem Canon Pro 1000-Drucker. Diese Empfehlung habe ich irgendwo gelesen – Internet oder Fotobuch. Ich werde mal mit 400 ppi drucken, um einen Vergleich zu haben. Kann ich im Moment nicht machen, weil ich auf das bestellte, matte A2-Papier von Hahnemühle warte.


    Am Freitag hatte ich einen anderen Vergleich gestartet. Ein schon, mit dem MF 5000 gescanntes, vorhandenes Portrait KB-Negativ mit einem vom 120 Pro neu gescannten des gleichen Negativs verglichen. Bis auf die unterschiedlichen Auflösungen waren die Einstellungen in VueScan gleich. Beim MF 5000 hatte ich immer, egal ob KB oder Mittelformat, mit der gleichen nominalen Auflösung von 3200 ppi gescannt – ging ja nicht mehr.


    Ein Vergleich mit 100% in Photoshop zeigte, dass der 120 Pro-Scan sichtbar schärfer war. Ich bat meine Frau (sie hat die besseren Augen) auch zu einer Schärfe-Beurteilung der beiden Scans und auch sie fand nach kurzem Umschalten, dass der 120 Pro-Scan schärfer war. Also die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass der eine Scan tatsächlich schärfer ist.


    Dass das so ist, kann an zwei Dingen liegen. Erstens, an der höheren Auflösung des 120 Pros und zweitens, an der Kalibrierung des KB-Filmhalters mit dem Lens Calibration Tool (das Tool geht bei mir wieder - alles von an Anfang an neu installiert), die ich vor dem Scan gemacht habe. Das Calibration Tool scheint ein Killer-Feature zu sein, jedenfalls wird es mir immer sympathischer. Der MF 5000 hatte kein Kalibrierungs-Feature.


    Jetzt warte ich nur noch ab, ob die sichtbaren Schärfeunterschiede auf meinem kalibrierten Eizo-Monitor, sich auch in einem A2-Druck zeigen, denn der A2-Druck ist der wichtige Bezugspunkt für meine Entscheidungen, was bei mir funktioniert und was nicht. Der gut einstellte Monitor spielt nicht die Hauptrolle.


    Ich werde noch ein paar weitere Vergleichstests mit KB und auch mit Mittelformat machen. Das Ergebnis von diesem einen Test könnte ja ein Zufall sein. Auch das Lens Calibrtion Tool werde ich mal genauer unter die Lupe nehmen, z.B. eine Kalibrierung mit den beiden Endpunkten -5 und +5. Und dann schauen, was der angefertigte und hochwertige A2-Druck dazu sagt/zeigt.



    Eine schöne Woche euch allen


    Harald


    P.S. Hermann-Josef, ich habe in deinem Tutorial zum ersten Mal das Wort "Binnen" gelesen. Geht dieses Wort von der Bedeutung her auch in die Richtung wie ich das Wort "herunterrechnen" verwende?

    @ Hermann-Josef

    Danke für deine Antworten. Heute wieder was gelernt. Es ist komplizierter als ich dachte. Ich werde mich demnächst mit dem Binnen näher befassen und mal vergleiche anstellen. Wenn ich Fragen habe, melde ich mich.


    @ Jakob

    Den Treiber habe ich entfernt und die neue Version V 3.0.0.3 von der amerikanichen Plustek-Seite heruntergeladen. Der Fehler bleibt. Er kalibriert die 11 Fotos und ich kann eins auswählen und mit dem Handwerkzeug genauer anschauen. Will ich das nächste kalibrierte anschauen, geht es nicht, weil rechts und links die Navigationspfeile fehlen und das Calibration Tool ist eingefroren. Der Support hat sich noch nicht gemeldet.

    @ Hermann-Josef


    Ich meinte, die mit dem USAF 1951-Target gemessene/ermittelte Auflösung.


    Hier fragt keiner, obwohl die Zugriffszahlen auf’s Thema ziemlich hoch sind, also ein Interesse da ist. Ich glaube, die meisten sehen dich als SilverFast-Experte und arbeiten eher mit VueScan als mit SilverFast, aus welchen Gründen auch immer. Hermann-Josef, willst du nicht ein „Tutorial VueScan“ verfassen und für ein paar Euro verkaufen. Das Interesse wäre groß und ich wäre der erste, der eins ordern würde. Ich denke, man kann dich auch zu VueScan befragen.


    Ich habe eine Frage.

    Vorweg: Mein 120 Pro-Scanner hat eine ermittelte Auflösung von 4096 ppi. Das sind 77% der nominalen Auflösung 5300 ppi des Herstellers und liegen nahe am 80-90%igen Bereich eines gut justierten Scanners. Ich möchte ihn nicht zur Nachjustierung zum Support geben. Weiterhin habe ich jetzt 23% mehr Pixel in der gescannten tiff-Datei. Ich scanne meine S/W-Negative immer mit der nominalen Auflösung im RGB-Modus und 48 Bit, weil ich mit meiner Bildbearbeitung verhältnismäßig stark eingreife/interpretiere und keine Tonwertabrisse riskieren möchte. Mein Hauptziel ist immer der A2-Druck im RGB-Modus. Das Runterrechnen auf jpegs für die Webseite ist zweitrangig.


    Macht es aus deiner Sicht Sinn, diese „überschüssigen“ Pixel aus der Datei, z.B. mit Photoshop oder anderer Software herauszurechnen bzw. zu komprimieren?


    Hätte dagegen mein Scanner, z.B. eine ermittelte Auflösung von 3180 ppi, also nur 60%, würde ich die „überschüssigen“ Pixel immer herausrechnen wollen, wenn ich ihn nicht zum Nachjustieren zum Support bringen möchte. Weil keine Garantie mehr, zu teuer, kein Karton usw.


    Hier schließt sich eine weitere Frage an.

    Ist es nicht besser, gleich mit den 3180 ppi zu scannen und sich dadurch das Runterrechnen zu sparen? Oder gibt es mit diesem Vorgehen sichtbare Qualitätsunterschiede beim Scannen?


    Allen Mitlesern ein schönes Wochenende

    Harald

    Hallo Hermann-Josef,


    willkommen im Forum. Ich bin froh über deine Aussage, dass „CCDs nicht altern“. Das Internet täuscht einem immer wieder. Ich hoffe, es ist auch in deinem Sinne, dass ich hier im Forum dein wunderbares „Tutorial SilverFast“ empfohlen habe.


    Julius Wagner


    Wie ich dein Post #11 richtig verstehe, hast du auch ein Interesse an dem Auflösungswert des 120 Pros. Mein Test mit dem „USAF 1951-Target“ brachte eine Auflösung von 4096 ppi. Das sind 77% von der angebenen Hersteller-Auflösung 5300 ppi. Wie ich finde kein schlechter Wert. Mein alter MF 5000 hatte einen gemessenen Wert von 3050 ppi (95%). Der Hersteller-Wert war 3200 ppi. Ebenfalls ein sehr guter Wert. Wenn ich beide Werte miteinander vergleiche, hat der 120 Pro etwa 1000 ppi mehr. Dieser Wert hat keine Allgemeingültigkeit für die ganze Modellreihe.


    Ich würde Hermann-Josef bitten, allgemein zur Auflösung, evtl. auch zum Rauschen, etwas mehr zu schreiben. Er ist der viel größere Experte als ich und nicht jeder liest sein Tutorial. Wobei mich auch interessieren würde, bei welcher „schlechten“ Auflösung sollte der Scanner zum Nachjustieren der Optik zum Support? Sind 60% noch akzeptabel?


    @ Jake und @ Jakob


    Seht ihr das Lens Calibration Tool als ein Killer-Feature? Bei mir stürzt das aktuelle seit gestern ab. Keine Ahnung warum. Ich habe den Support informiert und noch keine Antwort.

    Als das Tool noch funktionierte, lag die Schärfe immer so bei Bild 0.


    Was mir sehr gut gefällt, neben der guten Auflösung, sind die Filmhalter mit ihren einstellbaren Mittelstegen. Die leicht gewölbten Negative werden dadurch ziemlich plan gehalten. Bei meinen wenigen Dias mit Rahmen ist das schon kritischer, sodass man doch zwischen durch kalibrieren muss.


    Meine Meinung zum Rauschen: wenn die Schatten genügend Zeichnung haben, ist die sichtbare Fläche des Rauschens klein. Wenn man beim Belichten sich keine Mühe gegeben hat oder nicht mit einer „geeichten“ Film/Entwickler-Kombi gearbeitet hat, kann die sichtbare dunkle Fläche größer sein und das Rauschen ist deutlicher zu sehen. Um diese Fläche zu kontrollieren, schalte ich in VueScan beim Vorschau-Scan die Pixel-Farben ein. Für mich ist Rauschen wahrnehmungsmäßig daher eher relativ.

    @ Jakob


    Versuche es jetzt nochmal. Die Inbox sollte geleert sein.



    @Georg


    So eine Odyssee vom Amazon-Käufer ist für jeden schrecklich, aber es bedeutet nicht, dass es jedem 120 Pro-Käufer so passiert. Seine Vermutung, dass es am Sensor liegen könnte, teile ich, aber ob es tatsächlich an der alten Sensor-Technik liegt – da bin ich mir nicht sicher. Sensoren altern nun mal, auch moderne. Sie haben keine unbegrenzte Lebensdauer. Auch Sensoren vom CoolScan 9000 altern, ebenso die digitalen Kamera-Sensoren.


    Meine Internet-Recherchen ergaben, wie immer, diesbezüglich widersprüchliche Aussagen. Es gibt Aussagen wie, ein Sensor hält 5 – 10 Jahre. Für meinen fast 10 Jahre alten MF 5000 könnte das zu treffen. Er produzierte zum Schluss beim Scannen Streifen; egal, ob ich VueScan oder SilverFast verwendete. Auch eine Staubreinigung brachte nichts, obwohl kaum Staub im Innern vorhanden war - Dank der verwendeten Staubschutzhülle. Andere Aussagen gehen von 20 – 30 Jahre aus, aber wer weiß das schon. Die Hersteller schweigen sich aus.



    Deinem Post nach arbeitest du wahrscheinlich mit SilverFast. Herr Röser schreibt in seinem Tutorial, wenn man ein neues Update installieren möchte, sollte die alte SilverFast-Version vollständig vom Rechner entfernt und erst dann sollte die neue Version installiert werden. Weiter stellte er fest, dass die Version 9 immer noch die alten Bugs von Version 8 hat. Es ist wohl nur ein kosmetisches Update.

    Georg, probiere mal bei deinen Problemen folgendes, wenn du es nicht schon getan hast: Klicke beim Startbild von SilverFast auf „Service-Dialog“ und setze dort die Software zurück. Entferne ebenso die Scanner-Präferenzen und starte SilverFast neu. Sollte nichts helfen, würde ich mit VueScan scannen.



    Ich habe vor kurzem mit dem 120 Pro und SilverFast 8.8 eine Auswahl meiner alten Kleinbild-Dias gescannt. Die Streifenbildung, die du in deinem ersten Beispielfoto zeigst, konnte ich nicht beobachten. Wenn ich zur Staubentfernung iSRD einschalte, kam es gelegentlich zu Abstürzen der Software. Zwar nicht immer, aber für mich unerklärlich – wahrscheinlich Bugs. Da ich überwiegend mit Schwarz-Weiß-Negativen arbeite und mit VueScan Pro scanne, steht SilverFast für mich nicht an erster Stelle.

    @Jakob

    Ich habe das nicht mit Herrn Röser abgesprochen, dass ich hier seine Email-Adresse angebe, aber wenn du googelst, denke ich, wirst du ihn finden.

    Im Forum "www.filmscanner.biz" bei Scan-Software, SilverFast, VueScan ist er als Jossie unterwegs. Ein absoluter Kenner der SilverFast-Software, jedenfalls mein Eindruck.


    @Jake

    Auf meinem 10 Jahre alten Mac Pro, zur Workstation umgebaut, läuft die x64-Version von OSX 10.13.6. Es sollte woanders auch gehen, denke ich.

    Hi Jake,


    seit ein paar Wochen habe ich den Plustek 120 Pro-Scanner. Mein alter Reflecta MF 5000-Scanner hat nach 9 Jahren aufgegeben mit mir zu arbeiten. Also einen Vergleich mit dem Coolscan 9000 kann ich nicht anbieten, aber mit dem MF 5000. Der 120 Pro (mit neuester VueScan-Version) scannt etwas kontrastreicher und etwas kornbetonter als der MF 5000. Der Unterschied ist eigentlich minimal – für meine Augen. Ein 6x6-Schwarz-Weiß-Scan dauert etwa 1:20 min bei 5300 dpi und 48 Bit. Die Datei hat dann eine Größe von 770 MB. Ist mir zu viel und wird mit Photoshop auf 230 MB runter komprimiert. Ein 6x6-Schwarz-Weiß-Scan mit dem MF 5000 dauerte, glaube ich, 3-4 Minuten. Er ist also schnell (hat USB 3).


    Wenn du einen Bildeindruck vom MF 5000 (mit VueScan) haben möchtest, schaue dir die Portraits auf meiner Webseite an. Bilddateien mit dem 120 Pro habe ich noch nicht hochgeladen, aber sie werden so ähnlich aussehen.


    @ Jakob


    Den 120 Pro kann man mit der neuesten VueScan auf dem Mac anwenden. Man muss nur den aktuellen Plustek-Treiber V.3.0.0.2 für Mac (von OSX 10.11 bis macOS 10.15) von der „Support und Download“-Seite von plustek.com runterladen und installieren. Er ist auf der beiliegenden CD nicht dabei. Bei mir funktioniert jetzt VueScan mit OSX 10.13.6 einwandfrei.


    @ SilverFast, wenn VueScan doch nicht bei euch funktioniert


    Ein wunderbares „Tutorial SilverFast“ hat Hermann-Josef Röser geschrieben. Es ist umfassend und tiefgehend. Es hat alle meine Fragen zu SilverFast beantwortet. Hermann-Josef bietet dies Tutorial als PDF-Datei kostenlos für Privat-Anwender an. Schreib ihm eine Email.



    Bis jetzt scheint der 120 Pro für mich ein vollwertiger Ersatz für den MF 5000 zu sein, ob er an den Coolscan 9000 ran reicht, kann ich nicht beurteilen.



    Gruß


    Harald




    www.harald-illmann.de

    @ Frank,


    schön, dass du wieder da bist. Ja, Wissensansammlung durch Lesen hat noch nie geschadet – kostet nur etwas Zeit.


    Ein Tipp zum Finden einer Film/Entwickler-Kombi:
    Wenn du verschiedene Kombis geeicht hast, mache mit diesen Kombis ähnliche Vergleichsaufnahmen und vergrößere sie, jeweils nur eine Aufnahme, bei Rollfilmformat auf 50x60cm, bei KB auf 30x40cm, auf dein Lieblings-Fotopapier. Wenn du 50x60cm nicht selbst verarbeiten kannst, lass es von einem Fotolabor deiner Wahl machen. Ja, es kostet Geld, aber momentan ist es nicht sexy, sein Geld auf der Bank liegen zu lassen. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die kleinen Unterschiede der Kombis bei dieser Größe sichtbarer werden.


    Hänge sie nebeneinander an die Wand oder lege sie auf einen Tisch. Beleuchte sie gleichmäßig und schaue sie dir zu unterschiedlichen Tageszeiten bzw. Tagen an, denn du bist nicht immer in der gleichen emotionalen Verfassung. Mit der Zeit wird sich ein Favorit herausbilden und du triffst dann für dich die richtige Entscheidung. Einmal getroffen und du wirst nie wieder ernsthaft über eine neue Kombi nachdenken.


    Das ist gut so, denn du hast jetzt den Kopf frei für die kreativen Inhalte der Fotografie. Hilfreich hierbei ist es auch, seinen Workflow drastisch zu vereinfachen:


    ein Film, ein Entwickler, eine Kamera, ein Objektiv, ein Genre, ein Thema.


    Die Schwierigkeit wird sein, ein Genre bzw. ein Thema zu finden, an dem man über einen längeren Zeitraum (vielleicht ein Leben lang) ein Interesse hat. Berühmte Fotografen haben immer nur in einem Genre gearbeitet, es gibt aber ein paar Ausnahmen. Spontan fällt mir hierzu Irving Penn und Richard Avedon ein. Beide waren berühmt für ihre Portrait- und für ihre Mode-Fotografie. Ansel Adams machte auch Portraits, aber berühmt war er nur für seine Landschaftsaufnahmen. Weitere Beispiele ließen sich finden.


    Ich bin mir sicher, dass du dein Genre/Thema finden wirst und viel Erfolg bei deiner weiteren fotografischen Entwicklung.


    LG Harald



    @ Uwe,


    vielen Dank für deine Einschätzungen.


    Ja, deinen Monster-Thread habe ich gelesen und es hat mich auch Zeit gekostet, aber es geht nun mal nicht anders, wenn man sein Wissen vermehren will. Aufgrund der Begeisterung der Mitforenten, denke ich auch, dass der „Wehner-Entwickler“ einen Versuch wert ist. Ich lass mich gerne überraschen.


    LG Harald

    Sorry, Uwe,


    es hat etwas länger gedauert, aber ich arbeite gerade an meinen Projekten. Rundgelutschtes Korn wird wohl auch unter meinen Negativen dabei sein. Ich mache mir aber keine Sorgen, denn was am „Ende des Tages“ wirklich zählt, ist der Inhalt der Fotografie. Korn gehört ohne Frage zur „Sprache“ der Fotografie dazu. Es ist ein Stilmittel, aber der Magie eines Fotos ist es egal, ob es scharf oder rundgelutscht ist.


    Ich würde mit dir kurz über Film/Entwickler-Kombinationen quatschen. Es könnte ein guter Abschluss zu diesem Thread sein. Über die Belichtungsmethode „Zonensystem“ ist ja schon alles gesagt worden und junge Mitleser könnten vielleicht ein paar gute Tipps zu einer Film/Entwickler-Kombination gebrauchen, ohne jetzt in eine Diskussion zu rennen, wo jeder schreibt, nimm diese Kombination; nein, nimm diese, usw. Ich finde es gut, wenn es eher allgemein bleibt.


    Eine Kombination möchte ich gern trotzdem herausheben: Legendär ist ja die Kombination „Tri-X/D-76 (1:1)“. Viele berühmte Fotografen arbeiteten und arbeiten immer noch mit dieser Kombination – einige sind auch zu Tmax 400/D-76 (1:1) gewechselt. Was ist aus deiner „Chemiker-Sicht“ so einmalig an dieser Kombination. Geschmack allein kann es nicht nur sein. Passen die beiden deshalb so gut zusammen, weil sie aus einem Hause kommen? Tri-X ist berühmt für seine Grauwertabstufungen und seiner Schattendurchzeichnung, aber was ist das Besondere an D-76? Ist der Entwickler ein guter Kompromiss zwischen den drei Parametern: Korn, Schärfe und Empfindlichkeit, also ein Standard-Entwickler? Spezial-Entwickler neigen dazu einen Parameter zu favorisieren und die anderen beiden zu vernachlässigen. Die Frage ist: lieber einen Standard- als Spezial-Entwickler nehmen?


    In deinem Thread „Atomal und seine Nachkommen: . . .“ wird der neue „Wehner-Entwickler“ erwähnt. Ist er ein kommender „Star“ am Entwickler-Himmel? Was ist das Besondere aus deiner Sicht an diesem Entwickler? Und ich frage etwas ketzerisch, welcher Film passt denn nun wirklich zu ihm, er kommt aus keinem Haus der Film-Hersteller? Ist das vielleicht ein Vorteil?
    Einige Mitforenten haben diesen Entwickler schon getestet und sind begeistert. Ich habe ihn mir auch gekauft, man muss sich ja eine eigene Meinung bilden, aber wegen Zeitmangel konnte ich ihn noch nicht testen.


    Gruß Harald

    Hi Maik, deine Entschuldigung nehme ich an – is ok. Also vertragen wir uns wieder.
    Ja, das geschriebene Wort klingt immer härter als das gesprochene – gilt auch für mich.


    Wenn man sich die Zugriffszahlen zu diesem Thread anschaut, kann man feststellen, dass hier einige interessierte Leute zum Thema „Zonensystem“ mitlesen. Ich nehme an, dass darunter welche sind, die mit der Belichtungsmethode „nach Werksangaben“ unzufrieden sind und wissen wollen, ob die Methode „Zonensystem“ eine Alternative sein kann. Jeder der mit dem Fotografieren angefangen hat, hat mit der Belichtungsmethode „nach Werksangaben“ angefangen – jeder (auch ich), außer diejenigen, die eine Fotografenlehre begonnen hatten, wo der Meister sagte, nee, Junge, belichte mal so. Es ist unbestreitbar, dass man mit dieser Methode auch technisch gute Negative bekommt. Hatte ich auch, aber es gab auch schlechte Negative wie zugelaufene Schatten oder ausgefressene Lichter oder beides. Meine Schnee-Aufnahmen waren immer mehr oder weniger grau. Oder dunkle Szenen waren mehr Mittelgrau als Dunkelgrau. Keiner im Fotoclub sagte mir damals, der Belichtungsmesser hat als Bezugspunkt ein Mittelgrau und korrigiere die Belichtung bei Schnee nach oben. Ich hätte damals gesagt, wieso, es wird doch schon viel Licht reflektiert. Keiner wusste wie Belichtungsmesser funktionieren, man macht halt eine Belichtungsreihe. Andere sagten, nimm einen anderen Entwickler oder einen anderen Film – was ich machte, ich war ja ein Anfänger. Es war ein Eiertanz. Ja, es gab immer wieder gute Negative, aber auch immer wieder schlechte Negative. Die schlechten kamen immer unverhofft, die guten eigentlich auch – es war keine Konstanz drin, bis ich in einer Fotozeitschrift über das Zonensystem las. Ich bin nie wieder zur Methode „nach Werksangaben“ zurückgekehrt.


    Was in diesem Thread jetzt interessant wäre, ist, die Vorteile und/oder Nachteile des Zonensystem gegenüber anderen Belichtungsmethoden, wie z.B. Lichtmessung oder die Methode „pi-mal-Daumen“ per Fakten zu nennen.. Ich kenne Fotografen, die mit „pi-mal-Daumen“ richtig belichten können. Ich kann das leider nicht, ich brauche Hilfsmittel wie den Belichtungsmesser. Vielleicht gibt es hier Mitleser, die den Vorteil oder Nachteil einer Belichtung nach Werksangaben oder der Lichtmessung an einem Beispiel hier vorstellen können. Und die sich nicht mit Allgemeinplätzen begnügen, wie es macht gute Negative.



    @ Uwe


    vielen Dank für deinen ausführlichen und fachlichen Beitrag. Wenn ich deinen Text richtig verstanden habe (ich bin kein Chemiker, ich bemühe mich aber trotzdem, ihn zu verstehen), bedeutet dies für mich, dass eine Verdünnung kein feineres Korn bringt. Richtig? Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.


    Unter der Voraussetzung „Verdünnung = kein feineres Korn“ könnte man annehmen, es wäre besser den Film in einer Stammlösung zu entwickeln, wenn man feines Korn will und nicht mit der Entwicklungszeit unter 5 Minuten liegt. Oder spielen andere Faktoren wie z.B. Feinkornentwickler auch eine Rolle? Ich weiß, für einen Experten wie dich sind das naive Fragen, aber meine Neugier treibt mich dazu, sie zu stellen.


    Gruß
    Harald

    Hi Maik,


    es ist schon erstaunlich mit welchen Unterstellungen du meine Person belegst, obwohl du mich überhaupt nicht kennst. Beispiele: ich würde deinen Ansatz nicht verstehen, ich würde das Zonensystem nicht richtig verstehen (das du ja lange erforscht hast), und indirekt ich würde die „Sprache“ der Fotografie nicht verstehen und meine, vielleicht merkwürdige, Auffassung von Kreativität hätte dich echt hart getroffen, was von mir nicht beabsichtigt war. Sorry.


    Deine Vermutungen zwingen mich dazu, etwas mehr über meine Person zu sagen. Aufgrund des einen Studiums könnte ich mit dir stundenlang über Inhalte, Konzepte usw. von Fotografien diskutieren, wir könnten uns ebenso lang über die Heroes der Portraitfotografie unterhalten. Tue ich aber nicht, weil ich weiß, wo ich bin und wo ich etwas schreibe – ich bin in einem Thread über Technik und beantworte, so gut wie ich kann, die Fragen.


    Kommen wir zur Kreativität: Aufgrund des anderen Studiums könnte ich stundenlang einen Vortrag über den menschlichen kreativen Prozess halten – nicht nur wie man kreativ Freunde findet oder sein Essen zu bereitet, sondern was ich persönlich interessanter finde, über den kreativen Prozess ein künstlerisches Meisterwerk zu schaffen - egal in welchem Genre. Tue ich aber nicht, denn ich bewege mich in einem Technik-Thread.


    Du schreibst, dass du der einzige bist, der in diesem Technik-Thread über Inhalte reden will – du hast den falschen Bereich ausgewählt. Hier im Forum gibt es einen Bereich, der heißt „Bildbesprechungen“, zeige dort deine Portraitarbeiten und ich bin mir sicher, es gibt dort sehr gute Leute, dass du ein differenziertes und faires Feedback bekommst.


    Versuch es dort. Hier in diesem Thread würde ich nicht mehr mitlesen – es vergrößert nur deinen Frust, denn das Zonensystem kennst du ja in-und auswendig.


    Harald