Beiträge von Hartmuth Schröder

    Moin Gabriel,
    du schreibst nicht, welches Papier du einsetzt.
    Ich denke da an Baryt (FB) oder PE (RC). Weniger an die Marke.


    Es ist wichtig zu wissen, ob du die Papiere jeweils im nassen oder trockenen Zustand beurteilst.
    Bei Barytpapieren kommt es nach dem Trocknen zu dem "dry down effect", der einen Vergleich mit noch
    nassen Papieren erschwert.


    Gruss
    Hartmuth

    Da man sich im Forum normalerweise duzt, hatte ich diese Anrede gewählt, kein Problem, wir bleiben beim Sie.
    Herr Häberlein, viele Fotografierende, für die bisher zwar die Schwarzweiss-Verarbeitung völlig normal ist,
    sich jedoch nicht an die Farbfilme trauten, haben über die Informationen hier im Aphog zur Farbfilm-Selbstverarbeitung
    gefunden.


    Das belegen die mir zugänglichen Verkaufszahlen, die eine eindeutige Sprache sprechen.
    Und da wir Fuji und Tetenal ebenfalls anbieten, Tetenal sogar zu einem "Kampfpreis" (bis übermorgen,
    denn ab 1.4. erhöht TT die Preise um 6%) sind meine Zahlen eigentlich recht aussagekräftig.


    Es wurden im Jahr 2009 einige Hundert Kits verkauft,
    in 2010 bereits einige Tausend,
    in 2011 erfolgte der "Durchbruch.
    Ich nehme an, wir werden die Verkaufszahlen aus 2010 noch einmal verdoppeln.
    Wobei Tetenal und wir uns bei den Kleinkits die Waage halten -
    hingegen bei den größeren Kits die Kunden vor allem unsere (preiswerteren) bestellen.
    Fuji in 5 Liter ist wirklich zu "vernachlässigen",
    obwohl dieser Kit baugleich ist mit dem seinerzeit durch Jobo verkauften C-41 Colorkit.


    Was möchte ich jetzt konkret sagen?


    Ich mag Kits.
    Aber nur, wenn die Anwender damit starten.
    Ansonsten freue ich mich über jeden, der keine Kits, sondern Einzelflaschen bezieht!


    Aus der Lebenswirklichkeit:
    A) Man kauft einen kompletten Kit, Hersteller egal.
    B) Die Entwickler sind verbraucht, die Folgebäder funktionieren noch.
    C) Da die Industrie nur komplette Kits anbietet, hat der Anwender keine Chance den Rest zu verwenden,
    muss ihn vernichten.
    D) Und ich denke, das ist so nicht ganz in Ordnung.


    Daher biete ich von Anfang an alle Einzelflaschen zum Einzelkauf.
    Ja, es geht:
    Auch das Bleich- u. Fixierbad von Tetenal oder Fuji arbeitet einwandfrei,
    wenn mit Digibase C-41 Farbentwickler entwickelt wurde. Oder umgekehrt.


    So hätte man die Chance, ordnungsgemäss arbeitende "Fremdchemie" mit unserer oder deren Chemie
    zu kombinieren und so keine Konzentrate mehr verwerfen zu müssen.


    Was nicht geht:
    Man kann keine Einzelparts aus dem Entwickler mixen.
    Der Entwickler muss sortenrein bleiben.
    Auch wenn in Foren mehrfach veröffentlich wurde, wer unser Vorlieferant für den C-41 Entwickler ist -
    deren Amateurchemie in 5 Liter Kits weicht in der Zusammensetzung ab - unsere Chemie basiert auf der
    höher konzentrierten Fachchemie.


    Also, wenn der Entwickler von Tetenal oder Fuji kaputt ist, dann kauft man in Einzelflaschen nach
    und arbeitet die Folgebäder der anderen Marktteilnehmer auf.


    So einfach ist das.
    Ich wollte mit diesem Beitrag den Blick auf das "modulare" Baukasten-System richten und hoffe, das mir das irgendwie gelungen ist.


    Alles Gute
    Hartmuth

    Hallo Rene,
    hier aus den Beginner Bereich von Aphog ein Praxis-Bericht vom Aphog Forenten Ralf Bosma,
    der mit Sicherheit auch einige deiner Fragen beantwortet.
    Und mich sehr gefreut hat.


    Link:
    http://www.nikon-fotografie.de…zuhause-ganz-einfach.html


    Stabibad:
    Der C-41 Prozess ist auf Maschinenverarbeitung abgestimmt, die völlig ohne Frischwasserzufuhr auskommt.
    Das Stabibad ist daher eine Form von Auswässerungs-Ersatz.


    Du könntest auch auf das Stabibad ganz verzichten
    und statt dessen mit Wasser wässern, wie man es vom Schwarzweiss her kennt.
    Die Stabilität der Farbstoffe leidet nicht darunter.

    Filme, die synthetischer Filmbasis gegossen sind, liegen mitnichten immer plan.


    Diese Filme liegen nur dann plan, wenn der Hersteller eine entsprechende Rückseitenbeschichtung
    vorgenommen hat. (Dabei trifft diese Aussage auf Triazetat als auch PET zu).


    Einige Hersteller verzichten auf eine extra Beschichtung, um ihre Filme damit deutlich preiswerter
    anbieten zu können.


    Wer vor allem billige Rollfilme auf auf synthetischer Fimunterlage einsetzt, der kann Planlage-Probleme bekommen.


    Wer synthetische Filme von Ilford (SFX200) oder unsere "powered by Agfa Filme" einsetzt,
    der kommt in den Genuß eines aufwendigeren Herstellungsverfahrens in den Fotofabriken.


    Oft waren/sind die synthetischen Filme, die aus dem Movie-Bereich stammen, wie Kodak TP2415,
    oder Kodak Plus X auch auf synthetischer Unterlage begossen.
    Bei diesen Filmen spielte die Planlage in dem ursprünglich vorgesehenen Absatzgebiet keine Rolle,
    erst als sie abgepackt als "Fotografen" Filme in den Handel kamen.


    Dieses Thema ist erheblich komplexer, als ich es hier anreissen kann -
    ich belasse es daher jetzt bei diesen Erläuterungen.
    Gruss
    Hartmuth

    Ein guter Kunde von uns bittet mich kurz mitzuteilen:


    "Auf Anfrage bei REFLECTA sagte man mir,
    das Gerät würde etwa zwischen € 1500,00 + 1600,00 kosten".


    Das sind die empfohlenen Verkaufspreise!
    Erfahrungsgemäß liegen die Marktpreise wohl darunter.

    Bald kommt das bereits auf der Photokina angekündigte Gerät auf den Markt:


    Ein leistungsfähiger Rollfilm-Scanner in einem attraktiven Preis/Leistungsverhältnis.


    Reflecta Link:
    https://reflecta.de/de/product…talisierungs-Technik.html


    Für mich wieder ein Grund mehr mit Filmen zu fotografieren und diese digital weiter zu nutzen.


    Dieses ist ein recht neutraler Hinweis durch mich, da wir (mit wenigen Labor-Ausnahmen) nichts handeln,
    woran sich ein Ein-und Ausschalter befindet.


    Gruss
    Hartmuth

    Danke Norman, ich habe mich sehr über deine Informationen gefreut.
    Stephan, wir reden über etwa 12.000 m².
    Das ist die erforderliche Losgröße.
    Ob nun RSP200 oder IR400 gegossen wird, ist unerheblich.
    RSP200 würde mir persönlich auch mehr zusagen.


    Ich hätte das notwendige Investment auch so beschreiben können.
    Lohnt sich ein Investment von rund 300.000 Euro für dieses Produkt?


    Als ich Mitte der Achtziger wegen der Produktionseinstellungen der Konica und Kodak an die Fotokemika herantrat,
    kannte ich den tollen Film der Agfa leider nicht. Dann hätte ich mit Bestimmtheit das Investment gleich
    bei der Agfa getätigt. Heute ist der Markt für IR-Filme immer noch recht bedeutend, das heisst, es werden total
    weltweit vielleicht um die 100.000 Euro damit umgesetzt, da habe ich dann den Ilford SFX200 sogar
    noch eingerechnet.


    Ich denke, diese Größenordnungen sprechen eine klare Sprache.
    Wie heisst es so schön?


    Wenn alles gesagt ist, dann sprechen die Zahlen.


    Und ein derartiges Investitionsvolumen, offen gesagt, steckt unser Unternehmen dann doch lieber in Massenfilme,
    wie unsere neuen RPX100/RPX400, die einen bestehenden Massenmarkt bedienen.


    Alles Gute erst einmal
    Euer Hartmuth

    Hallo Matthias,
    warum denn in die Ferne schweifen?
    Seit Jahren empfehlen auch inländische Fachleute die sog. Kaskadenfixage.


    Gehen wir nur etwas mehr ins Detail:
    Fibre base oder Barytpapiere sollten besser gar nicht in sauren Fixierbädern behandelt werden,
    ich empfehle seit 1985 die Verwendung pH-neutraler Fixierbäder für FB.


    Diese dann in der Kaskade, 2-Bad.


    Man kommt auf kurze Fixierzeiten, braucht keine Auswässerungsbeschleuniger, spart vor allem Wasser,
    denn
    "wo keine Säure drin ist, braucht auch keine ausgewaschen zu werden".
    Zitat aus dem Magazin Foto Hobby Labor, München, selig.


    Hartmuth

    Korrektur,
    der Einzelfilm ist im Preis unverändert,
    nur die preiswerteren Mehrfachpacks sind weg.


    Der Spruch mit dem "Verkauf solange Vorrat reicht" ist wirklich von Bedeutung.
    Man denkt so als einzelner Kunde sicher nicht daran, dass manche "filmbasiert" Startseiten doch noch
    recht oft besucht werden.


    So als Film-Anwender kann man sich nicht selten doch schon recht allein vorkommen.
    Das verstehe ich gut.


    Um so mehr freue ich mich wenn mehr als tausend Besucher pro Werktag, am Wochenende noch weitaus mehr,
    den Shop besuchen und im Durchschnitt mehr als 5 Minuten darin verbringen. "Film lebt".


    Gruss
    Hartmuth

    Der Rollei IR 400 Planfilm wurde, zuerst als ein Experiment,
    weil es in 2004/2005 keine Maco IR 820c mehr als Planfilm gab,
    in kleinen Stückzahlen aus dem KB/RF-Material geschnitten.
    Das ist der Filmträger mit 100 Mikron.


    Normalerweise weisen PF etwa 175 Mikron auf.


    In Ermangelung einer Alternative wurde dann das Abpacken des deutlich zu dünnen Films weiter geführt.
    Bis heute.
    Heute steht jedoch der Maco IR 820 als Efke Version wieder zur Verfügung.
    Mit dem dickeren Filmträger.
    Jedoch mit erheblichen Nachteilen, die in unserem Hause im Jahr 2004 dazu geführt hatten, sich als
    Marke Maco IR 820c von diesem Produkt zu trennen.


    Trotzdem ist die Nachfrage nach dem IR 400 als PF unverändert hoch, weil er eine deutlich höhere Empfindlichkeit,
    neben dem feineren Korn und der robusteren Widerstandsfähigkeit, neben anderen Eigenschaften, aufweist.


    Wir verkaufen den IR 400 unverändert. Mangels einer eigenen Alternative.


    Die Agfa in Belgien giesst vor allem auf 60 und 100 Mikron Filmunterlagen.
    Wenn wir einen eigenen Guß auf 175 Mikron in Auftrag geben würden,
    dann müssten wir für 20.000 Packungen a 50 Blatt 10,2x12,7cm in Vorleistung treten.
    Das gibt nach meiner Überzeugung dieser Markt jedoch nicht her.


    Hartmuth

    Hallo Wolfram,
    der nach Essig stinkende Film wird wohl ein sehr, sehr alter sein.
    Da diffundieren wahrscheinlich Gase aus dem Filmträger, denke ich.


    Sei damit vielleicht vorsichtig und mixe diese Filme nicht mit neueren, auf Triacetatbasis,
    denn das könnte ansteckend sein wie die Pest.
    Vor allem, wenn die Filme in Pergamynblättern gelagert sind.


    Hartmuth

    Hallo Rene,
    sieh doch bitte noch einmal nach, ich denke,
    jetzt haben unsere Anleitung jetzt deutlicher gefasst.


    Und wir haben auch noch eine Tetenal Anleitung hinterlegt,
    die ausführlicher als jede andere mir bekannte Beschreibung, ist.
    Da es sich bei C-41; E-6; RA-4 um genormte Prozesse handelt,
    ist diese Information firmenübergreifend interessant:


    Links:
    Rollei Digibase© RA4 Print Kit für 1 Liter:
    http://www.macodirect.de/rolle…brprint-liter-p-2233.html


    Rollei Digibase© RA4 Bleichfix Monokonzentrat 1 Liter Konzentrat:
    http://www.macodirect.de/rolle…ierbad-1000ml-p-2231.html


    Tetenal Colortec, Übersicht:


    http://www.macodirect.de/chemie-tetenal-c-416_404_535.html


    Download:
    http://www.macodirect.de/download/tetenal_colortec_dt.pdf


    Gruss
    Hartmuth

    Hallo Matthias,
    diese leichte orange Färbung ist typisch, kein Fehler.*


    Diese Intensität entspricht nicht einer sonst typischen Orangemaske.


    *Solltest du im Cross-Verfahren einmal die Digibase CN 200 in einem Dia-Prozess E6 entwickeln,
    dann wirst du feststellen, dass der Film keine Eigenmaskierung aufweist - die Dias kommen glasklar.


    Direkt hinter dem Film sind erklärende Bildbeispiele (in unserem Shop) hinterlegt.


    Gruss
    Hartmuth

    Hallo Matthias,
    bitte sei so nett und schau dir die Technische Information zu dem Rollei Digibase CN 200 an.


    Dies ist der einzige Film auf dem Markt,
    der als eine Besonderheit keine Maskierung aufweist.


    Gruss
    Hartmuth


    (Ich habe bewusst keinen Link zum Shop eingefügt)

    Moin Rolf,
    auch ich schliesse mich den Glückwünschen an.


    Hier ist es sogar sehr gut, dass die Lichter "belegt" sind,
    weil sie jetzt auch noch im Detail eine Durchzeichnung aufweisen, will sagen:
    Nicht aufreißen,
    so wie wir das von anderen Entwicklungs-Methoden nicht selten leidvoll kennen.


    Prima, Norman, gute Arbeit.


    PS:
    Würde mich freuen, auch noch ein Bildbeispiel von "meinem" Superpan zu sehen-
    wenn ich mir das einmal wünschen darf?


    Gruss
    Hartmuth